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Esoteriklexikon
Esoteriklexikon von A_Z
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Abrakadabra. Wort aus der magischen Tradition, das auf Amulette
geschrieben und z.B. bei Krankheiten für sehr wirksam gehalten wurde.
ACEM-Meditationen.
Der Begriff "ACEM" ist ein Phantasiewort, das keine besondere
Bedeutung hat. ACEM ist eine Meditations-Organisation, die sich mit der
Stressbewältigung, Entspannung, Energie und Persönlichkeitsentwicklung
mit Hilfe von auf den Westen zugeschnittene Formen der Meditation befasst.
ACEM widmet sich besonders der Gesundheitsvorsorge und dem Kampf gegen
den Drogenmissbrauch.
Adept
(lat.: adeptus = der erlangt hat). Meister des Okkulten, der die Intiation
(Einweihung erlangt hat und über magisches Wissen und magische Kräfte
verfügt. (Siehe auch unter Magie).
Affirmation
(lat.: Bekräftigung). Autosuggestionsmethode mit positivem Denken
und Bestätigung der eigenen Zielsetzung. Mit Hilfe von positiv formulierten
Sätzen, deren Wiederholung die eigene Persönlichkeit bestätigt,
soll eine Umprogrammierung der gewohnten Denkmuster bewirkt werden. (Siehe
auch unter Positives Denken.)
Aikido
(Weg do zur Harmonisierung ai der Lebenskraft ki. Östliche Kampfkunst
mit philosophischem Hintergrund, bei der die Harmonie zwischen Angreifer
und Angegriffenem im Vordergrund steht. Aikido wurde von dem Japaner Morihei
Uyeshiba (gest. 1969) entwickelt und baut auf den traditionellen Kampfkünsten
der Samurai auf. (Siehe auch unter Kampfkunst.)
Akasha
(sanskrit: Raum Äther). Im Hinduismus eines der fünf Elemente.
Akasha-Chronik.
Begriff aus der Theosophie. Die Akasha-Chronik gilt als astrales Gedächtnis,
in dem alle Ereignisse auf der Welt gespeichert sind und von medial veranlagten
Menschen dort abgerufen werden können.
Akupressur.
Eine Heilmethode, die das chinesische System der Akupunktur mit japanischen
Fingerdrucktechniken verbindet, um Muskelverspannungen zu lösen.
Angewandte Systeme der Akupressur sind Jin Shin (Jin-Shin-Do und Jin-Shin-Jyuto)
und Shiatsu.
Akupunktur.
Mindestens 5000 Jahre alte, traditionelle Methode der chinesischen Medizin,
bei der an bestimmten Punkten Nadeln in die Haut gesteckt werden, um die
Körperenergien zu harmonisieren und die Gesundheit zu fördern.
Die Akupunktur geht von der Vorstellung vom Fluss der Lebensenergie (Chi)
im menschlichen Körper aus. Moderne Formen der Akupunktur verwenden
ausser Nadeln auch elektrische Ströme oder Laser, um die Akupunktur-Punkte
zu stimulieren.
Alechemie
(arab.: el kymia = "das schwarze Land" (Ägypten)). "Esoterische
Lehre aus dem alten Ägypten, die von Denkern aus Griechenland bis
nach Europa verbreitet wurde. Ihre Grundthese besagt, dass alles in der
Welt eins sei und demselben Grundstoff entstammte. Die Suche der Alchemisten
nach dem "Stein der Weisen" kann als die Entwicklung der eigenen
Persönlichkeit gedeutet werden. In der Alchemie geht es u.a. darum,
unedle Metalle in immer edlere zu verwandeln (transmutieren) - bis hin
zum Gold oder "dem Stein der Weisen", mit dem man unedle Metalle
direkt in Gold verwandeln kann. Gemäss dem Gesetz der Entsprechung
verläuft die geistig-seelische Veredelung des Alchemisten parallel
zu dieser Transmutation. Der Mystiker Gustav Meyrink bezeichnete diesen
Prozess als die Entwicklung vom Tiermenschen zum "Goldmenschen".
Alexander-Technik.
Körpertechnik von dem australischen Schauspieler Frederick Matthias
Alexander (1869-1955), bei der durch Selbstbeobachtung die Körperhaltung
korrigiert und der "richte" Gebrauch des Körpers erlernt
wird. Die Alexander-Technik wird jedoch auch als eine Psychotherapie angesehen.
Die Harmonie der Persönlichkeit wird durch die Koordination von emotionalen,
mentalen und körperlichen Aspekten erreicht. Die Behandlung besteht
aus sanften Manipulationen der Muskulatur und Haltungsübungen. Das
Trainingprogramm, das mindestens 30 Lektionen umfasst, wird heute oft
von Bühnenkünstlern angewendet. Die Alexander-Technik empfiehlt
sich auch bei Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen.
Alphawellen.
Gehirnwellen mit einer Frequenz zwischen 8 und 12 Hertz, die in der Tiefenentspannung
und Meditation auftreten. Mit der Methode des Biofeedback oder Silva Mind
Control kann man trainieren, einen sog. "Alpha-Zustand" bewusst
herzustellen.
Alternative
Medizin. Jede Therapie, die nicht auf der orthodoxen Schulmedizin
basiert.
Alternativer
Nobelpreis (Right Live-Ilhood Award.) 1979 von Jacob von Uexküll
ins Leben gerufener Preis, der in Stockholm am Tag vor der Nobelpreisverleihung
für Projekte aus den verschiedenen Bereichen des New Age vergeben
wird.
Amma
(auch: Ahma). Traditionelle japanische Massage. Die Amma-Massage entstand
im 9. Jahrhundert und verbreitete sich im 17. Jahrhundert in ganz Asien.
Anfang dieses Jahrhunderts wurde sie in den USA als eine besondere Form
der Energiemassage bekannt.
Angewandte
Kinesiologie. Von dem amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart
entwickelte Diagnose- und Behandlungsmethode. In der angewandten Kinesiologie
werden manuelle Muskeltests und Akupressur verwendet. Das System basiert
auf einer Auflistung von Muskelreflexen und deren energetischen Beziehung
zu den Organen. In der angewandten Kinesiologie werden die schwachen Muskeln
gestärkt. Goodheart ging im Gegensatz zur herkömmlichen Massage,
bei der die verspannten Muskeln gelockert werden, davon aus, dass Verspannungen
darauf zurückzuführen sind, dass andere Muskeln zu schwach sind.
(Siehe auch unter Behaviorale Kinesiologie.)
Anima
(lat.: Seele). Von dem Psychiater C.G. Jung geprägter Begriff für
einen Archetypus. Die Anima ist die unbewusste Seite der Persönlichkeit
des Mannes. Sie personifiziert sich in Träumen in Frauengestalten,
von der Prostituierten und Verführerin bis hin zur weisen, spirituellen
Führerin. Die Anima verkörpert das Eros-Prinzip, weshalb sich
die Entwicklung der Anima beim Mann in seiner Beziehung zu Frauen widerspiegelt.
Jung nannte die Anima den Archetypus des Lebens schlechthin.
Animismus
(lat.: anima = Seele). Glaube an die Beseeltheit der Natur und der Naturkräfte
bei Naturvölkern und Religionen.
Animus
(lat.: Geist). Von dem Psychiater C.G. Jung geprägter Begriff für
einen Archetypus. Der Animus ist die unbewusste männliche Seite der
Persönlichkeit einer Frau. Der Animus personifiziert das Logos-Prinzip
und repräsentiert den Inneren Mann, der eine Brücke zwischen
dem Ich der Frau und Ihrem im Unbewussten schlummernden kreativen Potential
bildet.
Anthroposophie
(griech. Menschenweisheit). Von dem deutschen Okkultisten Rudolf Steiner
ins Leben gerufene Lehre, die das Spirituelle im Menschen zum Spirituellen
im Universum führen will. Die Anthroposohie verstand Steiner als
"Geisteswissenschaft" und Schulungsweg, der dazu führen
sollte, zur Erkenntnis der höheren Welten zu gelangen. Die Anthroposophie
wirkte sich in der Praxis auch auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft,
die anthroposophische Medizin und die Waldorf-Pädagogik aus.
Anthropososophische
Gesellschaft ("AG"). Die Anthroposophische Gesellschaft
wurde 1913 von Rudolf Steiner gegründet. Im Gegensatz zur Theosophischen
Gesellschaft, die sich mehr an den östlichen Lehren orientiert, sucht
die AG ihre spirituelle Entfaltung eher in der esoterischen Tradition
des Westens.
Anthroposophische
Medizin. Der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, betrachtete
Krankheiten als einen Prozess, durch den sich der Mensch entwickelt. Die
Aufgabe des Arztes bestand seiner Meinung nach nicht nur darin, die Symptome
zu behandeln, sondern den Entwicklungsprozess zum Wohl des Patienten zu
steuern. Daher werden während der Genesung die "Ichkräfte"
des Menschen gestärkt und seine Selbstheilungskräfte unterstützt.
Der Patient nimmt aktiv an der Behandlung teil. Die anthroposophisch Medizin
ist durch die Krebs-Therapie mit Mistelpräparaten bekannt geworden.
Steiner gründete mit der holländischen Ärztin Ita Wegmann
(1876-1943) die erste anthroposophische Klinik in Arlesheim in der Schweiz.
Heute gibt es fast 30 anthroposophische Krankenhäuser, in denen die
Patienten unter holistischen Gesichtspunkten behandelt werden. Steiner
entwickelte eine besondere Heilpädagogik für Kinder und Behinderte.
Archetypus.
Von C.G. Jung aus der Hermetik übernommener Begriff, der "Urbild"
bedeutet. Archetypen schlummern im "kollektiven Unbewussten"
und drängen danach, verwirklicht zu werden. Archetypen tauchen in
Träumen, Visionen und Mythen auf. Bekannte Archetypen sind z.B. der
Held, die Grosse Mutter, der alte Weise, Geburt und Tod. Bei den Archetypen
handelt es sich um Erfahrungen oder Motive aus dem kollektiven Unbewussten.
Sie bilden die Grundlage von Religionen, Mythologien, Legenden und Märchen.
(Siehe auch unter Anima und Animus.)
Arica.
Philosophie und Trainingsmethode für die Persönlichkeitsentwicklung,
die von dem Bolivianer Oscar Ichazo begründet wurde. Im Arica-Training
werden Entspannungsübungen, Meditationen und Muskeltraining verwendet,
um eine höhere Bewusstseinsstufe zu erlangen.
Aromatherapie.
Ölmassage und moderne Therapieform des alten Brauchs, sich die Heilwirkung
von ätherischen Ölen zunutze zu machen. Die in der Aromatherapie
verwendeten Essenzen werden aus Blumen, Pflanzen und Bäumen gewonnen.
Asanas.
Spezielle Körperstellungen aus dem Hatha-Yoga mit Namen wie "Kobra"
oder "Löwe".
Ashram.
Name für den Versammlungsort der Anhänger indischer religiöser
Führer (Meister) im Altertum und in der Neuzeit.
Askese
(griech.: Übung). Der Verzicht auf die Befriedigung von Bedürfnissen
im Dienst einer Religion oder spirituellen Disziplin.
Aspekt.
Begriff aus der Astrologie. Ein Aspekt ist ein Winkel, den die Planeten
im Horoskop bilden. Der Aspekt zeigt die Art des Zusammenwirkens der Planeten
an.
Assagioli,
Roberto (1888-1974). Ein Psychiater, der ursprünglich aus der
Freudschen Schule kam. Später entwickelte er seine eigene Theorie
über die Psychotherapie und das Persönlichkeitswachstum, die
er Psychosynthese nannte. Seine Vorstellungen haben viel gemeinsam mit
denen von C.G. Jung, Abraham Maslow und G.I. Gurdjieff.
Assoziation.
Spontaner Fluss von unzusammenhängenden Gedanken oder Bildern in
Verbindung mit einem bestimmten Kontext, die von unbewussten Verknüpfungen
bestimmt werden. Assoziationen können dazu benutzt werden, mit der
"Inneren Stimme" oder der Intuition in Kontakt zu kommen.
Astral
(griech.: aster = Stern). Der geistigen, spirituellen und nicht stofflichen
Welt zugehörig. (Siehe unter Astralkörper, Astralreisen, Astralwesen).
Astralkörper.
Feinstoffliches (nicht stoffliches) Ebenbild des physischen Körpers,
das den Körper z.B. während des Schlafs verlassen kann.
Astralprojektion.
Die Aussendung des Astralkörpers. (Siehe auch unter Zeitreisen.)
Astralreisen.
Ausserkörperliche Erfahrungen, die der Astralkörper macht, wenn
er den physischen Körper verlassen hat. Für Schamanen eine wichtige
Technik, um mit Geistern in Kontakt zu treten und Informationen von ihnen
zu erhalten.
Astralwesen.
Unverkörperte Wesenheiten, die sich in einer anderen nichtstofflichen
Welt, die sich dem normalen Wahrnehmungsvermögen entzieht, befinden.
Astralwesen werden von medial begabten Menschen wahrgenommen, die auch
Kontakt mit ihnen aufnehmen können. (Siehe auch unter Geistige Führer).
Astrologie.
Alte Lehre aus Assyrien und Babylon vom Zusammenhang zwischen dem Geschehen
am Himmel und auf der Erde. In der Astrologie werden die Himmelskörper
als Symbole für Charaktereigenschaften des Menschen und irdische
Vorgänge verwendet. Das aus dem individuellen Geburtsdaten berechnete
Geburtshoroskop bildet die Grundlage Astrologie setzt sich das Horoskop
aus zwölf Tierkreiszeichen, zehn Planeten (einschliesslich Sonne
und Mond), den sog, "Häusern" und Aspekten zusammen.
Astromedizin.
Die astrologische Medizin stellt Beziehungen zwischen den Tierkreiszeichen
und den verschiedenen Körperteilen und Organen her. Dem ersten Tierkreiszeichen
Widder entspricht der Kopf. Von diesem aus geht es den Körper abwärts
bis zu den Füssen, dem das Tierkreiszeichen Fische zugeordnet wird.
Astromediziner verordnen Heilmittel entsprechend den Tierkreiszeichen
oder anderen Horoskopfaktoren wie z.B. den Planeten. (Siehe auch unter
Astrologie.)
Aszendent
(lat.: ascendere =aufsteigen). In der Astrologie das Tierkreiszeichen
im Horoskop, das zum Zeitpunkt der Geburt am Horizont aufgeht. Der Aszendent
wird aus dem Geburtsort und der Geburtszeit berechnet. Der Aszendent spielt
in der Deutung des Horoskops eine wichtige Rolle, da er den Charakter
und den Lebensweg stark beeinflusst.
Atembewusstheit.
Die Fähigkeit, den Atem durch verschiedene Entspannungstechniken
und Meditation zu vertiefen und in bestimmte Körperbereiche zu lenken.
Atlantis.
Sagenumwobener, vor rund 10.000 Jahren versunkener Kontinent. Bei dem
griechischen Philosophen Platon finden sich Hinweise auf Atlantis, aus
denen hervorgeht, dass Atlantis hinter dem heutigen Gibraltar lag. Nach
dieser Überlieferung wurde der Kontinent innerhalb kürzester
Zeit durch Naturkatastrophen vernichtet. Die bisherigen Forschungsexpeditionen,
die nach Überresten des versunkenen Kontinents suchten, konnten jedoch
noch keine eindeutigen Ergebnisse erzielen.
Aura.
Begriff für den in verschiedenen Farben strahlenden feinstofflichen
Körper (Astralkörper), der den physischen Körper umgibt.
Mit dem fototechnischen Verfahren der Kirlian-Fotografie kann die Aura-Abstrahlung
sichtbar gemacht werden.
Ausserkörperliche
Erfahrung (kurz: AKE). Erfahrung ausserhalb des physischen Körpers
wie z.B. das Nahtoderlebnis, bei dem sich ein Sterbender bei vollem Bewusstsein
über seinem physischen Körper schweben sieht, oder der Schamanenflug.
Eine AKE kann auch im Zusammenhang mit Luzidiät stehen und durch
bestimmte Rituale oder Drogen herbeigeführt werden.
Aussersinnliche
Wahrnehmung (kurz: ASW). Wahrnehmung, die nicht durch die fünf
Sinne zustande kommt, wie Hellsichtigkeit und Telepathie.
Autogenes
Training. Methode der Selbst-Hypnose und Entspannung für das
Nervensystem, mit deren Hilfe man eine Tiefenentspannung des Körpers
herbeiführen kann. Das Autogene Training wurde von dem deutschen
Arzt Johannes H. Schultz (gest. 1870) begründet und von W. Luthe
weiterentwickelt. Das Autogene Training eignet sich vor allem bei negativem
(krankmachendem) Stress, Spannungen, Nervosität und psychosomatischen
Beschwerden.
Autosuggestion.
Alle Methoden, die zu einer Art Selbsthypnose oder Beeinflussung von
Körperfunktionen führen.
Avatar.
Im Hinduismus eine Inkarnation (Verkörperung) des Gottes Vishnu.
Die Anhänger eines Gurus betrachten ihren Meister als einen zum Mensch
gewordenen Gott und bezeichnen ihn daher häufig als Avatar.
Ayurveda-Medizin
(sanskrit: "ayur" = Leben; "veda" = Wissen). Aus Indien
stammende und wahrscheinlich älteste medizinische Schule (1000 v.
Chr.). Die Methoden der Ayurveda-Medizin werden heute noch als Gesundheitsvorsorge
praktiziert. Dabei werden alle Aspekte des Lebens bei der Behandlung berücksichtigt.
Ziel der Ayurveda-Medizin ist die Vorbeugung von Krankheiten. Daher werden
auch Behandlungen verwendet, durch die das Immunsystem gestärkt wird.
(Siehe auch unter Alternative Medizin und Holismus.)
Ätherisch.
Siehe Feinstofflich.
Ätherkörper
(auch: Ätherleib). Siehe Astralkörper.
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Bach-Blütentherapie. Von dem englischen Arzt und Homöopathen
Dr. Edward Bach (1886-1936) entwickelte Behandlungsmethode auf der Basis
von Blütenessenzen, die aus wildwachsenden Pflanzen gewonnen und
unter Berücksichtigung des psychologischen Zustands des Patienten
verordnet werden. Bach erkannte, dass das gefühlsmässige Empfinden
oder der mentale Zustand (z.B. Unruhe oder Hoffnungslosigkeit) zu Krankheitszuständen
führt. Zur Vorbeugung und Harmonisierung werden Psyche und Körper
mit Blütenessenzen gestärkt. In der Bach-Blütentherapie
gibt es insgesamt 38 Blütenessenzen, die nach einer speziellen Methode
hergestellt werden.
Bailey,
Alice (1880-1949). Ein Medium, das in insgesamt 18 Büchern
Material des tibetanischen spirituellen Meisters Djwhal Khul niederschrieb.
Dieser kommunizierte mit Alice Bailey auf telepathischem Weg. Die Botschaften
von Djwhal Khul wollen die Menschheit lehren, den Weg des spirituellen
Wachstums im Interesse des ganzen Planeten zu gehen.
Bahaviorale
Kinesiologie. Neue Wissenschaft, mit der sich zeigen lässt,
dass man an der Funktion von Muskeln erkennen kann, wie sich Umwelteinflüsse,
Nahrung, Kleidung, Musik und Gedanken auf den Menschen auswirken.
Bewussteinserweiterung.
Veränderte Wahrnehmung, die über das normale Alltagsbewusstsein
hinausgeht, so dass unbewusste Inhalte bewusst werden. Bewussteinserweiterung
wird u.a. durch bestimmte psychologische Übungen, durch Meditation
u.ä. herbeigeführt.
Bilokation.
Fähigkeit von Meistern, Heiligen und Zauberern, zur selben zeit
an zwei verschiedenen Orten zu erscheinen.
Blodynamische
Therapie. Von der Norwegerin Gerda Boyesen entwickelte psychotherapeutische
Methode, in der das Zusammenwirken von Körper und Psyche betont
wird. Dabei wird eine spezielle Massage verwendet, genannt "peristaltische
Massage", mit der die physiologischen Prozesse, die das Verdauungssystem
regulieren, beruhigt und entspannt werden. Gerda Boyesen fand heraus,
dass das Verdauungssystem besonders stark auf Stress und Angst reagiert
und wichtige Hinweise auf psychische Störungen liefert.
Bioenergetik.
Von Alexander Lowen und John Pierrakos entwickelte Körpertherapie,
die auf Theorien Wilhelm Reichs basiert und Psychotherapie mit verschiedenen
Atem- und anderen Körperübungen verbindet. Eine bekannte Übung
ist das sog. "grounding", bei dem ein fester Kontakt zum Boden
(engl.: ground) hergestellt wird. Die Bioenergetik berücksichtigt
die Ganzheit von psychischen und körperlichen Funktionen, in die
auch die Sexualität, miteinbezogen wird.
Biofeedback.
Methode zur Erlangung von Selbstkontrolle über körperliche
Vorgänge mit Hilfe eines elektronischen Geräts. Mit dem Biofeeback
kann man z.B. erlernen, den Blutdruck willentlich zu beeinflussen.
Biogenetics.
Von der Amerikanerin Norma Shealy entwickeltes Trainingsprogramm. Dabei
wird in 90 Tagen des Energieniveau gehoben und das allgemeine Wohlbefinden
gestärkt. Der Teilnehmer an einem Biogenetics-Programm erlernt
eine Selbsthilfemethode mit mentalen, körperlichen und psychischen
Übungen zur Entspannung und Körperkontrolle.
Biorhythmus
("Lebensrhythmus"). Ablauf der Lebensprozesse von Geburt an.
Anhand von drei verschiedenen Rhythmen kann man die positiven und kritischen
Aspekte im körperlichen, emotionellen und intellektuellen Bereich
errechnen.
Bodhisattva.
Ein Buddha, der sich noch einmal auf der Erde als Mensch verkörpert,
um als Lehrer und Vorbild zu dienen. Anhänger von Gurus betrachten
ihren Meister als Bodhisattva.
Boyesen,
Gerda. Begründerin der sog. Biodynamischen Psychologie, die
mit Hilfe von bestimmten Techniken eine Harmonie zwischen Geist und
Körper herstellt.
Buddhismus.
Von Siddharta Gautama, genannt "Buddha" ("der Erleuchtete"),
im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründete Religion, die in Asien bis
heute lebendig und weit verbreitet ist. Der Buddhismus lehrt weder blinden
Glauben noch Gehorsam, sondern vielmehr, wie man durch Selbsterkenntnis
und Meditation zur Wahrheit findet, das Leid des sterblichen Lebens
überwindet, um schliesslich aus dem Kreislauf der Wiedergeburt
erlöst zu werden und in den Zustand der Erlösung (Nirwana)
einzugehen.
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Capra, Fritjof. Der Physiker Fritjof Capra beschäftigt sich
mit den Parallelen zwischen der modernen Physik und den östlichen
Weisheitslehren. 1975 veröffentlichte er sein berühmt gewordenes
Buch "Das Tao der Physik". Auch seine späteren Werke gehören
zur Pflichtlektüre des New Age.
Capuera.
Von entlaufenen schwarzen Sklaven in Brasilien entwickelte, unbewaffnete
Kampkunst, die wie die asiatischen Kampfkünste Wert auf die Schulung
des Geistes legt. Capuera wird bei rhythmischer Musik trainiert.
Cayce,
Edgar (1877-1945). Ein berühmtes Medium, das als der "schlafende
Prophet" bekannt wurde. Die Botschaft, die Edgar Cayce übermittelte,
handeln von der Bestimmung der Menschheit. Cayce stellte in Trance jedoch
auch Diagnosen und gab detaillierte Behandlungsanweisungen. Den meisten
seiner Patienten aus aller Welt ist er niemals begegnet. (Siehe auch
unter Fernheilen).
Chakra
(sanskrit: Rad). Nach der indischen Vorstellung ein Energiezentrum im
Astralkörper. Entlang der Wirbelsäule bis zur Spitze des Kopfes
befinden sich insgesamt sieben Chakren, durch die Energie in den Körper
gelangt.
Channeling
(engl.: to channel = kanalisierten). Eine moderne, mediale Technik,
bei der Informationen aus dem transzendenten Bereich von Verstorbenen,
geistigen Führern oder anderen Wesenheiten an den Empfänger
übermittelt werden. (Siehe auch unter Medium.)
Chant
(engl.: Singsang). Monotoner Gesang. Die Indianer verwenden Chants,
z.B. zur Anrufung der Geister. (Siehe auch unter Schamanismus.)
Chi
(auch jap.: Ki). Das chinesische Wort für die Lebensenergie, die
in den sog. Meridianen durch den Körper fliesst.
Chinesische
Astrologie. Die auf dem Mondkalender (im Unterschied zur westlichen
Astrologie, in der die Sonne den Tierkreis beherrscht) basierende chinesische
Form der astrologischen Charakter- und Schicksalsdeutung. Die chinesische
Astrologie verwendet zwölf von Tieren symbolisierte Grundtypen
der Persönlichkeit.
Chirologie
(Handlesekunst). Die Chirologie besteht aus der Chirognomik, der Lehre
vom Ausdruck der Hand, und der Chiromantie, dem Wahrsagen aus den Handlinien.
Chiropraktik.
Von Daniel D. Palmer (1845-1913) begründete Behandlungsmethode
zur Ausrichtung der Wirbelsäule und Korrektur von Skelettverschiebungen,
die häufig die Ursache von Erkrankungen wie Migräne, Rückenschmerzen
bis hin zu Asthma sind.
Christliche
Meditation. Eine Form der westlichen Meditation, die vor allem auf
Ignatius von Loyola (1491-1556) zurückzuführen ist. Die christlichen
Meditationen bestehen aus gedanklichen Übungen und gehen oft in
Kontemplation (innere Versenkung) über.
Chua
K'a. Mongolische Massagemethode, die von Oscar Ichazo (siehe unter
Arica) wiederbelebt wurde. Die Methode basiert auf der Annahme, dass
sich traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit in den Muskeln ablagern
und durch Massage freigesetzt werden können.
Core-Energien.
Behandlungsmethode von John Pierrakos, die auf der Bioenergetik basiert.
Die Aktivierung der Core-Energien soll das Lebenskraftzentrum (Hara)
des Menschen stärken und die Kreativität fördern. Dabei
werden die Energieblockaden gelöst, so dass ein ungehinderter Fluss
der Lebensenergie möglich wird.
Co-Counselling
(engl.; dtsch. soviel wie "gegenseitige Beratung"). Eine Methode
zur Persönlichkeitsentwicklung, die in den fünfziger und sechziger
Psychotherapeuten Harvey Jackins entwickelt wurde. Co-Counselling zielt
darauf ab, Gefühlsblockaden und unterdrückte Ängste zu
lösen, die den freien Selbstausdruck und die Selbstverwirklichung
behindern. Normalerweise wird Co-Counselling zu zweit praktiziert. Die
Techniken können in einem vierzig Stunden umfassenden Grundkurs
und in verschiedenen Workshops erlernt werden. Die Co-Counselling-Therapeuten
nennen sich "Counseller" (dtsch.: "Berater").
COEX-System.
Ein Programm mit Musik zur Wiedererweckung von Träumen. Das COEX-System
wurde von dem tschechischen Psychologen Stanislav Grof entwickelt, der
heute in den USA arbeitet. Der Begriff COEX leitet sich von dem englischen
"condensed experiences" ab, was soviel bedeutet wie "verdichtete
Erfahrungen". COEX ist auch unter dem Begriff "Holotrophie"
bekannt. Das System geht von drei Ebenen der menschlichen Persönlichkeit
aus:
1. dem psychodynamischen Niveau, mit dem sich die traditionelle Psychoanalyse
beschäftigt, 2. der perinatalen Phase (die Phase als Fötus
im Mutterleib einschliesslich der Geburt), von der die Persönlichkeit
geprägt wird, 3. dem transpersonalen Bereich, in dem sich die Persönlichkeit
über die Ich-Grenzen hinaus und in die spirituelle Dimension hinein
erweitert.
Course
In Miracles (engl.; deutsch soviel wie "Kurs für Wunder").
Ein von der amerikanischen Professorin Helen Schucman entwickelter Kurs,
der auf die Veränderung und Entwicklung der Persönlichkeit
abzielt.
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Darshan. Der Anblick und das stille Zusammensitzen mit einem Guru
in der östlichen Tradition. Der Darshan ist ebenso wichtig wie die
direkte Unterweisung durch den Meister.
Delphinforschung.
Interdisziplinäre Wissenschaft von den Delphinen. Delphinforscher
gehen davon aus, dass Delphine über Emotionen, Sprach- und Denkfähigkeiten
verfügen.
Derwisch.
Der Meister der Sufis. Besonders bekannt sind die "Derwisch-Tänze",
bei denen sich der Tänzer lange Zeit im Kreis bewegt, um einen
veränderten Bewusstseinszustand herbeizuführen. Diese Form
des Tanzes wird im Westen auch als Whirling bezeichnet und praktiziert.
Deva
(sanskrit: Himmlisches Wesen). Geistwesen, die nach der Lehre der Theosophie
helfen, das Universum aufrechtzuerhalten. Sie werden auch die "Erbauer
der Formen" genannt. Devas wurden durch die Geschehnisse in der
Gemeinde von Findhorn bekannt.
Do-In
(Chin. do = Weg). Chinesische Technik zur Selbststimulierung, die in
den sechziger Jahren von dem Japaner Michio Jushi in den USA wiederbelebt
wurde. Do-In ist eine Kombination aus Bewegung, Massage, Meditation
und Visualisation. Durch die Stimulation der Haut werden die inneren
Organe durch eine Art Reflexübertragung angeregt.
Drittes
Auge. Das sechste Chakra, das sich auf der Stirn zwischen den Augenbrauen
befindet. Das Dritte Auge wird mit der Intuition und der spirituellen
Erkenntnis in Verbindung gebracht und gilt als Wahrnehmungsorgan für
das Paranormale.
Druide.
Keltischer Priester, Wahrsager und Heiler.
Dürckheim,
Karlfried Graf (1896-1988). Der Philosophieprofessor, Existentialpsychologe
und Zen-Meditationsmeister begründete die Initiatische Therapie.
Mit seiner Frau Dr. Maria Hippius rief er die Existential-Psychologische
Begegnungsstätte in Todtmoos-Rütte im Schwarzwald ins Leben.
Dort schrieb er auch 16 Bücher. Sein Werk basiert auf der westlichen
Mystik Meister Eckeharts und der japanischen Lehre des Zen-Buddhismus.
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EAS (Energetisches Ausgleichssystem.) Behandlungsmethode und Selbsthilfetechnik
durch örtliches gezieltes Handauflegen oder streichende Berührung
mit der Hand oder den Fingerspitzen. EAS soll die Energie im gesamten
Körper ausgleichen. (Siehe auch unter Magnetopathie und Reiki.)
Eckankar.
Glaubenslehre, die der geheimen Schule der sog. Eck-Meisterentstemmt
und von Paul Twitchell (1908-1971) ins Leben gerufen wurde. Durch eine
ununterbrochene Kette von Weisheitslehren wird nach der Vorstellung
von Eckankar die kosmische Strömung aufrechterhalten. Im Mittelpunkt
der Lehre steht die Selbsterkenntnis und die Zusammenarbeit mit Gott.
Die Mitglieder von Eckankar üben sich auch in der Kunst der Astralreisen.
Ego.
In der Esoterik bedeutet das Wort "Ego" das beschränkte
Ich des Menschen, das sich an kleinliche, egoistische Ziele klammert
und die Weiterentwicklung der Seele zum Höheren Selbst behindert.
Einweihung
(auch: Initiation). Die Aufnahme in eine esoterische Gemeinschaft und
das Erlangen von Geheimwissen. Die Einweihung vollzieht sich in verschiedenen
Stufen oder "Graden" und ist mit verschiedenen Ritualen verbunden.
Empowerment
Workshop. Kurs zur Persönlichkeitsentwicklung, der in den USA
von den Therapeuten David Gershon und Gail Straub entwickelt wurde.
In den Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie
Arbeit, Sexualität, Geld und Energie.
Encounter-Gruppen
("Begegnungs-Gruppen"). Methode der Psychotherapie und in
den 60ger Jahren eine weitverbreitete Form der Gruppentherapie.
Energie.
Grundlage aller Lebensformen und materiellen Manifestationen im Universum.
Bei den Chinesen als Chi bekannt. Die Yogis sprechen von derselben Urenergie
als "Prana", die sich durch die Energiekanäle (Nadis),
die bei den Chinesen Meridiane heissen, im Körper verteilt.
Energiemassage
(auch: "traditionelle japanische Massage"). Die Energiemassage
hat ihren Ursprung im 9. Jahrhundert in Japan. Bei der Massage wird
schneller Druck auf die Akupunktur-Punkte an den Meridianen ausgeübt.
Auch die Rücken und Schultermuskulatur mit speziellen Hand- und
Fingertechniken behandelt.
Engel
(griech.: angelos = Bote). Astralwesen, die keinen physischen Körper
haben. Engel erscheinen den Menschen. Sie sind die Mittler zwischen
Gott und dem Menschen. Jeder Mensch hat seinen persönlichen "Schutzengel",
der ihn beschützt und z.B. in Form der "inneren Stimme"
mit ihm kommuniziert. Die Welt der Engel soll einer hierarchischen Ordnung
folgen. Der Neuplatoniker Dionvsius Areopagita stellte im 5. Jahrhundert
eine Engelhierarchie auf, an deren Spitze die Seraphim stehen. Darauf
folgen die Cherubim, Throne, Herrschaften, Fürstentümer, Mächte,
Kräfte, Erzengel und Engel. Auch Rudolf Steiner beschrieb diese
Hierarchie. Bei ihm heissen die Seraphim "Wärmegeister".
Darauf folgen die Geister der Harmonien, die Geister des Willens, die
Geister der Weisheit, die Geister der Bewegung, die Geister der Form,
die Geister der Persönlichkeit, die Feuergeister und die Söhne
des Zwielichts oder des Lebens.
Enlightenment
Intensive (engl.; dtsch. soviel wie "intensive Erleuchtung").
Von dem Amerikaner Charles Berner entwickelte Gruppentherapie, die in
Europa von Jeffe Loce verbreitet wurde. Enlightenment Intensive arbeitet
mit Grossgruppen von bis zu 90 Teilnehmern. In den Gruppen wird nach
der Tradition des Zen-Buddhismus in vier Stadien über paradoxe
Fragen diskutiert (siehe auch unter Koan). Ziel der Gruppen ist, sich
von der Fixierung auf die eigene Person zu lösen.
Enneagramm
(griech.: ennea = neun; grammos = Punkt). Das Enneagramm ist ein
jahrtausend altes Symbolsystem zur Persönlichkeitsanalyse Ursprünge
im dunkeln liegen. Einigen Quellen zufolge soll es aus dem Sufismus
stammen. Auch G.I. Gurdjieff erwähnte das Eneagramm und verwendete
es in seiner Lehre. Oscar Ichazo, der Leiter des Arica-Instituts lehrt
die Bedeutung und Interpretation des Enneagramms. Das Enneagramm ist
ein offenes Neuneck aus je drei Triaden, dem neun Persönlichkeitstypen
zugeordnet werden. Die neun Typen sind wiederum in drei Triaden unterteilt
- die Gefühls-Triade, die Handlungs-Triade und die Beziehungs-Triade.
Jeder Typus resultiert aus einer Dialektik, die aus These, Antithese
und Synthese der psychologischen Eigenschaften, die diese Triade kennzeichnen,
besteht. Die Entdeckung des eigenen Persönlichkeits-Grundtyps in
einer Triade bildet den Anfang eines Prozesses der Selbsterkenntnis.
Entspannungstechniken.
Geistige und körperliche Übungen, die zur Entspannung von
Körper und Geist führen und die innere Harmonie wiederherstellen,
wie Autogenes Training. Biofeedback und bestimmte Yoga-Übungen.
Erleuchtung.
Die Erfahrung des Einswerdens mit dem Kosmos oder mit Gott. Im Zustand
der Erleuchtung lösen sich die Grenzen des Ichs auf und die endgültige
und absolute Wahrheit offenbart sich. (Siehe auch unter Nirwana.)
Erscheinung.
Das Auftauchen von Verstorbenen oder Engeln aus dem Nichts. Auch durch
das Phänomen der Bilokation kann ein Meister als Erscheinung wahrgenommen
werden.
Esalen-Institut.
Ein bekanntes Zentrum für Persönlichkeitsentwicklung in Big
Sur, Kalifornien, das 1962 von Michael Murphy und Richard Price gegründet
wurde. Wichtiger Konferenzort für New-Age-Pioniere und Vertreter
der transpersonalen Psychologie mit reichhaltigem Seminarangebot.
Esalen-Massage.
Am Esalen-Institut entwickelte "sanfte" Streich-Massage, bei
der langsam über den Körper gestrichen wird.
Esoterik
(griech.: esoterikos = innerlich). Das Geheimwissen, das ursprünglich
nur einem "inneren" Kreis von Eingeweihten (siehe Einweihung)
zugänglich war. Ein Entwicklungsprozess des menschlichen Bewusstseins,
der nur erfahrbar und erlebbar ist und nicht gelehrt werden kann. Die
sog. esoterischen Lehren werden durch Schriften (die "exoterisch",
das heisst nach aussen gerichtet, sind) verbreitet. Sie sind aber stets
mit Übungen und bestimmten Lebensweisen verbunden.
Essener.
Sekte und Gemeinschaft, die zu Lebzeiten Christi am Toten Meer lebte
und deren Lehre auf einem biogenischen (griech.: lebensspendend) Lebensstil
beruht. Der lakto-vegetabilen Ernährung (Milchprodukte, Obst, Gemüse,
Getreide, Nüsse) kam eine besondere Bedeutung zu.
EST
(Erhard Seminar Training; bedeutet im Lateinischen auch "es ist").
Von Werner Erhard (geb. 1935; bürgerlicher Name: Jack Rosenberg),
entwickelte und 60 Stunden dauernde Kurztherapie. Beim EST-Training
werden Methoden der Denkmuster-Zerstörung mit darauf folgendem
Wiederaufbau der Persönlichkeit verwendet.
Eutonie
("harmonische Spannung"). Von der Dänin Gerda Alexander
(geb. 1908) entwickelte körperliche und geistige Übungen zur
Harmonisierung von Körper und Psyche. Eutonie ist ein westlicher
Weg zur Erfahrung der körperlich-geistigen Einheit des Menschen.
Durch die bewusste Erfahrung der eigenen Körperlichkeit wird die
Kreativität entfaltet und die soziale Kontaktfähigkeit verbessert.
Der ausgeglichene Spannungszustand, der durch die Übungen der Eutonie
bewirkt wird, steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die
Leistungsfähigkeit.
Eurythmie
("harmonische Bewegung"). Siehe unter Steiner, Rudolf und
Tanz.
Evolution.
Die allmähliche Weiterentwicklung des Menschen und seines Bewusstseins.
Exorzismus.
Die Austreibung von Dämonen aus einem Besessenen oder von Poltergeistern
aus Häusern, in denen es spukt. Als Exorzisten betätigen sich
nicht nur Vertreter der katholischen Kirche, sondern auch Medien oder
Geistheiler.
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Fakir (arab.: fagir = der Bescheidene). Ursprüngliche Bezeichnung
für einen Sufi. Heute ist ein Fakir meist ein indischer Wundertätiger,
der über aussergewöhnliche körperliche Fähigkeiten verfügt.
Die bekanntesten Demonstrationen eines Fakirs sind das sitzen auf dem Nagelbrett
und das Barfusslaufen über glühende Kohlen. (Siehe auch unter
vegetative Veränderungen.)
Farbtherapie.
Methode der Psychotherapie, bei der Farben eingesetzt werden. In den 40iger
Jahren entwickelte Dr. Max Lüscher den sog. Lüscher-Test. Die
Vorliebe eines Menschen für eine bestimmte Farbe gibt Aufschluss
über seine Persönlichkeit. Darüber hinaus hat die Forschung
gezeigt, dass Farben auch physiologische Wirkungen haben. Rot beispielsweise
erhöht den Blutdruck und den Herzschlag.
Feinstofflich.
Begriff aus dem esoterischen Jargon, der übertragen "nichtstofflich"
bedeutet. Mit den feinstofflichen Energien sind Strukturen gemeint, die
weniger dicht sind als materielle Energien. Die Lebensenergie Chi zum
Beispiel kann als feinstoffliche Energie bezeichnet werden.
Feldenkrais-Technik.
Von dem ehemaligen Ingenieur und Atomphysiker Moshé Feldenkrais
(1904-1984) entwickelte Körpertechnik, die Bewusstheit durch Bewegung
lehrt. Ähnlich der Alexander-Technik wird in der Feldenkrais-Methode
die Wechselbeziehung von Körper und Geist betont. Die Technik besteht
aus dem funktionalen Integrieren durch vorsichtige Manipulationen des
Körpers mittels Bewegung. Darüber hinaus wird eine Koordinierung
der Gedanken angestrebt und eine Veränderung im motorischen Zentrum
im Gehirn bewirkt. Heute wird die Feldenkrais-Methode auch in der Rehabilitation
von Menschen mit neurologischen Störungen und eingeschränkter
Bewegungsfähigkeit eingesetzt.
Fernheilen
(auch: Geistheilen). Heilung mittels Gedankenkraft ohne die persönliche
Anwesenheit des Patienten. Fernheilung wird von sog. Geistheilern praktiziert,
die Patienten auf der ganzen Welt mittels Fernheilung helfen können.
Aus Experimenten geht hervor, dass der Patient bei der Fernheilung eine
messbare Physiologische Reaktion zeigt.
Findhorn.
Nach einem schottischen Fluss benannte New-Age-Gemeinschaft an der Küste
Nordschottlands, die in den sechziger Jahren von Peter und Eileen Caddy
auf grund einer spirituellen Botschaft gegründet wurde. Auf Anweisung
von Naturgeistern, den Devas, begann die Gemeinschaft, auf der unwirtlichen
Halbinsel einen Garten anzulegen, der sich in kurzer Zeit zu einem erstaunlichen
Erfolg entwickelte. Findhorn zieht seither Besucher aus aller Welt an,
die kommen, um die üppig wachsenden Pflanzen in dem magischen Garten
zu bestaunen.
Fischer-Hoffman-Prozess
(auch: Quadrinity Process). Eine besondere Form der Gruppentherapie aus
der Transpersonalen Psychologie. Der Fischer-Hoffman-Prozess baut auf vier
Aspekten des Menschen (Körper, Wissen, Intellekt und Spiritualität)
und deren Harmonisierung auf. (Siehe auch unter Quadrinity-Prozess.)
Fit
For Life (engl.; dtsch. "fit fürs Leben"). Von den
amerikanischen Therapeuten Herbert M. Shelton und Harvey Diamond entwickeltes
Lebensführungssystem. Die Methode basiert auf dem positiven Denken
und misst der Ernährung eine wichtige Bedeutung bei.
Floating
(engl.: Treiben, Schweben). Baden in temperiertem Salzwasser in einem
geschlossenen Isolationstank (Samadhi-Tank). Floating führt eine
Tiefenentspannung herbei. Die Methode wurde von dem amerikanischen Arzt
John C. Lilly in den fünfziger Jahren entwickelt.
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Gala-Hypothese (nach der griech. Erdgöttin "Gala").
Von dem Chemiker und Klimatologen Dr. James Lovelock und der Mikrobiologin
Lynn Margulis formulierte wissenschaftliche These, nach der man die Erde
als ein sich selbst regulierendes Ökosystem und als lebendigen Organismus
betrachten kann.
Ganzheitlich.
Begriff aus dem New-Age-Jargon, der auf der Vorstellung basiert, dass
"das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile." (Siehe auch
unter Holismus.)
Gedankenlesen.
Populärer Ausdruck für Telepathie.
Geführte
Imagination. In den fünfziger Jahren von dem Psychologen Hanscarl
Leuner entwickelte Visualisations-Technik zur Selbsterforschung, bei der
die Klienten aufgefordert werden, bestimmte Bilder in ihrer Vorstellungen
zu erzeugen, die Aufschluss über psychische Inhalte geben.
Geistheilen.
Siehe unter Fernheilen und Geistheiler.
Geistheiler.
Heiler mit übernatürlichen Kräften, die über grosse
Entfernungen hinweg oder ohne körperliche Intervention am Patienten
Krankheiten heilen können. (Siehe auch unter Fernheilen.)
Geistige
Führer. Nicht verkörperte Wesenheiten, die sich z.B. in
Form der inneren Stimme, in Träumen oder durch medial übermittelte
Botschaften bemerkbar machen. Auch Schutzengel (siehe Engel) und verstorbene
spirituelle Lehrer können als geistige Führer wirken.
Geller-Effekt.
Nach dem Israeli Uri Geller benannter Effekt, bei dem seich Löffel
und andere Besteckteile mit Hilfe von Gedankenkraft verbiegen. (Siehe
auch unter Psychokinese und Verbiegungen.)
Geomantie.
Die Lehre von den kosmischen Beziehungen von Orten oder Bauwerken auf
der Erde. In früheren Jahrhunderten wurden sakrale Bauwerke häufig
an sog. Kraftorten (siehe unter Ort der Kraft) errichtet. Früher
war die Geomantie auch eine Form des Wahrsagens, wobei bestimmte Gegenstände
auf den Boden geworfen und ihre Lage gedeutet wurde.
Gesprächstherapie.
Von dem Psychologen Carl Rogers entwickelte und aus der humanistischen
Psychologie stammende psychotherapeutische Methode, die als klientenzentriere
Gesprächstherapie bekannt ist. Durch die Technik des "aktiven
Zuhörens" und die völlige Akzeptanz des Klienten übernimmt
der Therapeut die Funktion eines "Spiegels." Mit Hilfe dieser
Methode kann der Klient seine Gefühle und sein Verhalten erkennen,
ergründen und verändern.
Gestalttherapie.
Von dem Psychologen Fritz Perls entwickelte psychotherapeutische Methode.
Sie geht davon aus, dass jeder Mensch für seine Handlungen voll verantwortlich
ist. Ziel ist es, die Menschen dazu zu bringen, in der Gegenwart zu leben,
indem offene "Gestalten" (Wechselbeziehungen zwischen Menschen
und ihrer Umgebung) aus der Vergangenheit geschlossen werden. Sog. "unerledigte
Geschäfte" (ungeklärte Beziehungen oder Konflikte, die
nicht ausgetragen werden konnten), werden zu einem Abschluss gebracht.
Glastonbury.
Stadt in der englischen Grafschaft Sommerset, die von einem sagenumwobenen
Hügel überragt wird. Glastonbury hat eine jahrhundertealte Bedeutung
als spirituelles Zentrum. Überlieferungen zufolge soll es sich bei
diesem Ort um das legendäre Avalon aus der Arthus-Sage handeln.
Graphologie
(Handschriftenanalyse). Die Charakteranalyse eines Menschen aufgrund seiner
Handschrift.
Gurdjieff,
Georg Iwanowitsch (1873-1949). Russischer Esoteriker griechisch-armenischer
Abstammung und spiritueller Lehrer. Gurdjieff suchte nach einer einzigen
Weltreligion und verband den Sufismus mit der Esoterik. Sein Werk zielt
darauf ab, die wahre Essenz des Selbst zu erkennen. 1922 gründete
Gurdjieff im Schloss Avon bei Fontainebleau in Frankreich das "Institut
zur harmonischen Entwicklung des Menschen," wo er bis zu seinem Tod
lehrte und umfangreiche Werke verfasste.
Guru
(sanskrit: Lehrer). In der östlichen Tradition der spirituelle Lehrer
oder Meister.
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Hahnemann, Samuel H. (1755-1843). Arzt und Vater der Homöopathie.
Hahnemann war von den Praktiken und Erfolgen der Schulmedizin enttäuscht,
weshalb er seine Praxis aufgab und sich der Forschung widmete. Anhand von
Experimenten und Selbstversuchen mit Chinin entdeckte er schliesslich die
Homöopathie. Seine Veröffentlichungen gelten auch heute noch als
Standardwerk der Homöopathen.
Hakomi.
Von Ron Kurtz entwickelte Methode, die aus körperlichen und geistigen
Übungen besteht, um die Leistungsfähigkeit zu steigern.
Hara
(jap.: Bauch). Der anatomische Mittelpunkt des Körpers, der nach
den östlichen Lehren gleichzeitig auch der Ort ist, an dem sich die
Lebenskraft sammelt. Daher spricht man auch davon, dass man "in seine
Mitte kommt" oder sich "zentriert". Die Körpermitte
oder das innere Zentrum des Menschen spielt vor allem im Zen-Buddhismus
und in der östlichen Kampfkunst eine wichtige Rolle.
Hatha
Yoga (sanskit: Ha = Sonne, tha = Mond). Einer der vier Hauptzweige
des Yoga. Nach der Yoga-Lehre fliesst die Sonnenenergie durch die rechte,
die Mondenergie durch die linke Körperhälfte. Im Hatha Yoga,
der auch im Westen weit verbreitet ist, werden bestimmte Stellungen (Asanas),
Atemübungen (Pranayama) und Körperübungen praktiziert,
um Ruhe und Harmonie herzustellen.
Hellerwork.
Eine Bindegewebsmassage in elf Behandlungen. Dabei werden die Muskelverspannungen
im Nacken, Rücken und Schultergürtel gelöst. Hellerwork
beseitigt negativen Stress und fördert die Blutzirkulation.
Hellsichtigkeit
(auch: "Hellsehen"). Eine mediale Fähigkeit und Erscheinungsform
der aussersinnlichen Wahrnehmung. Beim Hellsehen sieht das Medium Ereignisse
voraus oder nimmt Verstorbene wahr, mit denen es kommunizieren oder Botschaften
empfangen kann. Hellsichtigkeit tritt spontan auf, kann aber auch unter
Hypnose oder im Trancezustand herbeigeführt werden.
Hermetik.
Spirituelle Tradition, auf der die europäische Esoterik seit der
griechischen Antike aufbaut. Der Name leitet sich von dem griechischen
Gott Hermes Trismegistos ab. Ein wesentlicher Bestandteil der Hermetik
ist das analoge Denken (das Denken in Analogien), wobei die verschiedenen
Phänomene der Welt in ihrer Wechselbeziehung zueinander betrachtet
werden.
Hexe.
Weise Frau, Priesterin und Heilerin. Heute wird das Hexenwesen durch die
Bemühungen um die weibliche Spiritualität wiederbelebt. Moderne
Hexen knüpfen an die Naturreligion ihrer Vorgängerinnen an,
die Wicca genannt wird.
Höheres
Selbst. Begriff für den Teil der menschlichen Gesamtpersönlichkeit,
der mit der spirituellen Dimension verbunden ist. Aus dem Höheren
Selbst kann der Mensch Erkenntnisse und Lehren für seine Bewusstseinsentwicklung
beziehen. Die innere Stimme ist zum Beispiel eine Möglichkeit, um
mit dem Höheren Selbst zu kommunizieren.
Holismus
(Ganzheitslehre). Von J.C. Smuts geprägter Begriff. Im Gegensatz
zum Reduktionismus, der die Funktionsweise der Einzelteile eines Systems
ergründet, besagt der Holismus, dass der Kosmos aus vollkommenen
Systemen oder Ganzheiten besteht. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner
Teile - daraus entsteht eine umfassendere Wirklichkeit. Dieses Prinzip
ist auch als Synergie bekannt. Arthur Koestler erklärte den Holismus
damit, dass man "das Wesen einer Kathedrale nicht erfassen kann,
indem man ihre Bausteine analysiert."
Holistische
Medizin. Die holistische Medizin betrachtet Körper, Geist und
Psyche als eine Einheit. Sie geht von der Vorstellung aus, dass Gesundheit
von der Harmonie dieser drei Komponenten und der harmonischen Beziehung
des Einzelnen zu seinen Mitmenschen und der Umwelt abhängig ist.
Krankheit ist in der Sichtweise der holistischen Medizin eine Störung
der Harmonie. Deshalb macht die Wiederherstellung der Gesundheit viel
umfassendere bzw. ganzheitlich orientierte Behandlungsmethoden erforderlich,
als sie in der herkömmlichen Schulmedizin verwendet werden. Heute
gibt es bereits viele Schulmediziner, die eine holistische medizinische
Perspektive entwickeln. sie kombinieren die Schulmedizin mit verschiedenen
alternativen Heilmethoden. (Siehe auch unter Alternative Medizin.)
Homöopathie
(griech.: homoios = ähnlich; pathos = Krankheit). Von dem deutschen
Arzt Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert entdeckte Heilmethode, die sich
in vieler Hinsicht von der Allopathie unterscheidet. Die Homöopathie
behandelt nämlich den Menschen und nicht die Krankheit. Sie geht
davon aus, dass dieselbe Krankheit bei verschiedenen Menschen in unterschiedlicher,
individueller Form zum Ausdruck kommt. Deshalb berücksichtigt der
Homöopath bei der Behandlung und der Wahl der Mittel die Persönlichkeit
des Patienten. Ein weiteres Hauptprinzip der Homöopathie lautet,
Gleiches mit Gleichem zu heilen. Nach dieser Methode heilten bereits Hippokrates
und Paracelsus. Der Homöopath wählt das Mittel, das den im Krankheitsbild
auftauchenden Symptomen entspricht. Hahnemann kam auf den genialen Gedanken,
Kranke mit genau jenem Mittel zu behandeln, das bei Gesunden dieselben
Symptome auslösen würde wie die, an denen der Kranke leidet.
Die homöopathischen Mittel werden in verschiedenen Verdünnungen
(Potenzen) verabreicht. Dabei wird die Wirkung oft grösser, je höher
die Verdünnung ist. Bei den homöopathischen Mitteln besteht
keine Gefahr von Nebenwirkungen. Sogar in der Tiermedizin wird die Homöopathie
mit Erfolg angewendet.
Horoskop.
In der Astrologie verwendetes und aus den Geburtsdaten eines Menschen
berechnetes Diagramm zur Deutung der Persönlichkeit und des Lebenswegs.
Horoskope können auch für Länder, Verträge u.ä.
erstellt werden.
Humanistische
Psychologie. >
Maslow, Abraham.
Huna.
Huna leitet sich von "Kahuna" ab, dem traditionellen Priester
und Magier auf Hawaii. Unter dem Namen "Huna" oder "Huna-Magie"
wird heute die geheime Lehre der Kahunas unterrichtet. Sie wurde angeblich
von dem Engländer Max F. Long entschlüsselt, ohne dass er selbst
jemals in diese Lehren eingeweiht worden war.
Hydrotherapie.
Heilbehandlung mit Quellwasser. Die Hydrotherapie geht auf eine Methode
des 19. Jahrhunderts zurück, die von Vincent Priessnitz entweickelt
wurde. Neben dem Trinken von Heilwasser werden Bäder und feuchte
Wickel verwendet. Ein weiterer Vertreter der Hydrotherapie war Pfarrer
Kneipp, der verschiedene Kurbäder in Deutschland und Österreich
gründete. Heilquellen enthalten Mineralstoffe und Salze, die auch
durch die Haut vom Körper aufgenommen werden. Die heilsame Wirkung
von Wasseranwendungen war bereits den Griechen und Römern bekannt.
Hypnose
(griech.: hypnos = Traum). Eine Art Trance, die bereits in Ägypten
bekannt war und im 18. Jahrhundert von Franz Mesmer wiederentdeckt wurde.
Die Hypnose ist ein Zwischenstadium zwischen Schlafen und Wachen, in dem
die normale Kritikfähigkeit erhalten bleibt. Unter Hypnose verliert
man jedoch die Selbstkontrolle, weshalb die hypnotisierte Person sehr
stark beeinflussbar ist. Hypnose wird durch Entspannungstechniken und
verbale Suggestion herbeigeführt. Die Ansprechbarkeit auf Hypnose
ist jedoch individuell verschieden. Hypnose kann zu medizinischen Zwecken
eingesetzt werden, aber auch zur Rückerinnerung an frühere Leben.
(Siehe auch unter Rückführung.)
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I Ging (chin.: "Das Buch der Wandlungen"). Vor über
3000 Jahren in China von König Wen Wang und seinem Sohn Chou verfasstes
Weisheits- und Orakelbuch. Um das Orakel zu befragen, werden Schafgarbenstengel
oder Münzen geworfen. Aus den Kombinationen ergeben sich 8 Trigramme
(Zeichen mit drei Strichen) und 64 Hexagramme (Zeichen, die sich aus zwei
Trigrammen zusammensetzen. Jedes Zeichen wird zur Deutung verwendet, wobei
es eine bestimmte Lebenssituation symbolisiert.
Individuation.
Von Carl Gustav Jung geprägter Begriff aus der Analytischen Psychologie,
dessen zentrale Bedeutung die Selbstverwirklichung oder der Weg zum wahren
Kern des Wesens, dem Selbst, ist. Die Individuation ist der lebenslange
Prozess der Reifung und Ganzwerdung des Individuums.
Initiation
(lat.: Einweihung). Rituelle Einführung in eine esoterische Gemeinschaft.
Inkarnation
(lat.: Fleischwerdung). Die Verkörperung der Seele als Mensch. Eine
Inkarnation ist das Leben oder die Zeit, die die Seele in einem bestimmten
Körper zubringt.
Intuition
(von lat.: intueri = betrachten). die Fähigkeit der unmittelbaren
Einsicht oder Erkenntnis ohne bewusste Reflexion. Die Intuition macht
sich häufig in Form der inneren Stimme bemerkbar. Die intuitive Wahrnehmung
geschieht über das Unbewusste, das heisst über Erkenntnisblitze
oder Einsichten unbewussten Ursprungs.
Invokation
(lat.: Anrufung). Die Anrufung eines Geistes oder einer Gottheit. Die
Invokation ist häufig Teil eines Rituals.
Irisdiagnose.
Diagnosemethode, die in der Naturheilkunde verwendet wird. Aus der
Färbung und Klarheit der Augen, insbesondere der Iris, lassen sich
aktuelle Krankheiten sowie Krankheitsdispositionen erkennen. Dabei wird
eine von dem Arzt Bernhard Jensen entwickelte Augendiagnosetafel verwendet.
Jensen unterteilte das Auge in über fünfzig Sektoren, die den
verschieden Organen und Körperteilen zugeordnet sind. Die Irisdiagnostik
war bereits bei Hippokrates bekannt. Im Jahre 1881 wurde sie von dem ungarischen
Arzt Ignaz von Peczely bekannt gemacht.
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Jenseits. Ausdruck für den körperlosen Zustand der Seele,
in dem sich die Verstorbenen befinden. Medien empfangen Botschaften aus
dem Jenseits. Menschen, die eine Nahtoderfahrung oder eine Astralreise machen,
werfen einen Blick ins Jenseits.
Jin
Shin. Eine hochentwickelte Form der Akupressur, bei der man mit dem
Finger auf bestimmte Druckpunkte des Körpers presst. Jin Shin setzt
Spannungen frei und stellt die Harmonie zwischen allen Körperbereichen
wieder her.
Jin
Shin do. Von der Amerikanerin Iona Marsa Teeguarden entwickelte Akupressur-Methode.
Jin Shin Do enthält ausserdem Meditationstechniken, Ernährungsrichtlinien
und Körperübungen.
Jin
Shin Jyutsu. Akupressur-Methode, die Anfang dieses Jahrhunderts von
Jiro Mural entwickelt wurde. Jin Shin Jyutsu ist eine Art Energieausgleich
mit Akupressur. Die Energieströme in den Meridianen und Akupunktur-Punkten
werden mit den Händen ertastet und stimuliert. Jin Shin Jyutsu kann
auch als Selbsthilfemethode praktiziert werden.
Jung,
Carl Gustav
(1875-1961). Schweizer Tiefenpsychologe und Begründer
der Analytischen Psychologie, dessen Werk der heutigen Esoterik den Weg
bereitet hat. Die Psychologie Jungs geht weit über den üblichen
Rahmen der Psychologie hinaus. Jung bezog die spirituelle Dimension mit
ein und befasste sich u.a. mit Alchemie, Astrologie, der Symbolik der
Mantras, dem I Ging, östlichen Religionen und der Interpretation
von Träumen und Mythen. Die Aktualität der Jungschen Psychologie
liegt für viele Denker und Psychologen des New Age darin, dass sie
die transpersonale Dimension berücksichtigt und den Menschen in einem
lebenslangen Prozess der Reifung und Ganzwerdung (Individuation) begreift.
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Kabbala (hebr.: Überlieferung). Die Geheimlehre des Judentums,
die ursprünglich mündlich und erst ab dem 7. Jahrhundert schriftlich
überliefert wurde. Das bedeutendste Buch der Kabbala, der Sohar (Buch
des Glanzes), schlüsselt den Mystizismus der Lehre auf. Im kabbalistischen
Weltverständnis führt der Weg zu Gott über die zehn Sephirot
(Strahlen) oder Energiemanifestationen, durch die Gott sich in der Welt
verwirklicht und die als "Baum des Lebens" dargestellt werden.
Der Baum des Lebens symbolisiert die sich stufenweise vollziehende Vervollkommnung
des Menschen. Dieses Ideal ist als Adam Kadmoni, der ewige Adam, in fast
allen esoterischen Schulen bekannt.
Kahuna.
Eine ursprünglich von den Philippinen, später aus Hawaii stammende
Behandlungsmethode mit den Händen. Kahuna wird zur Stimulation des
Energieflusses im Körper verwendet.
Kampfkunst
(im Westen auch: "Kampfsport"). Die heute bekannten Kampfkunstarten
wurden wahrscheinlich von dem buddhistischen Mönch Bodhidharma um
500 v. Chr. von Indien nach China gebracht. Die Legende besagt, dass Bodhidharam
die Mönche des Shao-Lin-Klosters in einer unbewaffneten Selbstverteidigungstechnik
unterreichtet, die den Ursprung für viele der auch heute noch praktizierten
Kampfsportarten bildet. (Siehe auch Aikido, Capuera, Tai Chi). Die östlichen
Kampfsportarten haben einen spirituellen Hintergrund, weshalb man sie
nicht nur als "Sport" betrachten kann. Vielmehr sind sie eine
Methode, um Körper und Geist in Einklang miteinander zu bringen und
die geistige und körperliche Konzentration zu schulen.
Karma
(sanskrit: wirken). Begriff aus dem Hinduismus und Buddhismus. Karma ist
die Auswirkung von Handlungen eines früheren Lebens (Inkarnation)
auf ein späteres. Es ist die Summe aller Taten, Gedanken und Gefühle
in diesem und allen vergangen Leben. Das Karma bestimmt die nächste
Wiedergeburt, da der Mensch durch sein Handeln in diesem Leben die Voraussetzungen
und Bedingungen seines nächsten Lebens bewirkt. (Siehe auch unter
Reinkarnation).
Ki-Training
(jap.: Ki = Lebensenergie). Das Ki-Training besteht aus verschiedenen
körperlichen und mentalen Übungen aus der chinesischen und japanischen
Philosophie und Medizin. Durch die Aktivierung und Steigerung der Lebensenergie
werden u.a. geistige Blockierungen gelöst und die Konzentrationsfähigkeit
verbessert. (Siehe auch unter Chi.)
Kirlian-Fotografie.
Von dem russischen Ingenieur Semjon Kirlian zwischen 1939 und 1958 entwickeltes
Hochfrequenz-Fotografie-Verfahren, mit dem man die Aura oder das Energiefeld
auf einer Fotoplatte sichtbar machen kann. P. Mandel entwickelte daraus
die "Energetische Terminalpunkt-Diagnose." Damit soll es möglich
sein, anhand der Aura-Abstrahlung Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand
der fotografierten Person zu ziehen. Viele Forscher halten diese Methode
jedoch für umstritten.
Klartraum.
Ein Traum, in dem der Träumende weiss, dass er träumt und in
dem er das Traumgeschehen beeinflussen kann. Klarträume werden auch
als luzide Träume bezeichnet, ein Begriff der bereits 1913 von Frederik
van Eeden geprägt wurde. Klarträume unterscheiden sich von anderen
Träumen. Die Grenze zu ausserkörperlichen Erfahrungen ist in
Klarträumen fliessend. (Siehe auch unter Luzidität).
Koan.
Frage oder Ausspruch im Zen-Buddhismus. Ein Koan wird meist als Dialog
zwischen Meister und Schüler formuliert. Der Inhalt eines Koans ist
schwer verständlich oder erscheint rationell betrachtet verwirrend
oder unlogisch. Ein viel zitiertes Beispiel ist die Frage: "Wie hört
sich das Klatschen einer Hand an?" Der tiefere Sinn eines Koans besteht
darin, die normalen Grenzen des rationellen Denkens zu überschreiten
und feste Denkmuster auf zubrechen.
Kontemplation
(lat.: contemplari = betrachten). Eine Form der christlichen Meditation.
Die Kontemplation ist eine Vertiefung in das Innere, ohne Bilder, Gedanken
und Vorstellungen vor dem geistigen Auge aufsteigen zu lassen. Beispiele
für diese Art von Versenkung sind das Schweigen, die Herzensbitten
und die Jesus-Gebete.
Kornkreise.
Kreisförmige oder geometrische Figuren in Getreidefeldern, die in
den letzten Jahren besonders in England beobachtet wurden und viele Rätsel
aufgeben. In der Umgebung von Kornkreisen sind keinerlei Spuren eines
Verursachers zu finden.
Körperarbeit.
Überbegriff für alle Therapien, die den Körper in den psycho-physischen
Heilprozess einbeziehen. Der Vater der modernen Körpertherapien ist
der Psychiater Wilhelm Reich. Reich entdeckte, dass sich z.B. Ängste
im Körper festsetzen und sich in Form von Verspannungen, dem sog.
Muskelpanzer, ausdrücken. Bei der Körperarbeit werden daher
u.a. Atem- und Massagetechniken verwendet. Dadurch wird sowohl die Lockerung
des Muskelpanzers als auch eine Freisetzung von unterdrückten Emotionen
bewirkt. Zu den bekanntesten Methoden der Körperarbeit zählen
die Alexander-Technik, Bioenergetik, Feldenkrais-Methode, Rebirthing und
Rolfing, um nur einige unter zahlreichen Techniken zu nennen.
Kräuterheilkunde
(Phytotherapie). Heilmethode, bei der Heilkräuter als Arzneimittel
verwendet werden. In der anthroposophischen Medizin (siehe Anthroposophie)
spielen Heilkräuter eine wichtige Rolle, ebenso in der modernen Naturheilkunde
und alternativen Medizin. Eine weltberühmte Kräuterheilkundige
ist Maria Treben, deren Heilerfolge die Wirksamkeit der Phytotherapie
belegen.
Krishnamurti,
Jiddu (1895-1986). Der indische Weisheitslehrer J. Krishnamurti wurde
als junger Mann von den Theosophen (siehe Theosophie) als ihr neuer Messias
betrachtet. Die Theosophen gründeten für ihn den Orden "Star
of the East." Doch Krishnamurti wählte einen anderen Weg und
weigerte sich, ein religiöser Lehrer zu werden. 1929 löste er
den Orden der Theosophen wieder auf. Statt dessen lehrte er später
in Indien, Amerika und der Schweiz. Das Kernprinzip seiner lehre besagt,
dass der Mensch sich von allen Glaubensvorstellungen und den Fesseln des
Egos, das eine Ansammlung von Gedanken, Erinnerungen und Wunschvorstellungen
ist, befreien muss. Auf diese Weise soll man die Wahrheit über sich
selbst erkennen.
Kristalle.
Bereits die ägyptischen Priester wussten um die Macht und Heilkraft
von Kristallen. Auch die Azteken und Inkas benutzten Halbedelsteine zur
Weissagung. In der New-Age-Bewegung erwachte das Interesse an Kristallen
und Edelstein erneut, und zwar besonders in Hinsicht auf Heilung und die
spirituelle Entwicklung. Die verschiedenen Kristalle und Edelsteine besitzen
bestimmte Heileigenschaften und werden deshalb bei körperlichen und
emotionellen Leiden eingesetzt. Dabei werden sie entweder am Körper
getragen oder auf die entsprechende Körperstelle gelegt, um die Heilung
zu unterstützen.
Kübler-Ross,
Elisabeth. Die in der Schweiz geborene und heute in den USA lebende,
mit 18 Ehrendoktortiteln ausgezeichnete Ärztin Dr. Elisabeth Kübler-Ross
ist eine führende Persönlichkeit in der Beratung von Sterbenden
und deren Angehörigen. Sie tritt in ihren Büchern und Seminaren,
die sie in allen Teilen der Welt durchführt, für eine Humanisierung
des Sterbens ein. Inzwischen widmet sich Dr. Kübler-Ross AIDS-Kranken
und hat in Amerika eine Farm gegründet, auf der an AIDS erkrankte
Kinder leben.
Kult.
Ausübung einer Religion innerhalb bestimmter Regeln und Rituale.
Kundalini
(sanskit: Schlange). In den heiligen Schriften der Hindus als zusammengerollte
Schlange dargestellte Energie, die an der Basis der Wirbelsäule verborgen
ist und durch Meditation oder Yoga-Übungen geweckt werden kann. Bei
der Erweckung der Kundalini steigt die Energie entlang der Wirbelsäule
nach oben auf und aktiviert die sieben Chakren, bis sie das oberste oder
Scheitelchakra erreicht, wo sie das Erlebnis der Erleuchtung oder das
Transzendieren des Bewusstseins bewirkt. Dieser Effekt sollte aber nicht
unvorbereitet oder ohne Lehrer herbeigeführt werden, da er sonst
gefährliche Auswirkungen haben kann.
Kunsttherapie.
In verschiedenen Schulen für die Persönlichkeitsentwicklung
wird die Kunst, besonders das Malen, verwendet, um verborgene Wesensanteile
zum Ausdruck zu bringen. Eine Therapiemethode, in der die Kunst eine wichtige
Rolle spielt, ist beispielsweise die Psychosynthese.
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Landmarkierungen. Linienverbindungen zwischen prähistorischen
Stätten, die A. Watkins (1855-1935) als erster zwischen den Megalithen
in Grossbritannien entdeckte. Untersuchungen lieferten immer mehr Beweise
dafür, dass die prähistorischen Steinmonumente in einer geometrischen
Beziehung zueinander errichtet wurden. Die Linien bilden ein geometrisches
Netz, das den ganzen Erdball umspannt. Der Zweck der Landmarkierungen ist
unklar.
Laterales
Denken. Methode der Gedankenstrukturierung von dem Psychologen de
Bono. Dabei werden Problemlösungen erarbeitet, indem sog. "Mind
Maps" (engl.: geistige Landkarten) angelegt werden. Die Denkvorgänge
werden in einer speziellen "Kartentechnik" geordnet.
Lebensbaum.
Symbol aus der Kabbala, das die zehn Urenergien der Schöpfung
und ihre Wechselbeziehung zueinander darstellt.
Levitation.
Durch paranormale Kräfte hervorgerufenes freies Schweben in der
Luft. Die heilige Theresa von Avila soll diese Fähigkeit besessen
haben. Ein weiterer katholischer Mönch, der Heilige Joseph von Copertino
(1603-1663) wurde sogar als der "fliegende Mönch" bekannt.
Auch im Zusammenhang mit Poltergeistphänomenen wird die Levitation
sowohl bei Mensch als auch bei Gegenständen beobachtet. In der transzendentalen
Meditation wird die Fähigkeit zur Levitation durch stetige Übung
in der Meditation erlangt.
Logurgie
(auch: "Geistchirurgie"). Operationen, die von Geistheilern
wie dem philippinischen Heiler Tony Agpaoa durchgeführt werden. Der
Geistoperateur behandelt den physischen Körper (nicht den feinstofflichen
oder Astralkörper!), indem er mit blossen Händen und ohne Instrumente
operiert.
Losanov-Methode
(auch: Superlearning). Nach ihrem Begründer, dem Bulgarischen Psychiater
Georgi Losanov benannte, spielerische Lernmethode. Beim Lernen nach der
Losanov-Methode wird Visualisation, Entspannung und Musik verwendet, um
die Aufnahmefähigkeit und die Gedächtnisleistung zu erhöhen.
Lotussitz.
Eine Sitzhaltung, die besonders bei der Meditation eingenommen wird. Man
sitzt mit gekreuzten Beinen, wobei der rechte Fuss auf dem linken und
der linke Fuss auf dem rechten Oberschenkel ruht.
Lourdes.
Wallfahrtsort in Frankreich am Fusse der Pyrenäen. Lourdes zieht
Tausende von Pilgern an, die dort auf eine Wunderheilung hoffen. Der Ort
verdankt seinen Ruf der Marienerscheinung der vierzehnjährigen Schafhirtin
Bernadette Soubrious im Jahre 1858.
Loving
Relationship Training (kurz: "LRT"; dtsch. soviel wie Training
für die liebevolle Beziehung). Von der Psychologin Sondra Ray entwickelte
und inzwischen weltweit bekannte Methode zur Persönlichkeitsentwicklung.
Das Training beschäftigt sich mit allen Lebensbereichen. Durch die
Suche nach den Ursprüngen negativer Prägungen aus der Vergangenheit
wird eine Selbstbefreiung und Problemlösung angestrebt.
Luzidität.
In den sechziger Jahren von der Psychologin Celia Green geprägter
Begriff für Klarträume. Der Träumende ist sich im Traum
bewusst, dass er träumt. Die Luzidität kann dazu benutzt werden,
beim Träumen kein passiver Beobachter zu bleiben, sondern das Traumgeschehen
aktiv zu gestalten. Im Yoga, in früheren Kulturen und bei Naturvölkern
wie dem malaysischen Urwaldstamm der Senoi sind luzide Träume bekannt
und werden seit jeher benutzt, um sich mit Dingen auseinanderzusetzen,
die man auch im Wachzustand positiv verändern will.
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Magie (griech.: Zauberei). Das Wissen um die spirituellen Naturkräfte
und deren Anwendung. Die Gefahr der Magie liegt in der Manipulation, weshalb
man zwischen "weisser" und "schwarzer" Magie unterscheidet.
In den Kulturen früherer Epochen war Magie ein fester Bestandteil des
täglichen Lebens. Auch die Schamanen verwenden magische Rituale, um
beispielsweise veränderte Bewusstseinzustände herbeizuführen.
Das Wahrnehmungsvermögen eines Magiers bezieht die astralen Ebenen
mit ein.
Magnetopathie
(auch: "Magnetotherapie"). Die Magnetopathie basiert auf der
Vorstellung von der Lebensenergie (Chi), die in den Meridianen durch den
Körper strömt. Heiler können durch Handauflegen Heilenergie
auf einen Kranken übertragen. Die Energie-Übertragung in der
Magnetotherapie kann sogar stattfinden, ohne dass der Heiler den Kranken
berührt. Mit Methoden wie EAS und Reiki kann man die Energie in Eigenregie
aktivieren, so dass man sich selbst behandeln kann. Bei Reiki ist dies
möglich, sobald durch einen Meister der eigene Energiekanal geöffnet
worden ist.
Magnum
Opus (lat.: das Grosse Werk). Begriff aus der Alchemie. Magnum Opus
sind alle Bemühungen, die darauf abziehen, das "geheime Gold",
den "Stein der Weisen" oder das "Lebenselixier" zu
gewinnen. Heute ist damit die spirituelle Vervollkommnung gemeint.
Mahikari.
Eine weltweit verbreitete, von dem Japaner Kotama Okada begründete
Bewegung zur Vorbereitung einer neuen Zivilisation. Nach einer dreitägigen
Initiation kann man Mitglied der Bewegung werden. Die Mitglieder tragen
ein heiliges Amulett, genannt "Omitama". Zu den Regeln der Bewegung
gehören Reinigungsübungen (Okiyome), die eine Heilung auf allen
Ebenen der Persönlichkeit bewirken soll. Ziel der Mahikari-Bewegung
ist die Arbeit am Karma des Menschen, um den Weg für den neuen Menschen
zu bereiten.
Makrobiotik
(griech.: macro = gross; bios = Leben). Von dem japanischen Philosophen
George Oshawa geprägter Begriff für eine Ernährungsweise,
die auf dem chinesischen Prinzip von Yin und Yang basiert. Dabei werden
die verschiedenen Nahrungsmittel in Yin und Yang unterteilt. Yin und Yang
sind die zwei gegensätzlichen, sich ergänzenden Energiemanifestationen.
Früchte und Blattgemüse sind Yin, Wurzelgemüse Yang. Yin-Nahrungsmittel
wachsen in heissem, trockenem Klima über der Erde und haben einen
hohen Wassergehalt. Yang-Nahrungsmittel gedeihen bei feuchtem, kühleren
Wetter und sind trockener und härter. Das wichtigste Nahrungsmittel
in der Makrobiotik ist das Getreide, das mit Gemüse kombiniert wird.
Bestimmte Nahrungsmittel wie Zucker und Nachtschattengewächse wie
Kartoffeln und Tomaten (Yin), Fleisch und Eier (Yang) werden hingegen
gemieden, weil sie zu extrem yin- oder yang- betont sind.
Mandala
(sanskrit: Kreis). Begriff aus den östlichen Religionen. Mandalas
sind symbolhafte Zeichnungen mit symmetrischen Mustern, die zur Meditation
verwendet werden und die zeitlose Einheit allen Seins widerspiegeln. Auch
die Rosettenfenster gotischer Kathedralen weisen die Grundstruktur eines
Mandalas auf.
Mantra
(sanskrit: Spruch). Begriff aus dem Buddhismus und Hinduismus. Mantras
sind heilige Verse oder Silben, die gesprochen oder gesungen werden. Sie
werden entweder laut oder im Geiste ständig wiederholt. Dies soll
dazu dienen, die geistige Ruhe und Konzentration zu vertiefen, die für
einen meditativen Zustand notwendig ist. Das bekannteste und heiligste
Mantra ist die Silbe Om.
Marma.
Eine Diagnosemethode aus der Ayurveda-Medizin. Bei dieser Methode werden
108 Punkte, die den Akupunktur-Punkten der chinesischen Medizin entsprechen,
zur Diagnose herangezogen.
Materialisation.
Das Auftauchen eines Gegenstands oder einer Person aus dem Nichts. die
Materialisation gehört zu den paranormalen Phänomenen. Viele
Meister können Gegenstände materialisieren. Dass es sich dabei
um keinen Trick handelt, wurde bei dem indischen Guru Sai Baba nachgewiesen,
der unaufhörlich "heilige Asche" aus seinen Händen
rieseln lassen kann.
Maslow,
Abraham (1908-1976). Begründer der humanistischen Psychologie.
Die humanistischen Psychologen stellen die gesunden und nicht die neurotischen
Anteile des Menschen in den Vordergrund und fördern sein potential.
Maslow entwickelte das Konzept von der "Bedürfnispyramide",
der zufolge sich der Mensch erst um die Selbstverwirklichung und -erkenntnis
bemühen kann, wenn er seine körperlichen, emotionellen und sozialen
Bedürfnisse befriedigt hat. Ein weiterer von Maslow geprägter
Begriff ist das "Gipfelerlebnis", mit dem er ein spontanes Glücksgefühl
beschreibt, das sich einstellt, wenn sich die Persönlichkeit gesund
und harmonisch entfalten kann.
Massage.
Heilmethode durch Berührung mit den Händen (in der Ayurveda-Medizin
auch mit den Füssen) zur Entspannung und Lockerung von Muskelverspannungen.
Es gibt viele verschiedene Massagetechniken wie zum Beispiel Kneten, Streichen
und Druckmassage. Gerade die östlichen Massagetechniken wie Jin Shin
oder Shiatsu erweisen sich als Ganzkörperbehandlung oder innerhalb
der Körperarbeit als besonders wirkungsvoll. Zu den Massagetechniken,
die im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt werden, zählen
ausserdem Rolfing und die Polarity- Therapie.
Maya
(altind.: Macht, Kraft). Begriff aus den östlichen Lehren für
die alltägliche Realität, die unser Verstand irrtümlich
für wirklich hält, obwohl es sich dabei nur um eine Illusion
handelt. Viele buddhistische oder hinduistische Praktiken zielen daher
darauf ab, die Illusion zu durchschauen, die oft als "Schleier der
Maya" bezeichnet wird.
Mazdaznan.
Aus Persien stammende Körperübungen zur Steigerung des körperlichen
und seelischen Wohlbefindens.
Medialität.
Begabung für aussersinnliche Wahrnehmungen wie Hellsehen oder Hellhören,
die sich in Trance oder einem veränderten Bewusstseinszustand einstellen
können.
Meditation
(lat.: Besinnung). Die geistige Sammlung und Versenkung. In allen Weltreligionen
besteht das Ziel der Meditation darin, einen Zustand des inneren Friedens
und der Harmonie herzustellen, um sich des wahren Wesenskerns bewusst
zu werden. Im christlichen Glauben ist Meditation eine Möglichkeit,
eine intensive Beziehung zu Gott herzustellen. Im Hinduismus und Buddhismus
ist Meditation eine Übung, mit deren Hilfe man versucht, die Erleuchtung
oder den Zustand der Erlösung (Nirwana) zu erreichen. Hilfsmittel
bei der Meditation sind z.B. Mantras. In der modernen Psychologie, der
Psychosynthese oder der initiatischen Therapie von Graf Dürckheim
wird Meditation in den therapeutischen Prozess integriert. In der New-Age-Bewegung
gilt die Meditaion als eine Übung, die zu spirituellem Wachstum verhilft.
Meditation hat jedoch auch messbare physische Wirkungen, indem sie eine
tiefe Entspannung herbeiführt. Dadurch wird die Atem- und Herztätigkeit
sehr deutlich günstig beeinflusst und der Blutdruck gesenkt.
Medium.
Ein medial veranlagter Mensch, der hellsichtig ist oder mit nicht verkörperten
Wesenheiten Kontakt aufnehmen und Botschaften aus der Astralebene übermitteln
kann. (Siehe auch unter Astralwesen.) Bei den Spiritisten halten Medien
sog. spiritistische Sitzungen oder Seancen ab, bei denen sich Geistwesen
u.a. durch Klopfzeichen bemerkbar machen. Manche Medien nehmen das Verhalten
des Wesens oder des Verstorbenen an, mit dem sie im Trancezustand in Kontakt
stehen.
Meister.
Ein hochentwickelter spiritueller Lehrer. Das indische Wort für den
Meister lautet Guru.
Meridian.
Begriff aus der chinesischen Medizin. Kanal im Körper, durch den
Energie strömt. Die östlichen Schulen gehen von der Annahme
aus, dass der freie Energiefluss in den insgesamt zwölf Meridianen
notwendig ist, um die Harmonie im Körper und damit die Gesundheit
zu erhalten. Daher arbeiten z.B. die Akupunktur und die Akupressur mit
dem System der Meridiane.
Metamorphische
Methode. Eine Weiterentwicklung der Reflexzonen-Therapie und der "pränatalen
Therapie" von Robert St. John. Der Theorie der metamorphischen Methode
zufolge hängen bestimmte Reflexzonen an den Füssen sowohl mit
der Wirbelsäule als auch mit vorgeburtlichen (pränatalen) Prägungen
zusammen. Durch die Behandlung der Füsse, Hände und des Kopfes
sollen sich diese Prägungen direkt beeinflussen lassen, wodurch Energien
freigesetzt werden. Dadurch kann eine innere und äussere Wandlung
der Persönlichkeit bewirkt werden.
Mind
Mirror (eingl.; dtsch. soviel wie "Spiegel des Geistes").
Ein tragbares EEG-Gerät, mit dem man die Gehirnwellen der beiden
Gehirnhälften messen und aufzeichnen kann. (Siehe auch unter Biofeedback.)
Morphogenetisches
Feld (griech.: morphe = Form; genesis = Entstehung). Hypothese von
dem Biologen Rupert Sheldrake (geb. 1940). Sheldrake geht davon aus, dass
die Form, die Entwicklung und das Verhalten von Dingen und Lebewesen von
sog. morphogenetischen Feldern geprägt werden. Wenn eine kritische
Zahl von Mitgliedern einer Art ein bestimmtes Verhalten erlernt, springt
dieses automatisch auf alle Vertreter dieser Spezies über, selbst
wenn zwischen diesen kein räumlicher und zeitlicher Kontakt besteht.
Dieses Phänomen bezeichnet Sheldrake als "morphische Resonanz".
(Siehe auch unter Unified Field.)
Mudra.
Rituelle Gesten mit den Händen im Hinduismus. Jeder Gottheit
waren bestimmte Hand- und Fingerhaltungen zugeordnet. Mudras haben auch
eine heilende Wirkung, da jede Haltung einen speziellen Energiefluss im
Körper bewirkt.
Musiktherapie.
Die Heilwirkung von Musik war bereits in vielen alten Kulturen, wie zum
Beispiel bei den Indern und Griechen, bekannt. Heute findet die Musik
in verschiedenen Therapieformen Verwendung, wobei die Musik entweder aktiv
oder passiv eingesetzt wird. (Der Klient macht entweder selbst Musik oder
er ist Zuhörer.) Musiktherapie eignet sich auch zur Behandlung von
geistig oder körperlich behinderten Menschen.
Mystik
(griech.: Geheimlehre). Mystik ist die zentrale Erfahrung, die allen Religionen
gemeinsam ist. Im Christentum ist die sog. mystische Erfahrung die Kommunion
mit Gott. Auch im Yoga findet sich in der Vereinigung mit dem Göttlichen
eine ähnliche Entsprechung. Allgemein beschreibt die mystische Erfahrung
das Einswerden des Menschen mit der Schöpfung. Die Erkenntnisse der
modernen Quantenphysik zeigen, dass die Grenze zwischen der mystischen
Weltsicht und der Physik fliessend ist, wie es Fritjof Capra und Peter
Russel in ihren Theorien dargelegt haben.
Mythos
(griech.: Erzählung). Ein Mythos ist eine bildhafte Erzählung,
die in ihrer Symbolik die verschiedenen Dimensionen der menschlichen Seele
widerspiegelt. Daher ist in Mythen häufig eine tiefere Weisheit verborgen.
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Nahtod-Erlebnis. Eine ausserkörperliche Erfahrung in Todesnähe.
Menschen, die bereits klinisch tot waren, jedoch reanimiert werden konnten,
berichten von ähnlichen Erlebnissen, bei denen sie sich über ihrem
Körper schwebend sahen, sich wie im Zeitraffer an ihre verschiedenen
Lebensstationen erinnerten oder einen dunklen Tunnel erblickten, an dessen
Ende ein strahlendes Licht leuchtete. Sie berichten auch von Begegnungen
mit verstorbenen Freunden oder Verwandten, Engeln und anderen Astralwesen.
Das Nahtod-Erlebnis ist mit einem unbeschreiblichen Glücksgefühl
verbunden.
Natürliche
Geburt (auch: "sanfte Geburt"). Eine Geburtsbethode, die
von dem Frauenarzt und Geburtshelfer Frédérick Leboyer in
Zusammenarbeit mit Michel Odent auf der ganzen Welt verbreitet wurde.
Hintergrund der Idee einer sanften Geburt ist der Gedanke, dass das Kind
auf sanfte Weise in eine geborgene Atmosphäre hineingeboren werden
soll. Auch die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt ist von grosser Wichtigkeit.
Bei der Geburtsvorbereitung werden Yoga und Meditation verwendet. Der
Geburtsvorgang wird durch Atemtechniken und Körperübungen erleichtert,
die Mutter während der Schwangerschaft erlernt hat. Das Kind wird
bei gedämpftem Licht und nicht in der grellen Beleuchtung eines Kreissaals
geboren. Beim sogenannten "rooming-in", bei dem das Kind nach
der Geburt im Zimmer der Mutter bleibt, wird für eine warme, liebevolle
Atmosphäre gesorgt.
Naturgeister.
Sammelbegriff für alle Geistwesen in der Natur. Devas gehören
zu den Naturgeistern. Schamanen arbeiten eng mit den Naturgeistern zusammen.
Naturheilkunde.
Bereits vor 2000 Jahren lehrte Hippokrates, dass die Natur über Heilkräfte
verfügt. Damit formulierte er das Grundprinzip der Naturheilkunde.
In der Naturheilkunde wird der Patient holistisch behandelt (siehe auch
unter Holismus), wobei die Ursachen der Krankheit geheilt werden, anstatt
- wie die Schulmedizin - nur die Symptome zu betrachten.
Netzwerk.
Eine Interessensgruppe aus verschiedenen Bereichen, die Verbindungen
zu Gleichgesinnten und den Informationsaustausch zwischen ihren Mitgliedern
herstellt. Das Netzwerk ist eine neue Form der sozialen Organisation auf
globaler Ebene.
Neuer
Mensch. Begriff für den Menschen der zukünftigen Bewusstseinsstufe.
Der Psychologe Carl Rogers (siehe auch unter Gesprächstherapie) hat
den Neuen Menschen in einem sog. Qualitätenkatalog definiert und
eine Utopie aus psychologischer Sicht entworfen.
Neue
Wissenschaften. Wissenschaften die Grenzen des herkömmlichen
Weltbilds überschreiten und die Aspekte des Holismus in ihre Betrachtungsweise
integrieren. Zu den Neuen Wissenschaften zählen u.a. die transpersonale
Psychologie, Parapsychologie und die moderne Quantenphysik.
Neurolinguistisches
Programmieren (NLP). Von dem Linguisten John Grinder und dem
Gestalttherapeuten Richard Bandler entwickelte Methode zur Erweiterung
des Wahrnehmungsvermögens. Im NLP spielt die Kommunikation und die
Kontaktaufnahme, besonders in nonverbaler Form (ohne Sprache) eine grosse
Rolle. Durch NLP wird die Sensitivität für die Sprache, das
Verhalten und die Körpersprache gesteigert. Ein Grundprinzip bei
NLP lautet: "Wenn das, was du machst, nicht funktioniert, mach etwas
anderes!" Neue Denkmuster werden im NLP durch Wiederholung und sog.
"Verankern" erlernt. NLP wird in der Persönlichkeitsentwicklung,
Psychotherapie und im Managementtraining angewendet.
New-Age
(engl.: Neues Zeitalter). Moderne Bezeichnung für das Neue Zeitalter
(auch Wassermann-Zeitalter genannt), das von dem Neuen Menschen und einem
Holistischen und spirituell orientierten Weltbild geprägt wird.
New-Age-Musik.
Überbegriff für Musik, die sich zur Meditation, Tiefenentspannung
und Visualisation eignet. Vorwiegend elektronische Musik mit Naturgeräuschen
(Wasser, Vogelgezwitscher, Wind), teilweise mit asiatischen Klängen
untermalt.
Nirwana
(sanskrit: Erlöschen). Im Hinduismus das Verschmelzen mit dem göttlichen
Bewusstsein, das Zerreissen der "Schleier der Illusion" (Maya)
in der Erkenntnis der absoluten Wahrheit und die Befreiung aus dem "Rad
der Wiedergeburt". (Siehe auch unter Erleuchtung.)
Nostradamus
(lat. Name für Michel de Notre Dame, 1503-1566). Französischer
Arzt, Astrologe und Hofastrologe der Katharina von Medici. Nostradamus
hinterliess der Nachwelt die sog. "Centuries" (Zenturien). Dabei
handelt es sich um Prophezeiungen, die er in verschlüsselten Vierzeilern
niederschrieb. Mit der Entschlüsselung seiner Prophezeiungen beschäftigen
sich Nostradamus-Forscher auch heute noch.
Numerologie.
Die Lehre von der Bedeutung der Zahlen, auch Zahlenmagie genannt. Mit
Hilfe der Numerologie lassen sich beispielsweise Geburtsdaten, Hausnummern
oder auch Namen deuten, wobei den Buchstaben Zahlen zugeordnet werden.
Die einzelnen Ziffern werden solange addiert, bis man eine einstellige
Zahl erhält, die sog. "Quersumme". Jeder Zahl von 1 bis
9 werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben.
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Obertöne. Die höheren Töne, die in einem erklingenden
Einzelton mitschwingen. In der indischen, chinesischen, balinesischen, japanischen
und afrikanischen Musik schwingt in jedem Einzelton jeder andere Ton mit.
Nach der Theorie Joachim Berendts stellen die Obertöne einen Zusammenhang
zwischen Musik und dem neuen Bewusstsein her. (Siehe auch unter Neuer Mensch
und New-Age.)
Odische
Kraft (auch: "Od"). 1840 von dem deutschen Naturforscher
Carl Freiherr von Reichenbach (1788-1869) geprägter Begriff für
die feinstoffliche Energie, die sich in Sonnenstrahlen, Kristallen, Pflanzen
und Menschen nachweisen lässt. Medien nehmen die odische Kraft als
sog. Aura wahr. Mit Hilfe von Objekten, die mit der odischen Kraft aufgeladen
sind, kann man diese Energie grundsätzlich auch auf Menschen übertragen.
(Siehe auch Kirlian-Fotografie.)
Offenbarung.
Eine Botschaft Gottes an die Menschen. Von ihren Empfängern wird
sie plötzlich erkannt, nicht aber planmässig erarbeitet oder
erlernt.
Okkultismus
(lat.: occultus = verborgen). Lehre von den geheimen Zusammenhängen
des Kosmos.
Ökologie.
Nach James Lovelocks Gaia-Hypothese kann man die Atmosphäre,
die Kontinente, die Meere und alle Lebensformen auf der Erde als Teil
eines ganzheitlichen Biosystems betrachten, in dem unter normalen Umständen
ein gesundes Gleichgewicht herrscht. Durch die moderne Zivilisation, Industrie
und Technik wird die Harmonie der Umwelt beeinflusst. Die ökologische
Bewegung basiert auf der Vorstellung, dass die Erde ein lebendiger Organismus
ist, dem man Achtung und Wertschätzung entgegenbringen muss. Inzwischen
gibt es viele Parteien und Organisationen auf der ganzen Welt, deren Arbeit
auf dem ökologischen Bewusstsein basiert.
Om
(auch "Aum"). Die heilige Silbe der Buddhisten und Hinduisten.
In den heiligen Schriften der Hindus, den Veden, wird Om als der kosmische
Klang der Schöpfung und als mächtigstes Mantra beschrieben.
Omega.
In der Evolutionstheorie von Teilhard de Chardin ist Omega der Punkt,
auf den jede Bewusstseinsentwicklung hinzielt. Wenn der Punkt Omega erreicht
ist, findet die Geburt des planetarischen Bewusstseins statt, das sich
seiner Göttlichkeit bewusst ist. Moderne Theorien der Bewusstseinsentwicklung,
wie z.B. das Modell von Ken Wilber, basieren auf der Vorstellung von dem
Punkt Omega.
Omen
(lat.: Vorzeichen). Ein Ereignis, das einen Hinweis auf eine zukünftige
Entwicklung gibt.
Orakel.
Eine Methode, in die Zukunft zu schauen. Orakel, die auch heute noch verwendet
werden, sind das I Ging und das Tarot.
Orden.
Eine spirituelle oder religiöse Gemeinschaft.
Orgon-Therapie.
Der Psychologe Wilhelm Reich (1897-1957) prägte den Begriff "Orgon"
für die kosmische Urenergie, aus der die mechanische Energie, die
Materie und alle lebenden Organismen hervorgehen. Sog. Orgonakkumulatoren,
in denen diese Energie gespeichert wird, können laut Reich zu therapeutischen
Zwecken verwendet werden.
Ort
der Kraft. Ein Ort in der Natur, von dem eine spürbare Kraft
ausgeht. Im Schamanismus spielen Orte der Kraft eine wichtige Rolle. Sie
werden zur Visionssuche, Meditation oder zum Gebet aufgesucht, oder um
Rituale abzuhalten.
Osteopathie.
Von dem Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) begründete Therapie,
die davon ausgeht, dass zwischen der Wirbelsäule und dem allgemeinen
Gesundheitszustand ein Zusammenhang besteht. Durch eine Schädigung
der Wirbelsäule werden die Nervenstränge im Rückgrat unterbrochen,
was wiederum dazu führt, dass die Organe ungenügend versorgt
werden. In der Osteopathie wird die Wirbelsäule wieder ausgerichtet
(z.B. durch ruckartiges Strecken), um damit verbundene Erkrankungen zu
heilen. (Siehe auch unter Chiropraktik)
Oui-ja-Brett
(aus franz. "oui" und dtsch. "ja"). Hilfsmittel, um
mediale Botschaften zu übermitteln. Bei Séancen werden Karten
mit den Buchstaben des Alphabets ausgelegt. In die Mitte des dazu benutzten
Bretts wird ein umgestülptes Glas gestellt, das sich auf die einzelnen
Buchstaben zubewegt, wenn eine Botschaft aus dem Jenseits buchstabiert
werden soll.
Ouspensky,
Peter D. (1878-1947). Mathematiker Philosoph und Schüler von
G.I. Gurdjieff. Nach Gurdjieffs Tod führte Ouspenksy dessen Werk
weiter und verbreitete seine Lehre vor allem in Grossbritannien und den
USA weiter.
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Paradigma (griech.: Beispiel, Vorbild). Weltanschauung einer Wissenschaftlergemeinschaft
zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bisher war das naturwissenschaftliche Weltbild
das vorherrschende Paradigma. Im Zuge des Bewusstseinswandels im New-Age
findet jedoch ein sog. Paradigmenwechsel, zu einer holistischen Weltsicht
statt. (Siehe auch unter Holismus.)
Paranormal
(griech.: para = neben). Begriff aus der Parapsychologie, um rational
nicht erklärbare Ereignisse zu beschreiben. Paranormale Phänomene
ereignen sich "neben" der sichtbaren, "normalen" Realität.
Sie entziehen sich den physikalischen Gesetzen, wie z.B. die Phänomene
der Hellsichtigkeit, Telepathie und Psychokinese.
Parapsychologie.
Wissenschaft und Erforschung paranormaler Phänomene, wie z.B. Hellsichtigkeit,
Telepathie und Psychokinese. Die Anfänge der parapsychologischen
Forschung gehen auf die Experimente von J.B. Rhine in den dreissiger Jahren
zurück, der sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der aussersinnlichen
Wahrnehmung beschäftigte. Heute gibt es an einigen Universitäten
in Europa und den USA parapsychologische Forschungsprojekte.
Past-Life-Therapie
(engl.: past life = vergangenes Leben; auch: "Rückführung").
Therapiemethode zur Rückführung in frühere Leben. Die Past-Life-Therapie
basiert auf der Vorstellung von der Wiedergeburt. (Siehe auch unter Reinkarnation).
Sie geht davon aus, dass die Erfahrungen und Erlebnisse aus früheren
Leben (Inkarnationen) das derzeitige Leben beeinflussen. Durch eine von
dem Psychologen Morris Netherton entwickelte spezielle Entspannungstechnik
wird das Wiedererleben vergangener Inkarnationen und das anschliessende
Verarbeiten traumatischer Erlebnisse ermöglicht. Eine Rückführung
kann auch in der Hypnose herbeigeführt werden, wie sie z.B. von dem
Hypnotherapeuten Thorwald Dethlefsen verwendet wird.
Pendeln.
Zum Pendeln wird eine kette mit einem Anhänger aus Holz, Metall oder
Kristall oder einem anderen Gewicht zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten.
Dieses sog. Pendel funktioniert ähnlich wie eine Wünschelrute
(siehe unter Radiästhesie), indem es entweder im oder gegen den Uhrzeiger
ausschlägt, nachdem man eine bestimmte Frage gestellt hat. Mit dem
Pendel kann man "Ja" und "Nein" Antworten auf bestimmte
Fragen, die man vorher formuliert hat, erhalten. Welche Richtung des Pendels
"ja" und welche "nein" bedeutet, ist individuell verschieden.
Pentagramm
(auch. "Drudenfuss"). Altes, magisches Symbol in Form eines
fünfzackigen Sterns, das als Schutzzeichen gegen schädliche
Einflüsse verwendet wird. Ein Zacken des Pentagramms muss nach oben
zielen, sonst gilt es als Zeichen des Teufels.
Phantasiereisen.
Geführte Vorstellungen durch die inneren Welten zur Entfaltung des
kreativen Potentials. (Siehe auch unter Visualisation.)
Philosophia
perennis (lat.: die ewige Philosophie). In der mystischen Vorstellung
die Philosophie der immer gleichbleibenden Grundwahrheiten des Lebens.
Polarity-Therapie.
Ganzheitliche Behandlungsmethode, bei der die individuelle Persönlichkeit,
die Ernährung und die physiologischen Bedürfnisse des Patienten
berücksichtigt werden, wodurch die Harmonie der Körperenergien
wiederhergestellt werden soll. Die Polarity-Therapie wurde von Randolph
Stone (1890-1983) begründet, der darin Naturheilkunde mit Elementen
aus der Akupunktur, Kräuterheilkunde, dem Shiatsu, der Ayurveda-Medizin
und dem Yoga integriert. Seine Theorie geht von einer Polarität der
verschiedenen Organe und Körperteile mit fünf Energiezentren
aus, welche wiederum den fünf chinesischen Elementen Äther,
Wasser, Feuer, Erde und Luft zugeordnet sind.
Poltergeist.
Astralwesen, das der Urheber eines Spukphänomens ist (Siehe unter
Psychokinese).
Positives
Denken. Der Vater des positiven Denkens war der Geistliche Norman
Vincent Peale, der in den fünfziger Jahren durch seinen Bestseller
"Die Kraft des positiven Denkens" weltberühmt wurde. Jeder
Gedanke hat die Tendenz, sich in der materiellen Welt zu verwirklichen.
Daher besitzen Gedanken eine Eigendynamik und es ist von besonderer Wichtigkeit,
optimistisch zu denken, wenn man sein Leben positiv gestalten will. Mit
Hilfe des positiven Denkens kann man eine neue Lebenseinstellung gewinnen.
Dies wird nicht nur durch eine Veränderung der Denkmuster bewirkt,
sondern auch mit Autosuggestionsmethoden wie Affirmationen und
Visualisation.
Präkognition.
Vorauswissen durch einen plötzlichen Einblick in ein zukünftiges
Ereignis. Präkognition findet häufig in Träumen statt.
Auch die Prophezeiung ist eine Form des Vorauswissens.
Prana
(sanskrit: Lebenshauch, Atem). Indischer Begriff für die universelle
Lebenskraft. Vergleichbar mit der chinesischen Bezeichnung für die
Lebensenergie Chi.
Primärtherapie.
> Urschrei-Therapie.
Prophezeiung.
In der Bibel besitzen die Propheten die Fähigkeit der Weissagung
und Voraussage zukünftiger Ereignisse. Auch bei den Schamanen gibt
es eine alte Tradition der Weissagung. Die Schamanen versetzen sich hierzu
in einen veränderten Bewusstseinszustand. Auch medial veranlagte
Menschen (siehe unter Medium), die das sog. zweite Gesicht besitzen, machen
Prophezeiungen. Die im Westen berühmtesten Prophezeiungen stammen
von Nostradamus (1503-1566), der seine Visionen in verschlüsselter
Form niederschrieb.
PSI
(Ableitung von dem griech. Buchstaben, mit dem das Wort "Psyche"
beginnt). Überbegriff für alle paranormalen Fähigkeiten
und Phänomene, wie z.B. aussersinnliche Wahrnehmung, Hellsichtigkeit,
Präkognition, Telepathie und Psychokinese.
Psychodrama.
Von dem venezianischen Psychiater Jacob L. Moreno (1892-1974) entwickelte
Therapiemethode, in der Konflikte innerhalb der Gruppe ausagiert werden.
Das Psychodrama verwendet das "Solo", wobei jeder "Schauspieler"
seine Gefühle spielt, den "Rollentausch", wobei man in
die Rolle einer anderen Person schlüpft, und den "Spiegel",
wobei das eigene Verhalten von einem anderen Gruppenteilnehmer oder dem
Therapeuten nachgeahmt wird. Dabei werden folgende Phasen durchlaufen:
1. Aufwärmen - die Sammlung in der Gruppe und das Herausarbeiten
eines Problems. 2. Dramatisieren - die Aktionsphase, in der die Rolle
oder das Problem gespielt wird. Am Schluss findet eine Diskussion statt
(genannt "sharing"; dtsch. soviel wie "sich austauschen".).
Psychokinese.
Paranormale Fähigkeiten, mit denen z.B. Gegenstände bewegt
oder verändert werden können. Die vielleicht bekannteste Demonstration
von psychokinetischen Fähigkeiten gab Uri Geller im Fernsehen, als
er Uhren zum Stillstand brachte und Löffel verbog. Auch bei Poltergeist-Aktivitäten
und Spuk können Möbelstücke verrückt oder Gegenstände
durch die Luft gewirbelt werden. (Siehe auch unter Geller-Effekt und Verbiegungen.)
Psychometrie.
Die mediale Begabung, die Geschichte eines Gegenstandes zu sehen.
Manche Medien können Informationen über den oder die früheren
Besitzer oder auch den augenblicklichen Besitzer eines Gegenstandes (z.B.
eines ringes) machen, wenn sie ihn in der Hand halten.
Psychosomatische
Medizin (aus griech.: psyche = Seele und soma = Körper). Zweig
der Medizin, der die Wechselwirkung von Psyche und Körper berücksichtigt.
Inzwischen gehen auch die Schulmediziner davon aus, dass ein Grossteil
aller körperlichen Erkrankungen eine psychische Ursache haben. Der
Psychologe Thorwald Dethlefsen und der Arzt Rüdiger Dahlke gehen
davon aus, dass jede Krankheit eine Botschaft der Psyche ist. Jedes Krankheitssymptom
ist mit einem psychischen Inhalt gekoppelt, der sich durch das körperliche
Symptom bemerkbar machen oder sich ausdrücken will. (Siehe auch unter
Alternative Medizin und Holismus.)
Psychosynthese.
Therapiemethode aus der Transpersonalen Psychologie. Das Konzept der
Psychosynthese geht auf das 15. Jahrhundert zurück, wo es in China
zum ersten Mal dokumentiert wurde. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde
die Methode von dem italienischen Psychologen Roberto Assagioli (1888-1974)
wiederentdeckt und verbreitet, konnte sich aber erst 1965 durchsetzen.
Die Psychosynthese begreift den Menschen als in einem ständigen Wachstumsprozess
begriffenes Individuum. Die Therapie bezieht daher auch die spirituellen
Bereiche der Psyche mit ein. Weitere in der Psychosynthese verwendete
Techniken sind Meditation, Musiktherapie, Phantasiereisen, Katathymes,
Bilderleben und Elemente aus der Gestalttherapie.
Pyramidenforschung.
Die Erforschung der ägyptischen Pyramiden. Etliche Pyramidenforscher
gehen davon aus, dass es mit der Ausrichtung, Konstruktion und den Abmessungen
der Pyramiden eine spezielle Bewandtnis hat. In Experimenten wurde nachgewiesen,
dass Blumen unter einer Pyramide wesentlich langsamer verwelken, Lebensmittel
bleiben länger frisch und Pflanzen gedeihen besser. Das Geheimnis
der Pyramiden liegt aber immer noch im dunklen.
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Qi Gong. Altes chinesisches System von Gesundheitsübungen, die
den freien Fluss der Lebensenergie durch den Körper bewirken.
Qi
Yi. Von der Amerikanerin Nancy Zi auf der Basis der chinesischen Weisheitslehren
entwickelte Gedankenübungen.
Quadrinity-Prozesse.
Von Siegfried Fischer und Robert Hoffman begründete transpersonale
Gruppentherapie in sieben Tagen. Der Name "Quadrinity" (der
Begriff leitet sich von Lateinisch "vier" ab) bezieht sich auf
vier Aspekte des Menschen: Körper, Wissen, Intellekt und Spiritualität.
Im Quadrinity-Prozess werden diese vier Elemente in Einklang miteinander
gebracht. (Siehe auch unter Fischer-Hoffman-Prozess.)
Quantensprung.
Begriff aus der Quantenphysik, der im New-Age-Jargon als Metapher verwendet
wird. Hier bedeutet der Quantensprung eine radikale Veränderung im
Denken oder eine sprunghafte Bewusstseinsentwicklung.
Quodoushka.
Eine indische Liebeslehre, deren Ziel die Befreiung der Sexualität
ist. Nach dieser Lehre wird die Sexualität als Katalysator für
alle menschlichen Aspekte betrachtet. Quodoushka ist der Name für
"freiwerdende Energie". Die Liebeslehre wird in Kursen vermittelt,
in denen die Teilnehmer auch einen "Energietanz" zwischen den
Liebenden erlernen.
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Radiästhesie (griech.: Sensitivität für Strahlungen).
Von dem französischen Wünschelrutengänger Abbé Mermet
geprägte Bezeichnung für Wünschelrutengehen und Pendeln.
Die Radiästhesie wird heute vorwiegend in der Archäologie, im
Gartenbau und in der Diagnostik verwendet.
Rajneesh,
Bhagwan Shree (1931-1990). Indischer Philosophieprofessor und einer
der anerkanntesten und gleichzeitig umstrittendsten spirituellen Meister
dieses Jahrhunderts. Seine Schüler kommen aus aller Welt und nennen
sich Sannyasins. In der 150 km von Bombay entfernten Stadt Poona gründete
er einen Ashram, der wegen seiner revolutionären Therapie- und Meditationsmethoden
bekannt wurde. Bhagwan vereinte in seiner Lehre die verschiedensten Elemente
östlicher Weisheitslehren wie Sufismus, Tantra, Taoismus, Yoga und
Zen-Buddhismus sowie den christlichen Mystizismus. Bhagwans Vision vom
Neuen Menschen ist "Sorbas, der Buddha", die Verbindung des
erdverbundenen Alexis Sorbas (eine Romanfigur von Nikos Kazantzakis) mit
dem erleuchteten Buddha.
Raumkolonien.
Alternatives Zukunftsmodell des New-Age. Der ehemalige Universitätsprofessor
und als "Drogenpapst" bekannt gewordene Timothy Leary (ge. 1920)
vertrat bereits in den sechziger Jahren die Idee von der Auswanderung
der Menschheit ins All und der Gründung von selbstbestimmten Kleingruppen
in den Raumkolonien.
Raum-Zeit.
Begriff, der sich aus der Ralativitätstheorie entwickelt hat. Der
dreidimensionale Raum existiert demnach nicht getrennt von der Zeit, sondern
muss als sog. Raum-Zeit-Kontinuum betrachtet werden, in dem Raum und Zeit
sich gegenseitig durchdringen. In der östlichen Mystik findet sich
eine ähnliche Vorstellung im Mahayana-Buddhismus. Hier wird der Zustand
des Nirwana oder der Erleuchtung als das Bewusstsein einer gegenseitigen
Durchdringung von Raum und Zeit beschrieben.
Rebirthing
(engl.: wiedergeboren werden). Von dem Psychotherapeuten Leonard Orr
entwickelte Therapiemethode, die davon ausgeht, dass Ängste und Gefühlsblockaden
auf das Geburtstrauma zurückzuführen sind. (Siehe auch unter
sanfte Geburt). Mit Hilfe von speziellen Atem- und Körpertechniken
wird die Geburt noch einmal durchlebt, wodurch eine Befreiung entritt.
Dadurch kann man noch einmal neu geboren werden, und zwar in eine Welt,
die einen annimmt und auf liebevolle Weise empfängt, was die Voraussetzung
für eine wesensgemässe Selbstverwirklichung ist. Rebirthing
wird von Therapeuten praktiziert, die zum Rebirther aus gebildet wurden.
Recurrent
Spontaneous Psychokinesis (kurz: "RSPK"). Moderner Fachbegriff
für sich wiederholende spontane Psychokinese. Dieses Phänomen
ist allgemein als Spuk bekannt.
Reflexzonen-Therapie.
Eine von Eunice D. Ingham Stopfel in den dreissiger Jahren entwickelte
Druckmassage an den Füssen, die auf der chinesischen Zonentherapie
basiert. Die Füsse werden von sehr empfindlichen Nervenenden, den
Reflexzonen, durchzogen, die eine exakte Landkarte des Körpers darstellen.
Durch die Stimulation der Reflexzonen an den Füssen wird der Energiefluss
in der entsprechenden Körperregion angeregt. Die Reflexzonen sind
über die Meridiane mit den verschiedenen Körperteilen und Organen
verbunden, was die Wirkung der Reflexzonen-Therapie erklärt. (Siehe
auch unter Akupressur und Shiatsu.)
Reich,
Wilhelm (1897-1957). Psychiater und Mitarbeiter von Sigmund Freud,
der als Begründer der Körperarbeit gilt. Reich entwickelte eine
Theorie über die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche und
prägte den Begriff "Charakterpanzer". Damit ist der Muskelpanzer
des Körpers gemeint, in dem sich Gefühlsblockaden im Körper
manifestieren. Die Therapie Reichs ist der Vorläufer der Bioenergetik.
Ein weiteres Thema, mit dem sich Reich befasste, war die Lebensenergie,
die er "Orgon" nannte. (Siehe auch unter Orgon-Therapie.)
Reiki
(jap.: universelle Lebenskraft). Wahrscheinlich mehr als 8000 Jahre alte
Selbsthilfe-Technik zur Befreiung der universellen Lebenskraft. Das japanische
Heilsystem stammt ursprünglich aus Tibet. Mitte des 19. Jahrhunderts
wurde es von dem Japaner Dr. Mikao Usui wiederentdeckt. Reiki ist eine
natürliche Methode zur Aktivierung von Energie in einer Genau festgelegten
Vorgehensweise, die sogar von Kindern erlernt werden kann. Beim Reiki
wird durch Handauflegen und durch mentale Methoden Lebensenergie übertragen.
Das Reiki nach Dr. Usui wird als "offizielles Reiki" bezeichnet.
Es wurde von der ausgebildeten Reiki-Meisterin Dr. Barbara Ray dem Westen
zugänglich gemacht. Die Reiki-Ausbildung umfasst vier Grade. Dr.
Ray gründete 1980 eine internationale Reiki-Vereinigung.
Reinkarnation
(lat.: Wiederfleischwerdung). Die Lehre von der Wiedergeburt der Seele
ist Bestandteil vieler Religionen. Der Hinduismus verwendet den Begriff
vom "Rad des Leben", dem ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt.
Die Seele des Menschen verkörpert sich nach dem Tode wieder. Daher
bleibt die Individualität der Seele erhalten, während sich die
Persönlichkeit verändert und wandelt. Durch spirituelles Wachstum
kann man sein Karma abtragen und sich schliesslich aus dem Kreislauf der
Wiedergeburt befreien. Auch im Christentum war der Glaube an die Wiedergeburt
vorhanden, bis er von der katholischen Kirche um Jahre 553 n. Chr. verworfen
wurde. In der heutigen Zeit ist das Interesse an der Reinkarnation wieder
erwacht. Reinkarnationsforscher untersuchten und bewiesen Fälle von
Reinkarnation, die sich mit grosser Genauigkeit nachvollziehen liessen.
In der Past-Life-Therapie oder Rückführung ist ein Wiedererinnern
an frühere Leben möglich.
Retrokognition.
Das hellseherische Wissen um vergangene Ereignisse.
Rimpoche.
Respektvolle Anrede für einen tibetischen Priester oder "Lama".
Sie wird dem Familiennamen nachgestellt.
Ritual.
Abfolge von Kulthandlungen, die nach strengen Regeln vollzogen werden.
Rolfing.
Die Biochemikerin Ida Rolf (gest. 1982) beschäftigte sich 40 Jahre
lang mit der Strukturellen Integration. Sie fand heraus, dass eine Fehlhaltung
des Körpers den Menschen in krankmachende Stellungen zwingt und ihn
daran hindert, eine erfüllte und damit "integrierte" Persönlichkeit
zu entwickeln. Rolfing ist eine Methode der Körperarbeit, in der
eine Art Tiefenmassage verwendet wird, um verklebte Bindegewebsstrukturen
aufzulösen und den Körper in seine Idealstruktur zu bringen.
Rolfing ist nicht nur eine Befreiung des Körpers von Haltungsschäden
und Muskelverspannungen, sondern auch eine Selbsterfahrung und ein Weg,
um sich über die Befreiung des Körpers für die Spiritualität
zu öffnen.
Rosenkreuzer-Orden.
Nach Christianus Rosencreutz (1378-1484) benannte Bruderschaft. Christianus
Rosencreutz reiste im Alter von 16 Jahren, als Mönch verkleidet,
nach Indien, Persien und Arabien, wo er mit den Lehren der Weisen vertraut
wurde. Nach seiner Rückkehr gründete er 1425 den geheimen Orden
der Rosenkreuzer, die auch heute noch eine geheime Bruderschaft sind.
Nach dem Glauben der Rosenkreuzer gehen alle Kulturen und Religionen auf
eine gemeinsame Quelle zurück, die sie in Atlantis vermuten. Die
Rosenkreuzer verbinden dem eigenen Anspruch nach das Gedankengut der Hermetik
mit sozialreformerischen Ideen.
Roshi.
Respektvolle Anrede für den meister im Zen-Buddhismus. Sie wird dem
Familiennamen nachgestellt.
Rubenfeld-Synergie-Methode.
Methode nach Ilana Rubenfeld, in der die Philosophie und Praxis der Gestalttherapie,
Alexander-Technik und Feldenkrais-Methode miteinander kombiniert werden.
Rückführung.
Siehe unter Past-Life-Therapie und Reinkarnation.
Runen.
Runen waren ursprünglich eine Art Mantra. Zu einer bestimmten Körperhaltung
wurde ein bestimmter Laut angestimmt. Später wurden sie als Schutzzeichen
in Gebrauchsgegenstände geritzt. Heute werden Runen als germanische
Buchstaben betrachtet und als Orakel und für Rituale verwendet.
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Saint Germain, Compte de (1710-1784). Berühmter Okkultist, der
von den Theosophen als aufgestiegener Meister betrachtet wird. Angeblich
übermitteln einige Medien unserer Zeit Botschaften von Saint Germain.
Samadhi.
Buddhistische Bezeichnung für den Zustand der Erleuchtung.
Samadhi-Tank.
Der Samadhi-Tank wurde 1954 von dem amerikanischen Arzt John C. Lilly
erfunden. Dabei handelt es sich um eine mit warmem Salzwasser gefüllte,
verschliessbare, schall- und lichtisolierte Wanne. Durch die völlige
Abgeschlossenheit wird eine Tiefenentspannung herbeigeführt, die
zu einer einzigartigen Selbsterfahrung in einem veränderten Bewusstseinszustand
führen kann.
Sannyasin.
Begriff aus dem Hinduismus. ein Sannyasin ist ein Mönch oder ein
Schüler, der der Welt entsagt und sich auf die Suche nach der spirituellen
Wahrheit begibt.
Satori.
Bezeichnung im Zen-Buddhismus für die Erleuchtung.
Séance.
Eine spiritistische Sitzung, bei der ein Medium versucht, Kontakt mit
dem Jenseits aufzunehmen. (Siehe auch unter Spiritismus.)
Seher
(auch: "Hellseher"). Ein Medium oder Wahrsager, der Ereignisse
voraussehen und Prophezeiungen machen kann. Ein Seher besitzt das sog.
zweite Gesicht. Berühmte Seher der Vergangenheit waren Emanuel Swedenborg
(1688-1772) und Edgar Cayce (1877-1945). (Siehe auch unter Hellsichtigkeit
und Zweites Gesicht.)
Sekte.
Religiöse oder spirituelle Gemeinschaft mit oft recht zweifelhaften
oder sogar kriminellen Methoden. Die Anhänger mancher Sekten werden
durch eine Art Gehirnwäsche gefügig und abhängig gemacht,
was in vielen Fällen zu schweren psychischen Schäden führt.
Mit den Praktiken dieser Organisationen befassen sich das Europa-Parlament
und die verschiedenen Sektenbeauftragten der Kirchen.
Selbstverwirklichung.
Das Bestreben des Menschen, seine Persönlichkeit zu erfahren, sein
inneres kreatives Potential zu erkennen und zu entfalten, so dass er sich
seinem Wesen gemäss verwirklichen kann. Abraham Maslow beschäftigte
sich mit diesem Drang, den er ebenso als primäres Bedürfnis
betrachtete wie den Hunger. Auch C.G. Jung beschreibt die Selbstverwirklichung
als Individuationsprozess. (Siehe auch unter Individuation.)
Seminar
(auch engl.: Workshop). Lehr- oder Arbeitsgruppe aus allen Bereichen
des New Age.
Seth.
Name einer Wesenheit, die der medial veranlagten Schriftstellerin Jane
Roberts in Trance spirituelle Texte diktierte. Jane Roberts veröffentlichte
das sehr aufschlussreiche Seth-Material in mehreren, inzwischen berühmt
gewordenen Büchern.
Shiatsu.
Von Tokujiro Namikoshi entwickelte, sehr wirkungsvolle japanische
Druckmassage mit den Fingerspitzen, die heilsam und vorbeugend wirkt.
Shiatsu stärkt die Abwehrkräfte und fördert den Selbstheilungsprozess
des Körpers. Shiatsu führt zu einer Tiefenentspannung, bewirkt
eine Lösung des Muskelpanzers und bringt den gesamten Organismus
wieder in Harmonie. Im Jahre 1925 gründete Namikoshi das erste Shiatsu-Institut
in Hokkaido und später die Japanische Shiatsu-Schule. Shiatsu ist
heute auch im Westen weit verbreitet.
Shin-Shin-Toitsu
Do. Eine von dem Japaner Koichi Tohei entwickelte Methode. Shin-Shin-Toitsu
Do wird zur Koordinierung und Harmonisierung von Körper, Geist und
Psyche verwendet. Dabei werden verschiedene geistige und körperliche
Übungen praktiziert.
Silva-Mind-Methode
(auch: "Silva Mind Control"). Von dem Texaner José Silva
entwickeltes Bewusstseinstraining (Mentaltraining) und eine Methode zur
Erforschung des geistigen Potentials. In der Silva Mind Control lernt
man, einen "Alpha-Zustand" (siehe unter Alphawellen) herzustellen,
in dem man paranormale Fähigkeiten entwickeln kann, wie Hellsichtigkeit
und Fernheilen.
Simonton,
Carl und Stephanie. Der Arzt und Krebsspezialist Dr. Carl Simonton
litt selbst an dieser Krankheit und ist heute davon geheilt. Er fand heraus,
dass die plötzliche Besserung des Gesundheitszustands durch eine
positive Lebenseinstellung (siehe auch unter positives Denken) bewirkt
wird. Aufgrund seiner Erkenntnisse entwickelte er ein Lernprogramm für
Krebspatienten, bei dem Entspannung und Visualisation verwendet wird.
Seine Frau Stephanie, die als Psychotherapeutin tätig ist, arbeitet
mit ihm zusammen in einem Krebszentrum in Fort Worth, Texas.
Smaragdene
Tafel. > Tabula
Smaragdina.
Sonnenzeichen.
Umgangssprachlich das Sternzeichen, unter dem man geboren ist. In der
Astrologie bedeutet es das Tierkreiszeichen, in dem die Sonne zum Zeitpunkt
der Geburt steht. Da das Geburtshoroskop noch viele andere Faktoren enthält,
die die Gesamtpersönlichkeit eines Menschen ausmachen, sind Menschen,
die unter demselben Sonnenzeichen geboren sind, trotzdem individuell verschieden.
(Siehe auch unter Astrologie.)
Spiritismus.
Im 19. Jahrhundert in Amerika entstandene Lehre von der Unsterblichkeit
der Seele und dem Kontakt mit dem jenseits. Medien spielen im Spiritismus
eine wichtige Rolle, da sie mit den Verstorbenen oder anderen Wesenheiten
kommunizieren können. Die Spiritisten entwickelten verschiedene Techniken,
um in ihren Séancen den Kontakt mit dem Jenseits herzustellen,
wie das Oui-ja-Brett.
Spiritualität.
Die Orientierung auf die geistige, spirituelle Welt hin. Spiritualität
ist eine Lebenseinstellung des Menschen. Sie lässt sich nicht durch
eine Lehre vermitteln.
Spuk.
Phänomene, bei denen Geister erscheinen, Geräusche ertönen
oder Gegenstände bewegt oder durch die Luft gewirbelt werden. Für
den Spuk gibt es heute den modernen Fachsudruck Recurrent Spontaneous
Psychokinesis (kurz: "RSPK"), was zu Deutsch "sich wiederholende
spontane Psychokinese" bedeutet. (Siehe auch unter Poltergeist und
Psychokinese.)
Sufismus.
Die mystische Lehre des Islam. Der Sufismus ist ein spiritueller Weg der
Läuterung und Wahrheitssuche. Es gibt Hinweise darauf, dass der Sufismus
bereits vor Mohammed bestand. Zu den berühmtesten Sufi-Meistern zählen
Maulana Dschelaleddin Rumi und Ibn Arabi. Die Sufis leben traditionell
in Ordensgemeinschaften. (Siehe auch unter Derwisch.) Das Wort "Sufi"
leitet sich von den wollenen Kleidungsstücken ab, die die Moslems
während der Nachtwache in der Wüste weben. Dabei befinden sie
sich in einem Zustand der Meditation und wenden sich der Suche nach der
direkten Gotteserfahrung zu.
Superlearning.
> Losanov-Methode.
Swami.
Im Hinduismus eine Mönch oder Adept. Auch die Anrede der männlichen
Anhänger von Bhagwan Shree Rajneesh. (Die Anrede für die weiblichen
Anhänger lautet "Ma").
Symbol.
Ein Ausdruck für etwas im wesentlichen Unbekanntes.
Symbolisches
Denken. Das symbolische Denken ist nicht-linear und wird von der rechten
Gehirnhälfte gesteuert. Es ist komplementär zum logischen, linearen
Denken der linken Gehirnhälfte.
Synchronizität
(griech.: Gleichzeitigkeit). Von dem Psychoanalytiker C. G. Jung und dem
Physiker Wolfgang Pauli geprägter Begriff für das Prinzip des
"sinnvollen Zufalls". Dieses Prinzip beschreibt das scheinbar
unzusammenhängende, "zufällige" Zusammentreffen von
Ereignissen oder Ereignissen und psychischen Vorgängen, die in einem
offensichtlichen Sinnzusammenhang stehen. Die Synchronizität liefert
eine mögliche Erklärung für Phänomene wie Hellsichtigkeit
sowie die Astrologie und Orakel.
Synergie
(griech.: zusammen mit Energie). Das Zusammenwirken mehrerer Faktoren,
so dass das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile. Die Synergie
ist das unvorhersehbare Neue, das entsteht, wenn verschiedene Einzelfaktoren
miteinander in Beziehung treten. Eine synergetische Wirkung entsteht beispielsweise
beim Zusammentreffen von Gruppen und Netzwerken. (Siehe auch unter
Holismus.)
Schamane
(sanskrit: Schramana = Asket). Die anthropologische Bezeichnung für
den Medizinmann in Nordasien und Amerika. Auch bei den nordischen Völkern
wie z.B. den Lappen gibt es Schamanen. (Siehe auch unter Schamanismus
und Yggdrasil.)
Schamanenflug.
Schamanen versetzen sich mit Hilfe von Bewusstseinsveränderungen
Drogen und Ritualen in Trance. In diesem Zustand machen sie ausserkörperliche
Erfahrungen und erleben ihre Visionen. (Siehe auch unter Visionssuche)
Schamanismus.
Uralter Weg des Lernens und Handelns, um sich selbst, die Gemeinschaft
und die Umwelt zu heilen. Im Schamanismus geht es jedoch nicht nur um
die Heilung von Krankheiten. Schamanismus ist in der Hauptsache ein spiritueller
Weg, der sog. "heilende Weg des Herzens". Im Schamanismus werden
lebensnahe Symbole in Gebeten, Gesängen, Tänzen und den verschiedenen
schamanistischen Ritualen und Zeremonien verwendet.
Schattenboxen.
> Tai Chi.
Schröpfen.
Das Schröpfen wurde bereits vor 5000 Jahren bei den Ägyptern
und später auch bei den Griechen verwendet, um Rheuma, Arthritis,
Asthma und andere Erkrankungen zu behandeln. Heute wird das Schröpfen
von Heilpraktikern und in der chinesischen Medizin praktiziert. Beim Schröpfen
setzt man Schröpfgläser auf die Haut, in denen vorher ein Vakuum
erzeugt wurde, damit sie sich festsaugen können. Damit wird Blut
in die oberste Hautschicht gesaugt. Schröpfen soll ein Gefühl
der Erleichterung hervorrufen.
Schwitzhütte.
Indianische Reinigungszeremonie. Bei der Zeremonie wird ein einem Iglu
ähnelndes Zeit errichtet. In dessen Mitte wird eine Grube ausgehoben,
in die im Feuer erhitzte Steine gelegt werden. Während der Zeremonie
werden die Steine mit Wasser übergossen. Die Teilnehmer der Schwitzhüttenzeremonie
kauern um die Grube. Die Schwitzhüttenzeremonie erfolgt nach festen
Regeln und wird von Gesängen begleitet.
Steiner,
Rudolf (1861-1925). Österreichischer Philosoph, Okkultist und
Begründer der Anthroposophie. Steiner besass bereits als Kind eine
hellseherische Begabung. In seinen Visionen offenbarte sich ihm, wie die
spirituellen Kräfte wirken. 1897 schloss er sich den Theosophen an,
trennte sich aber 1913 wieder von ihnen, um seine eigene Bewegung zu gründen.
Johann Wolfgang von Goethe hatte einen grossen Einfluss auf Steiners komplexe
Kosmologie. Seine Sichtweise der Wechselwirkung zwischen der spirituellen
und physischen Welt, zwischen Mensch und Natur, Erde und Kosmos, bezieht
sich auf aller Lebensbereiche, angefangen bei der Landwirtschaft bis hin
zur Pädagogik.
Strukturelle
Integration. >
Rolfing.
|

Tabula Smaragdina (lat.: die smaragdene Tafel). Der legendäre
Gott des Wissens, Hermes Trismegistos, soll die Gesetze des Kosmos in eine
Tafel aus Smaragd eingraviert haben. Diese Botschaft gilt als Quelle der
abendländischen Esoterik.
Tai
Chi (auch: Tai chi Chuan oder "Schattenboxen"). Eine Bewegungs-Meditation,
die von dem taoistischen Mönch Chang Sanfeng im 13. Jahrhundert n.
Chr. in China entwickelt wurde. Tai Chi wird auch zur Selbstverteidigung
und Gesundheitsvorsorge verwendet. Es besteht aus langsamen, fliessenden
Übungen, wobei der Praktizierende immer in Bewegung und im Gleichgewicht
ist. Tai Chi aktiviert den Fluss der Lebensenergie (chin. Chi) und basiert
auf der taoistischen Lehre, dass das Harte durch das Sanfte überwunden
werden kann. (Siehe auch unter Kampfkunst)
Talisman.
Ein Gegenstand, der als Glücksbringer dient oder eine magische Wirkung
haben soll.
Tantra
(altind.: Gewebe). Eine buddhistische und hinduistische Lehre aus
dem 5. Jahrhundert v. chr., die in Texten, den sog. Tantras, niedergelegt
ist. Die Anhänger der Bewegung werden "Tantriker" genannt.
Sie betrachten die Sinneswahrnehmung und die Emotion als stärkste
Triebkraft des Menschen. Im Tantra führt der Weg zur Erleuchtung
über die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau.
Tantriker.
>
Tantra.
Tanz.
Die berühmte Tänzerin Isadora Duncan bezeichnete den Tanz als
"Inkarnation der Musik". Der mystische Sinn und die Heilkraft
des Tanzes wird in Ritualen, der Meditation, Magie und Therapie offensichtlich.
Rudolf Steiner entwickelte die sog. Eurythmie, eine besondere Form von
Tanz mit festen Bewegungsabläufen. Er wies darauf hin, wie wichtig
Tanz für die Entwicklung des Kindes ist. Tanztherapeuten wie Trudi
Schoop sind der Ansicht, dass Tanz in der Psychotherapie von grossem Nutzen
sein kann. Bei den Schamanen wird der Gruppentanz als magisches Ritual
verwendet.
Tao.
Begriff aus der chinesischen Philosophie und Grundbegriff der Lehre des
chinesischen Weisen Lao-Tse. Tao bezeichnet das göttliche Gesetz,
dem alles Sein im Kosmos folgt. Es ist die Ursache allen Seins, das sich
im Universum in den verschiedensten Formen manifestiert. Laut den taoistischen
Lehren (dem Taoismus) ist es aber unmöglich, das wahre Wesen des
Tao zu beschreiben.
Taoismus.
> Tao.
Tao-te-Ching
(das Buch vom Weltgesetz und seinem Wirken). Angeblich von Lao-Tse um
300 v. Chr. verfasstes chinesisches Weisheitsbuch über den Ursprung
aller Wesen und allen Seins. (Siehe auch unter Tao).
Tarot.
Ein von den Zigeunern stammendes Kartenspiel mit 78 Karten, auf denen
verschiedene Symbole abgebildet sind. Die archetypische Symbolik und die
Reihenfolge der Karten spiegelt den spirituellen Weg des Menschen bis
zu seiner Vollendung wieder. Die Karten sind in zwei Gruppen unterteilt.
Die sog. "Grossen Arkana" (Geheimnisse) enthalten 22, die "Kleinen
Arkana" 56 Karten. Die grossen Arkana versinnbildlichen die Begegnung
des Menschen mit der göttlichen oder spirituellen Dimension, die
kleinen Arkana die Stufen der irdischen Entwicklung. Tarot-Karten werden
als Orakel zur Zukunftsdeutung verwendet. Die Bedeutung der verschiedenen
Arten, das Tarot zu legen, reicht aber viel weiter. In der Esoterik werden
die Tarot-Karten auch dazu benutzt, sich Klarheit über eine Situation
oder Problematik zu verschaffen. Früher sollen die Symbole der Tarot-Karten
eine wichtige Rolle bei der Einweihung gespielt haben.
Teilhard
de Chardin (1881-1955). Jesuitenpriester und Wissenschaftler, der
die Evolution als Bewusstseinsentwicklung interpretierte. De Chardin geht
von einem Weltbild aus, nach dem es die sog. "Biosphäre",
den Bereich des beseelten Lebens, und die sog. "Noosphäre"
gibt, der Bereich des Bewusstseins, der die Erde mit seiner spirituellen
Energie umhüllt. Er schuf den Begriff des "Superorganismus".
Dieser ist eine Vision vom Menschen, der aus der spirituellen Energie
schöpft und damit das Überleben der Erde und seiner Bewohner
gewährleisten könnte. Teilhard de Chardin lebte 20 Jahre lang
in China und später in Amerika. Die Kirche bezeichnete seine Lehren
als Ketzerei. In der Esoterik gelten sie jedoch als eine wichtige Quelle
der Inspiration.
Telekinese.
Begriff aus der Parapsychologie. Telekinese ist ein physikalisches Phänomen,
bei dem sich Gegenstände ohne erklärbare Einwirkung von aussen
bewegen, in der Luft schweben oder herumgewirbelt werden. (Siehe auch
unter Poltergeist, Psychokinese und Spuk.)
Telepathie
(auch: "Gedankenlesen" oder "Gedankenübertragung").
Eine Form der aussersinnlichen Wahrnehmung. Telepathie ist die Fähigkeit,
Gedanken zu lesen. Das Phänomen der Telepathie tritt spontan auf.
Häufig haben Menschen, die sich sehr nahe stehen, eine telepathische
Verbindung. Auch bei Zwillingen findet man häufig eine telepathische
Begabung.
Thanatologie
(griech.: thanatos = Tod; auch: "Sterbeforschung"). Forschungsgebiet,
das sich mit sog. Nahtod-Erlebnissen befasst. Dabei werden die Berichte
von reanimierten klinisch Toten analysiert und ausgewertet.
Theosophie
(griech.: Gottesweisheit). Von dem Medium Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891)
begründete Lehre, die Einsichten in die Ursprünge, die Natur
und die Bestimmung des Menschen vermitteln will. Madame Blavatsky bereiste
20 Jahre lang den Osten und gründete 1875 gemeinsam mit Colonel Olcott
in Madras, Indien, die "Theosophische Gesellschaft". Gemäss
der Theosophie ist der Mensch ein spirituelles Wesen, das über mediale
Fähigkeiten verfügt. Auch die Reinkarnation ist ein wesentlicher
Bestandteil der theosophischen Lehre. Die Theosophen glauben, dass die
Menschen von spirituellen Meistern geführt werden, die auf einer
höheren Bewusstseinsebene wirken. Mit Hilfe der Theosophie soll der
Kontakt zu diesen Meistern ermöglicht werden, so dass man mit ihnen
zusammenarbeiten kann. (Siehe auch unter Krishnamurti.)
Therapeutic
Touch (engl.: therapeutische Berührung.) Von Dolores Krieger
entwickelte Heilmethode, bei der die Hände als eine Art Wünschelrute
benutzt werden. Auf diese Weise sollen Störfelder im Körper
diagnostiziert und die Energie wieder in Harmonie gebracht werden. Die
Methode bewirkt eine Tiefenentspannung, lindert Schmerzen und fördert
den Heilungsprozess.
Tibetanische
Medizin. Die tibetanische Medizin verbindet die Ayurveda-Medizin mit
dem Buddhismus und der Bon-Religion, einer nordasiatischen Form des Schamanismus.
Die indische Stadt Dharamsala, in der auch der 1959 aus Tibet geflohene
Dalai Lama lebt, ist heute ein Zentrum der tibetischen Medizin. In der
tibetischen Medizin wird Krankheit als ein Fehlen der Harmonie betrachtet,
wobei es keine Grenzen zwischen körperlichen, geistigen und psychische
Krankheiten gibt. Krankheit ist nach dieser Lehre eine Folge einer falschen
geistigen Einstellung.
Tiefenentspannung.
Ein Zustand, in dem man alle begrifflichen Vorstellungen von Körper
und Geist loslässt und sich dem natürlichen Fluss der Lebensenergie
hingibt.
Tierkreiszeichen
(umgangssprachl. auch: "Sternzeichen"). Die scheinbare Bahn
der Sonne am Sternenhimmel wird in der Astrologie in zwölf Sektoren
unterteilt. Diese tragen den Namen eines Sternbildes, das sich in der
Anfangszeit der Astrologie in dem betreffenden Sektor befand. Jedem Tierkreiszeichen
werden bestimmte Eigenschaften und ein besonderes Potential zugeschrieben.
Die Tierkreiszeichen sind ein wesentlicher Bestandteil des Horoskops und
der astrologischen Charakteranalyse. Die zwölf Tierkreiszeichen der
westlichen Astrologie sind: Widder, Stier, Zwillinge, Skorpion, Schütze,
Steinbock, Wassermann und Fische. Auch die chinesische Astrologie verwendet
Tierkreiszeichen. Diese sind: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache,
Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Eber.
Totenbuch.
Ein Werk, das den Weg der Seele nach dem physischen Tod beschreibt.
Das Totenbuch wird neben dem Verstorbenen gelesen, um ihn auf seiner Reise
ins Jenseits zu begleiten und ihn dort vor Verirrungen zu schützen.
Bekannt sind das Tibetanische Totenbuch (Bardo Thödol) und das Ägyptische
Totenbuch.
Touch
For Health (dtsch. soviel wie: "heilsame Berührung").
Eine Form der Angewandten Kinesiologie, die in der Chiropraktik verwendet
wird. Ursprünglich wurde die Methode von dem Amerikaner John Thie
entwickelt.
Tragering
(auch: Trager-Massage oder Trager Psychophysical Integration). Von dem
amerikanischen Arzt, ehemaligen Boxer und Akrobaten Milton Trager (geb.
1908) entwickelte Massage. Bei den Trager-Massagen werden rhythmische
und rollende Bewegungen verwendet, um die Nervenenden zu stimulieren.
Trager erfand auch eine spezielle Entspannungsmeditation, die "Hook-Up"
heisst.
Trance.
Ein veränderter Bewusstseinszustand, der durch Hypnose, Singen, Tanz,
trommeln oder spezielle Entspannungstechniken herbeigeführt werden
kann. Im Trance-Zustand wird die Aufmerksamkeit der Sinne weitgehend von
der Aussenwelt abgezogen und nach innen gelenkt. Medien verwenden die
Trance, um mit dem Jenseits und anderen Wesenheiten Kontakt aufzunehmen.
Bei den Schamanen dient die Trance ebenfalls als Mittel, um mit den Geistern
in Verbindung zu kommen. In vielen Trance-Kulten wie dem Voodoo auf Haiti
gilt die Trance als Voraussetzung für eine Besessenheit durch Geister
oder Götter.
Trance-Therapie.
Von dem Brasilianer D. Akstein entwickelte Methode zur Herbeiführung
der Trance mit Hilfe von Trommeln und Musik.
Transaktions-Analyse
(kurz: "TA"). In den fünfziger Jahren von dem Psychologen
Eric Berne (1920-1970) entwickelte psychotherapeutische Methode. Die Transaktions-Analyse
befasst sich mit der Grundeinstellung der Persönlichkeit und dem
daraus resultierenden Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen. Berne
unterteilte die Persönlichkeit in Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich und
Kindheits-Ich. Er beschrieb vier grundlegende Lebenseinstellungen: 1.
Ich bin o.k. - du bist o.k. 2. Ich bin o.k. - du bist nicht o.k. 3. Ich
bin nicht o.k. - du bist o.k. 4. Ich bin nicht o.k. - du bist nicht o.k.
Dieses sog. "Lebensskript" wurde laut Berne in der Kindheit
entwickelt. Die Transaktions-Analyse, die wegen ihrer guten Verständlichkeit
ein breites Publikum fand, wird in vielen Gruppentherapien mit einbezogen.
Transformation
(lat.: Umwandlung). Modewort aus dem New-Age. Es bedeutet den Wandel,
der im neuen Zeitalter auf allen Ebenen stattfinden soll.
Transkommunikation.
Im Spiritismus und beim Channeling der Kontakt mit Geistern und überirdischen
Wesen. Bei der Transkommunikation äussern sich Geistwesen über
materielle Prozesse wie Tisch- und Glasrücken, als Stimmen auf Tonband,
im Radio oder am Telefon (Transaudio), im Fernsehen oder auf Video (Transvideo)
oder über Computer (Transtext).
Transpersonale
Psychologie (lat.: die Person überschreitend). Psychologische
Richtung, die sich aus der humanistischen Psychologie (siehe unter Maslow,
Abraham) entwickelte. Die Transpersonale Psychologie bezieht auch die
Erfahrungsbereiche der menschlichen Psyche mit ein, mit denen sich die
Esoterik auseinandersetzt. Daher befasst sie sich mit den transzendenten
Bedürfnissen des Menschen im Zusammenhang mit seiner Selbstverwirklichung.
C.G. Jung wird als Vater der Transpersonalen Psychologie betrachtet. Ein
weiterer Pionier auf diesem Gebiet war Roberto Assagioli mit seinen Theorien
über die Psychosynthese. Die Transpersonale Psychologie gewinnt im
Weltbild des New-Age immer mehr an Bedeutung. Im Jargon des New Age wird
die Transpersonale Psychologie daher oft auch als "spirituelle"
oder "transzendentale" Psychologie bezeichnet.
transzendent
(lat.: überschreitend, darüber hinausgehend). Alle Bereiche,
die über die dreidimensionale, raum-zeitlich gebundene und mit den
normalen Sinnen erfahrbare Realität hinausgehen.
Transzendentale
Meditation (kurz: "TM"). Eine von dem Inder Maharishi Mahesh
Yogi speziell für den Westen entwickelte Meditation. In dieser Technik
werden die Elemente der östlichen Meditation mit den Erkenntnissen
der westlichen Psychologie kombiniert. Bei der TM, die täglich 20
Minuten lang praktiziert wird, wiederholt der Meditierende ständig
dasselbe Mantra. Dieses Mantra ist ein Wort, das für ihn keine Bedeutung
hat und keine Assoziationen in ihm hervorruft. Durch die TM sollen die
beiden Gehirnhälften in Harmonie gebracht und die Kreativität
gesteigert werden. Maharishi Mahesh Yogi gestattete Wissenschaftlern,
die positiven Begleiterscheinungen seiner Meditationsmethode zu erforschen.
Auf diese Weise konnte nachgewiesen werden, dass Meditation eine heilsame
Wirkung auf den gesamten Organismus hat. In der TM-Bewegung wird eine
weitere Meditationstechnik geübt, die sog. Siddhi-Meditation. Siddhis
sind paranormale Kräfte, die spirituell hoch entwickelte Menschen
besitzen. Bei der Siddhi-Meditation soll der Meditierende die Fähigkeit
der Levitation (d.h. des freien Schwebens) erlernen. Maharishi Mahesh
Yogi setzte sich auch für die Verbreitung der Ayurveda-Medizin ein.
In Noida nördlich von New Delhi gründete er ein Zentrum für
Ayurveda-Medizin.
Transzendente
Funktion. Von dem Tiefenpsychologen C.G. Jung geprägter Begriff
für das ausgleichende "Dritte", das in Form eines Symbols
oder einer neuen Perspektive aus dem Unbewussten aufsteigt, nachdem die
in Konflikt miteinander stehenden Gegensätze bewusst gemacht worden
sind.
Traum.
Träume liegen im Grenzbereich der wissenschaftlichen Erklärbarkeit.
In vielen Kulturen, z.B. bei den Schamanen, spielen Träume eine wichtige
Rolle. Im Westen beschäftigte sich als erster der Psychiater Sigmund
Freud mit der Traumdeutung als dem Weg ins Unterbewusstsein. Freud sah
Träume als Botschafter der Vergangenheit. C.G. Jung ging noch weiter
und fand in der Traumarbeit ein enormes Potential, das nicht nur dem persönlichen
sondern auch dem kollektiven Unbewussten entspringt. Andere Kulturen beschäftigen
sich mit dem tieferen Inhalt der Träume und nutzen sie für ihren
Alltag, wie zum Beispiel der Stamm der Senoi in Malaysia. Die Psychologin
Patricia Garfield besuchte die Senoi und erforschte deren Methode, mit
Träumen zu arbeiten. Sie fand heraus, dass das friedliche und geordnete
Leben diese Volkes darauf basiert, dass die Senoi durch die Traumarbeit
mit bestimmten Techniken ihre Ängste und Probleme bewältigen
lernen. Auch einige moderne Therapieformen verwenden ähnliche Methoden.
Eine besondere Form des bewussten Träumens stellen die sog. Klarträume
dar. (Siehe unter Luzidität.) Auch ausserkörperliche Erfahrungen
sind im Traum möglich, wie z.B. Astralreisen. Es gibt auch Fälle
von Präkognition im Traum. Dabei wird in einem sog. Wahrtraum ein
Ereignis vorhergesehen, das später tatsächlich eintritt.
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UFO ("Unbekanntes Flugobjekt"). Über UFOs, die im
Volksmund auch "Fliegende Untertassen" genannt werden, wurden
schon viele absurde Spekulationen angestellt. Es gibt jedoch auch unzählige
seriöse Berichte und sogar Filmmaterial über UFOs, die Anlass
für eine intensive, bislang jedoch nicht sehr ergiebige UFO-Forschung
sind.
Unified
Field (dtsch. soviel wie: "gemeinsames Feld"). Begriff aus
der Transzendentalen Meditation. "Unified Field" bedeutet, dass
ein Prozent der Personen in einem Kollektiv durch gemeinsame Gedanken
und Meditation eine nachweisbare Änderung im Kollektiv bewirken können.
(Siehe auch unter Morphogenetisches Feld.)
Unterwassergeburt.
Entspannende und schmerzlindernde Geburtsmethode, die in den Bereich der
natürlichen (sanften) Geburt fällt. Bei der Unterwassergeburt
wird das Kind im Wasserbecken entbunden. Fürsprecher und Pioniere
dieser Entbindungsmethode sind Igor Tjarkovskij und Michel Odent.
Unus
Mundus (lat.: eine Welt). Begriff aus der Alchemie für einen
Zustand der Ganzheit, in dem das Ich-Bewusstsein und das Unbewusste harmonisch
zusammenwirken.
Urschrei-Therapie
(auch: "Primärtherapie"). Therapiemethode von dem Psychologen
Arthur Janov. Janov bezeichnet den ersten Schrei, den der Säugling
nach der Geburt loslässt, als "Urschrei". In der Urschrei-Therapie
durchlebt der Klient das Geburtstrauma noch einmal wieder. Im "Urschrei"
verleiht er seinem Schmerz Ausdruck und kann sich davon befreien.
Übersinnlich.
Mit den normalen Sinnen nicht wahrnehmbar, wie z.B. Astralwesen.
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Vegetarismus. Ausschliessliche oder überwiegend pflanzliche
Ernährungsweise.
Vegetative
Veränderungen. Yogis, und Fakire können bestimmte Körperfunktionen
kontrollieren, die normalerweise nicht dem Willen unterliegen. Solche
Funktionen sind beispielsweise der Herzschlag, der Blutdruck, Blutungen
und Schmerzen. Diese Körperkontrolle wird durch besonders entwickelte
geistige Fähigkeiten erlangt. Inzwischen ist erwiesen, dass das vegetative
Nervensystem mit Methoden der Autossuggestion oder Hypnose beeinflusst
werden kann. Das moderne Verfahren des Biofeedback zeigt, dass jeder eine
gewisse Körperkontrolle erlernen kann.
Veränderter
Bewusstseinszustand. Bewusstseinszustand, in dem eine Veränderung
oder Erweiterung des normalen Wachbewusstseins eintritt, wie z.B. die
Trance.
Verbiegungen
(auch: "Geller-Effekt"). Das Verbiegen von Löffeln
und anderen Besteckteilen mittels Gedankenkraft bzw. psychokinetischen
Fähigkeiten. Verbiegungen solcher Art wurden durch den Israeli Uri
Geller (geb. 1946) weltweit bekannt. Gellers Demonstrationen prägten
den Begriff "Geller-Effekt". (Siehe auch unter Psychokinese.)
Vierte-Welt-Musik.
Von den beiden Musikern Brian Eno und Jon Hassell geprägter Begriff
für eine Musikform mit planetarem Charakter. Das bedeutet, dass ethnische
und elektronische Musik miteinander kombiniert werden, um die Einheit
von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen.
Vierter
Weg Bezeichnung für die Lehren von
G.I. Gurdjieff.
Vipassana.
Eine buddhistische Meditation, deren Ursprünge in Birma, Sri Lanka
und Thailand liegen. In der Vipassana-Meditation konzentriert sich der
Meditierende auf einen Gegenstand oder einen Text. Mit diesen Konzentrationsübungen
soll eine Kontrolle über die Gedanken das psychische Befinden und
die Körperfunktionen erreicht werden.
Vision
(von lat.: videre = sehen). Ein Bild oder eine Bilderfolge vor dem "geistigen"
Auge. Eine Vision kann während des Erlebens als völlig real
empfunden werden.
Visionssuche.
In manchen Kulturen, wie z.B. bei den Schamanen der nordamerikanischen
Indianer, wird eine Vision gezielt angestrebt. Bei der Visionssuche begibt
sich der Betreffende nach einer Vorbereitungszeit (dazu zählt z.B.
die Reinigungszeremonie in der Schwitzhütte) ohne Essen und Trinken
in die Wildnis, wo er darauf wartet, dass ein Inneres Bild in ihm aufsteigt.
In der Vision wird ihm seine Aufgabe o.ä. offenbart. Die Vision gilt
als eine Botschaft aus der Geisterwelt.
Visualisation.
Eine von Elmer Green entdeckte Technik, mit der bewusst ein inneres Bild
erzeugt wird. Green fand heraus, dass Visualisieren wie eine Computersprache
funktioniert. Das geistige Bild wird in das neurologische System des Körpers
"einprogrammiert". Die Visualisation wird dazu benutzt, ein
bestimmtes Ziel im Geist zu erschaffen, damit es sich verwirklichen kann.
Als Selbsthilfe-Methode wird die Visualisation auch zum Heilen mit Erfolg
angewendet, wie z.B. in der Krebstherapie. (Siehe auch unter Simonton,
Carl und Stephanie.) Die Visualisation eignet sich auch zur Entfaltung
des kreativen Potentials. Deshalb spielt sie z.B. in der Silva-Mind-Methode
eine wichtige Rolle.
Voodoo
(franz.: vauderie = Zauberei; auch "Voodou" geschrieben).
Kult auf Haiti, in dem durch Trance eine Besessenheit von Geistern oder
Gottheiten bewirkt werden soll.
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Wahrsagen. Methode der Zukunftsprognose mit verschiedenen Hilfsmitteln.
Der Wahrsager liest beispielsweise aus dem Kaffeesatz (Kaffeedomantie),
aus Teeblättern bzw. Teetassen (Tasseographie), tierischen Eingeweiden
(Hauspizium), dem Vogelflug (Ornithomantie) oder aus der berühmten
Kristallkugel (Kristallomantie).
Wahrtraum.
> Traum.
Wassermann-Zeitalter.
Astrologische und esoterische Bezeichnung aus dem New-Age-Jargon für
das kommende Zeitalter (auch als New-Age bekannt). Das Wassermann-Zeitalter
wird von Tierkreiszeichen Wassermann beherrscht. In der Esoterik soll
es deshalb von Humanität, Toleranz, Spiritualität, Brüderlichkeit,
aber auch schnellem Wandel, Unruhe und starken Umbrüchen geprägt
werden.
Wesenheit
(auch: "Entität"). Ein nicht verkörpertes Astralwesen
oder die Seele eines Verstorbenen.
Whirling
(engl.: das Herumwirbeln). Ein Derwisch-Tanz, bei dem sich der Tänzer
lange Zeit zur Musik im Kreis dreht. Das Whirling soll einen ekstatischen
Bewusstseinszustand herbeiführen.
Wicca.
Eine Naturreligion, die heute wiederbelebt wird und an die alte Tradition
der Hexen anknüpft. Im Wicca werden Rituale an besonderen Tagen wie
den Sonnenwenden in der freien Natur abgehalten. Wicca-Anhänger/innen
glauben an ein Leben nach dem Tod, die Reinkarnation und an die Naturgeister.
Wiedergeburt.
> Reinkarnation.
Wissenschaft
von der kreativen Intelligenz. Die Lehre der transzendentalen Meditation
von Maharishi Mahesh Yogi. Die "Wissenschaft von der kreativen Intelligenz"
geht davon aus, dass es eine ursprüngliche, reine, kreative Intelligenz
gibt.
Workshop
(engl.: Werkstatt). Eine Gruppenveranstaltung, die meist einige Tage
dauert. Bei einem Workshop werden neue Erkenntnisse gesammelt und Erfahrungen
innerhalb der Gruppe gemacht.
Wünschelrute.
Ursprünglich eine Astgabel (meist ein gegabelter Haselnusszweig),
die sich nach oben und unten bewegt, wenn man sie zwischen den Händen
hält. Moderne Wünschelruten sind meist aus Metall.
Wünschelrutengehen.
Wünschelrutengänger sind in der Lage, mit Hilfe der Wünschelrute
Wasseradern, Metall oder archäologische Fundstätten im Boden
zu lokalisieren. Darüber hinaus lassen sich Magnetfelder, z.B. in
Häusern und Wohnungen, feststellen, die auf schädliche Erdstrahlungen
zurückzuführen sind. Manche Rutengänger können die
Wünschelrute auch zu medizinischen Diagnosezwecken verwenden. Das
Wünschelrutengehen gibt es in Europa schon seit Jahrhunderten. In
diesem Jahrhundert wurde das Wünschelrutengehen von Henry de France
wieder populär gemacht. De France gründete 1933 in Grossbritannien
die erste Wünschelrutengängervereinigung. Einer der bekanntesten
Wünschelrutengänger war der französische Priester Abbé
Mermet. Mermet führte in den zwanziger Jahren sogar diagnostische
Versuche mit der Wünschelrute unter ärztlicher Aufsicht durch,
wobei er grossen Erfolg hatte. (Siehe auch unter Pendeln und Radiästhesie.)
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Xenoglossie (griech.: unbewusstes Reden in einer unbekannten Fremdsprache).
Die Fähigkeit, eine Sprache zu sprechen, die dem Betreffenden nicht
geläufig ist. Xenoglossie taucht bei Personen auf, die sich in Trance,
unter Hypnose oder in einer Rückführung befinden. Auch beim Channeling
kommt dieses Phänomen vor. Fälle von Xenoglossie können bewiesen
werden, da der Sprecher häufig alte Sprachen spricht, die heute nicht
mehr verwendet bzw. erlernt werden. |
Yggdrasil. Im Jahre 1982 wurde eine Vereinigung der nordischen Schamanenkunde
mit dem Namen "Yggdrasil" gegründet. Die Vereinigung vermittelt
ekstatische Techniken und veranstaltet Kurse und Zeremonien. (Siehe auch
unter Schamane und Schamanismus.)
Yin
und Yang. Nach der chinesischen Philosophie des Taoismus bedeuten
Yin und Yang die beiden gegensätzlichen Energiemanifestationen der
Lebensenergie (Chi). Die Polarität dieser beiden Gegenpole zeigt
sich in allen Lebensformen. Yin symbolisiert den weiblichen Pol, die dunkle,
passive, nach innen gerichtete Seite. Yang ist der männliche Pol
und repräsentiert die helle, aktive und nach aussen gerichtete Seite.
Yin ist beispielsweise das Wasser, die Erde, der Winter, die Intuition.
Yang ist das Feuer, der Himmel, der Sommer, der rationelle Verstand. Die
Harmonie hängt vom Gleichgewicht von Yin und Yang ab, sei es im Menschen,
auf der Erde oder im ganzen Kosmos.
Yoga
(sanskrit: Joch). Eine holistische Lehre, die auf alten hinduistischen
Texten beruht - den Sutren Patanjalis und der Bhagavad Gita. Der Yoga
ist eine Disziplin, die als Weg der Befreiung von der Illusion betrachtet
wird. Ziel des Yoga ist das Einswerden des menschlichen Geistes mit dem
göttlichen Bewusstsein. Der Weg des Yoga vollzieht sich in acht Stufen.
Die erste Stufe (yama) behandelt fünf ethische Regeln für das
soziale Leben und die Gesetze der Moral. Darauf folgt "niyama",
fünf ethische Regeln für die persönliche Lebensführung.
"Asana" bedeutet die Körperhaltung. Dabei werden die verschiedenen
Yoga-Stellungen (Asanas) praktiziert, um die Energien im Körper auszubalancieren.
"Pranayama" beinhaltet die speziellen Atemübungen des Yoga.
Dadurch wird eine Kontrolle des Atems erlernt. "Pratyahara"
lehrt, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. "Dharana" ist
die Übung der vollständigen Konzentration, "dhyana"
die Übung der Meditation. Die letzte Stufe ist "samadhi",
die Erleuchtung. Im Buddhismus spricht man daher auch von "dem achtfachen
Pfad". Zu den wichtigsten Richtungen des Yoga zählen der Karma-Yoga
(Integration durch Pflichterfüllung), der Raja-Yoga ("der Königsweg"
zur Integration, der alle Yoga-Formen enthält), der Bhakti-Yoga (Integration
durch Liebe und Hingabe), der Insana-Yoga (Integration durch Wissen; eine
intellektuelle Yoga-Form), der Kundalini-Yoga (Erweckung der Kundalini)
und der auch im Westen verbreitete Hatha-Yoga (Integration durch Körperbeherrschung).
Yogi.
Jemand, der Yoga praktiziert.
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Za-Zen. Die traditionelle Meditation im Zen-Buddhismus. Der Meditierende
sitzt dabei im Lotussitz. Alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle sollen
registriert, aber nicht weiter beachtet werden. Meist beschäftigt sich
der Meditierende beim Za-Zen mit einem Koan.
Zeitalter
(auch: "astrologisches Zeitalter"). Die Astrologie geht
davon aus, dass ein Weltenjahr etwa 25.000 Jahre dauert. In dieser Zeit
bewegt sich die gedankliche Verlängerung der Erdachse einmal (rückwärts)
durch den Tierkreis. Daraus errechnet sich ein Weltenmonat, aus dem sich
ein etwa 2000 Jahre dauerndes astrologisches Zeitalter ergibt. Derzeit
befinden wir uns am Übergang vom Fische-Zeitalter ins Wassermann-Zeitalter.
In der Astrologie werden die vergangenen Zeitalter folgendermassen interpretiert:
Das Löwe-Zeitalter (etwa 10.000-8.000 v. Chr.) entspricht der Zeit
der Höhlen- und Felsmalerei (Kreativität). Das Krebs-Zeitalter
(etwa 8.000-6.000 v. Chr.) bezeichnet den Übergang vom Nomadenleben
(Jäger und Sammler) zu festen Siedlungen und Ackerbau (Sesshaftigkeit,
Häuslichkeit). Das Zwillinge-Zeitalter (etwa 6.000-4.000 v. Chr.)
beinhaltet die Erfindung der Schrift, des Rades und anderer Geräte
(Intellekt, Kommunikation). Das Stier-Zeitalter (etwa 4.000-2.000 v. Chr.)
wird vom Bau der Tempel und Pyramiden geprägt, die Jahrtausende überdauern
(Beständigkeit, Bewahren). Ins Widder-Zeitalter (etwa 2.000 v. Chr.
-0) fällt die Entstehung von Weltreichen wie dem Römischen Imperium
(Kampf, Krieg, Tatkraft). Im Fische-Zeitalter (etwa 0-2.000 n. Chr.) entstand
und verbreitete sich das Christentum (Religiosität). Das anbrechende
Wassermann-Zeitalter soll von Idealismus, Fortschritt und Spiritualität
geprägt sein.
Zeitreisen.
Manche Medien oder Menschen, die über psychokinetische Kräfte
verfügen, behaupten, Zeitreisen unternehmen zu können. Dies
soll durch die Aussendung des Astralkörpers - die sog. Astralprojektion
möglich sein.
Zen-Buddhismus.
Ein Zweig des Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in China und im 12.
Jahrhundert in Japan verbreitete. Das Wort "Zen" ist eine Übersetzung
des chinesischen "Ch'an" und des Sanskrit-Wortes "dyana",
was soviel wie konzentrierte Meditation bedeutet. Die Praxis des Zen-Buddhismus
basiert auf Einfachheit, Strenge und Ausdauer. Die Disziplin wird auch
in den Zen-Künsten geübt. Dazu gehören das Bogenschiessen,
der Schwertkampf, das Blumenstecken und die Tee-Zeremonie.
Zen-Schlag.
Beim Za-Zen in Zen-Klöstern geht ein Mönch mit einem Stock in
der Hand zwischen den Meditierenden auf und ab. Wenn er entdeckt, dass
die Achtsamkeit eines Schülers nachlässt, schlägt er ihn
auf die Schulter. Der Zen-Schlag wird als Belehrung verstanden. Der Schüler
verneigt sich nach dem Zen-Schlag, um sich für die Belehrung zu bedanken.
Zener-Karten.
Die Zener-Karten werden bei sog. PSI-Tests verwendet. Dabei werden die
Fähigkeiten der aussersinnlichen Wahrnehmung (ASW) und die telepathische
Begabung einer Person getestet. Das Kartendeck besteht aus 25 Symbolkarten.
Die fünf Symbole sind Kreuz, Quadrat, Kreis, Stern und Wellenlinien.
Zweites
Gesicht. Vom "zweiten Gesicht" spricht man bei Menschen,
die die Fähigkeit zur Präkognition oder Telepathie besitzen.
Im Volksmund heisst es daher auch, jemand habe "das zweite Gesicht".
Menschen mit dieser Begabung können Ereignisse voraussehen oder die
Gedanken eines anderen lesen. Das "zweite Gesicht" haben medial
veranlagte Personen, die als Medium, Seher oder Wahrsager bezeichnet werden.
Zu den bekanntesten Sehern mit dem zweiten Gesicht gehört Emanuel
Swedenborg (1688-1772), der "Wissenschaftler, der zum Seher wurde".
Swedenborg sah einen Grossbrand in Stockholm voraus, den er in allen Einzelheiten
beschrieb. Ein weiterer bekannter Seher, der unter anderem den Tod von
zwei amerikanischen Präsidenten verkündete, war Edgar Cacye
(1877-1945). Eine der bekanntesten modernen Zukunftsseherinnen ist Jeane
Dixon (geb. 1918). Sie prophezeite die Ermordung von John F. Kennedy und
Martin Luther King. (Siehe auch unter Hellsichtigkeit.)
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