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Esoteriklexikon

Esoteriklexikon von A_Z

Esoterik

Abrakadabra. Wort aus der magischen Tradition, das auf Amulette geschrieben und z.B. bei Krankheiten für sehr wirksam gehalten wurde.

ACEM-Meditationen. Der Begriff "ACEM" ist ein Phantasiewort, das keine besondere Bedeutung hat. ACEM ist eine Meditations-Organisation, die sich mit der Stressbewältigung, Entspannung, Energie und Persönlichkeitsentwicklung mit Hilfe von auf den Westen zugeschnittene Formen der Meditation befasst. ACEM widmet sich besonders der Gesundheitsvorsorge und dem Kampf gegen den Drogenmissbrauch.

Adept (lat.: adeptus = der erlangt hat). Meister des Okkulten, der die Intiation (Einweihung erlangt hat und über magisches Wissen und magische Kräfte verfügt. (Siehe auch unter Magie).

Affirmation (lat.: Bekräftigung). Autosuggestionsmethode mit positivem Denken und Bestätigung der eigenen Zielsetzung. Mit Hilfe von positiv formulierten Sätzen, deren Wiederholung die eigene Persönlichkeit bestätigt, soll eine Umprogrammierung der gewohnten Denkmuster bewirkt werden. (Siehe auch unter Positives Denken.)

Aikido (Weg do zur Harmonisierung ai der Lebenskraft ki. Östliche Kampfkunst mit philosophischem Hintergrund, bei der die Harmonie zwischen Angreifer und Angegriffenem im Vordergrund steht. Aikido wurde von dem Japaner Morihei Uyeshiba (gest. 1969) entwickelt und baut auf den traditionellen Kampfkünsten der Samurai auf. (Siehe auch unter Kampfkunst.)

Akasha (sanskrit: Raum Äther). Im Hinduismus eines der fünf Elemente.

Akasha-Chronik. Begriff aus der Theosophie. Die Akasha-Chronik gilt als astrales Gedächtnis, in dem alle Ereignisse auf der Welt gespeichert sind und von medial veranlagten Menschen dort abgerufen werden können.

Akupressur. Eine Heilmethode, die das chinesische System der Akupunktur mit japanischen Fingerdrucktechniken verbindet, um Muskelverspannungen zu lösen. Angewandte Systeme der Akupressur sind Jin Shin (Jin-Shin-Do und Jin-Shin-Jyuto) und Shiatsu.

Akupunktur. Mindestens 5000 Jahre alte, traditionelle Methode der chinesischen Medizin, bei der an bestimmten Punkten Nadeln in die Haut gesteckt werden, um die Körperenergien zu harmonisieren und die Gesundheit zu fördern. Die Akupunktur geht von der Vorstellung vom Fluss der Lebensenergie (Chi) im menschlichen Körper aus. Moderne Formen der Akupunktur verwenden ausser Nadeln auch elektrische Ströme oder Laser, um die Akupunktur-Punkte zu stimulieren.

Alechemie (arab.: el kymia = "das schwarze Land" (Ägypten)). "Esoterische Lehre aus dem alten Ägypten, die von Denkern aus Griechenland bis nach Europa verbreitet wurde. Ihre Grundthese besagt, dass alles in der Welt eins sei und demselben Grundstoff entstammte. Die Suche der Alchemisten nach dem "Stein der Weisen" kann als die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gedeutet werden. In der Alchemie geht es u.a. darum, unedle Metalle in immer edlere zu verwandeln (transmutieren) - bis hin zum Gold oder "dem Stein der Weisen", mit dem man unedle Metalle direkt in Gold verwandeln kann. Gemäss dem Gesetz der Entsprechung verläuft die geistig-seelische Veredelung des Alchemisten parallel zu dieser Transmutation. Der Mystiker Gustav Meyrink bezeichnete diesen Prozess als die Entwicklung vom Tiermenschen zum "Goldmenschen".

Alexander-Technik. Körpertechnik von dem australischen Schauspieler Frederick Matthias Alexander (1869-1955), bei der durch Selbstbeobachtung die Körperhaltung korrigiert und der "richte" Gebrauch des Körpers erlernt wird. Die Alexander-Technik wird jedoch auch als eine Psychotherapie angesehen. Die Harmonie der Persönlichkeit wird durch die Koordination von emotionalen, mentalen und körperlichen Aspekten erreicht. Die Behandlung besteht aus sanften Manipulationen der Muskulatur und Haltungsübungen. Das Trainingprogramm, das mindestens 30 Lektionen umfasst, wird heute oft von Bühnenkünstlern angewendet. Die Alexander-Technik empfiehlt sich auch bei Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen.

Alphawellen. Gehirnwellen mit einer Frequenz zwischen 8 und 12 Hertz, die in der Tiefenentspannung und Meditation auftreten. Mit der Methode des Biofeedback oder Silva Mind Control kann man trainieren, einen sog. "Alpha-Zustand" bewusst herzustellen.

Alternative Medizin. Jede Therapie, die nicht auf der orthodoxen Schulmedizin basiert.

Alternativer Nobelpreis (Right Live-Ilhood Award.) 1979 von Jacob von Uexküll ins Leben gerufener Preis, der in Stockholm am Tag vor der Nobelpreisverleihung für Projekte aus den verschiedenen Bereichen des New Age vergeben wird.

Amma (auch: Ahma). Traditionelle japanische Massage. Die Amma-Massage entstand im 9. Jahrhundert und verbreitete sich im 17. Jahrhundert in ganz Asien. Anfang dieses Jahrhunderts wurde sie in den USA als eine besondere Form der Energiemassage bekannt.

Angewandte Kinesiologie. Von dem amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart entwickelte Diagnose- und Behandlungsmethode. In der angewandten Kinesiologie werden manuelle Muskeltests und Akupressur verwendet. Das System basiert auf einer Auflistung von Muskelreflexen und deren energetischen Beziehung zu den Organen. In der angewandten Kinesiologie werden die schwachen Muskeln gestärkt. Goodheart ging im Gegensatz zur herkömmlichen Massage, bei der die verspannten Muskeln gelockert werden, davon aus, dass Verspannungen darauf zurückzuführen sind, dass andere Muskeln zu schwach sind. (Siehe auch unter Behaviorale Kinesiologie.)

Anima (lat.: Seele). Von dem Psychiater C.G. Jung geprägter Begriff für einen Archetypus. Die Anima ist die unbewusste Seite der Persönlichkeit des Mannes. Sie personifiziert sich in Träumen in Frauengestalten, von der Prostituierten und Verführerin bis hin zur weisen, spirituellen Führerin. Die Anima verkörpert das Eros-Prinzip, weshalb sich die Entwicklung der Anima beim Mann in seiner Beziehung zu Frauen widerspiegelt. Jung nannte die Anima den Archetypus des Lebens schlechthin.

Animismus (lat.: anima = Seele). Glaube an die Beseeltheit der Natur und der Naturkräfte bei Naturvölkern und Religionen.

Animus (lat.: Geist). Von dem Psychiater C.G. Jung geprägter Begriff für einen Archetypus. Der Animus ist die unbewusste männliche Seite der Persönlichkeit einer Frau. Der Animus personifiziert das Logos-Prinzip und repräsentiert den Inneren Mann, der eine Brücke zwischen dem Ich der Frau und Ihrem im Unbewussten schlummernden kreativen Potential bildet.

Anthroposophie (griech. Menschenweisheit). Von dem deutschen Okkultisten Rudolf Steiner ins Leben gerufene Lehre, die das Spirituelle im Menschen zum Spirituellen im Universum führen will. Die Anthroposohie verstand Steiner als "Geisteswissenschaft" und Schulungsweg, der dazu führen sollte, zur Erkenntnis der höheren Welten zu gelangen. Die Anthroposophie wirkte sich in der Praxis auch auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft, die anthroposophische Medizin und die Waldorf-Pädagogik aus.

Anthropososophische Gesellschaft ("AG"). Die Anthroposophische Gesellschaft wurde 1913 von Rudolf Steiner gegründet. Im Gegensatz zur Theosophischen Gesellschaft, die sich mehr an den östlichen Lehren orientiert, sucht die AG ihre spirituelle Entfaltung eher in der esoterischen Tradition des Westens.

Anthroposophische Medizin. Der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, betrachtete Krankheiten als einen Prozess, durch den sich der Mensch entwickelt. Die Aufgabe des Arztes bestand seiner Meinung nach nicht nur darin, die Symptome zu behandeln, sondern den Entwicklungsprozess zum Wohl des Patienten zu steuern. Daher werden während der Genesung die "Ichkräfte" des Menschen gestärkt und seine Selbstheilungskräfte unterstützt. Der Patient nimmt aktiv an der Behandlung teil. Die anthroposophisch Medizin ist durch die Krebs-Therapie mit Mistelpräparaten bekannt geworden. Steiner gründete mit der holländischen Ärztin Ita Wegmann (1876-1943) die erste anthroposophische Klinik in Arlesheim in der Schweiz. Heute gibt es fast 30 anthroposophische Krankenhäuser, in denen die Patienten unter holistischen Gesichtspunkten behandelt werden. Steiner entwickelte eine besondere Heilpädagogik für Kinder und Behinderte.

Archetypus. Von C.G. Jung aus der Hermetik übernommener Begriff, der "Urbild" bedeutet. Archetypen schlummern im "kollektiven Unbewussten" und drängen danach, verwirklicht zu werden. Archetypen tauchen in Träumen, Visionen und Mythen auf. Bekannte Archetypen sind z.B. der Held, die Grosse Mutter, der alte Weise, Geburt und Tod. Bei den Archetypen handelt es sich um Erfahrungen oder Motive aus dem kollektiven Unbewussten. Sie bilden die Grundlage von Religionen, Mythologien, Legenden und Märchen. (Siehe auch unter Anima und Animus.)

Arica. Philosophie und Trainingsmethode für die Persönlichkeitsentwicklung, die von dem Bolivianer Oscar Ichazo begründet wurde. Im Arica-Training werden Entspannungsübungen, Meditationen und Muskeltraining verwendet, um eine höhere Bewusstseinsstufe zu erlangen.

Aromatherapie. Ölmassage und moderne Therapieform des alten Brauchs, sich die Heilwirkung von ätherischen Ölen zunutze zu machen. Die in der Aromatherapie verwendeten Essenzen werden aus Blumen, Pflanzen und Bäumen gewonnen.

Asanas. Spezielle Körperstellungen aus dem Hatha-Yoga mit Namen wie "Kobra" oder "Löwe".

Ashram. Name für den Versammlungsort der Anhänger indischer religiöser Führer (Meister) im Altertum und in der Neuzeit.

Askese (griech.: Übung). Der Verzicht auf die Befriedigung von Bedürfnissen im Dienst einer Religion oder spirituellen Disziplin.

Aspekt. Begriff aus der Astrologie. Ein Aspekt ist ein Winkel, den die Planeten im Horoskop bilden. Der Aspekt zeigt die Art des Zusammenwirkens der Planeten an.

Assagioli, Roberto (1888-1974). Ein Psychiater, der ursprünglich aus der Freudschen Schule kam. Später entwickelte er seine eigene Theorie über die Psychotherapie und das Persönlichkeitswachstum, die er Psychosynthese nannte. Seine Vorstellungen haben viel gemeinsam mit denen von C.G. Jung, Abraham Maslow und G.I. Gurdjieff.

Assoziation. Spontaner Fluss von unzusammenhängenden Gedanken oder Bildern in Verbindung mit einem bestimmten Kontext, die von unbewussten Verknüpfungen bestimmt werden. Assoziationen können dazu benutzt werden, mit der "Inneren Stimme" oder der Intuition in Kontakt zu kommen.

Astral (griech.: aster = Stern). Der geistigen, spirituellen und nicht stofflichen Welt zugehörig. (Siehe unter Astralkörper, Astralreisen, Astralwesen).

Astralkörper. Feinstoffliches (nicht stoffliches) Ebenbild des physischen Körpers, das den Körper z.B. während des Schlafs verlassen kann.

Astralprojektion. Die Aussendung des Astralkörpers. (Siehe auch unter Zeitreisen.)

Astralreisen. Ausserkörperliche Erfahrungen, die der Astralkörper macht, wenn er den physischen Körper verlassen hat. Für Schamanen eine wichtige Technik, um mit Geistern in Kontakt zu treten und Informationen von ihnen zu erhalten.

Astralwesen. Unverkörperte Wesenheiten, die sich in einer anderen nichtstofflichen Welt, die sich dem normalen Wahrnehmungsvermögen entzieht, befinden. Astralwesen werden von medial begabten Menschen wahrgenommen, die auch Kontakt mit ihnen aufnehmen können. (Siehe auch unter Geistige Führer).

Astrologie. Alte Lehre aus Assyrien und Babylon vom Zusammenhang zwischen dem Geschehen am Himmel und auf der Erde. In der Astrologie werden die Himmelskörper als Symbole für Charaktereigenschaften des Menschen und irdische Vorgänge verwendet. Das aus dem individuellen Geburtsdaten berechnete Geburtshoroskop bildet die Grundlage Astrologie setzt sich das Horoskop aus zwölf Tierkreiszeichen, zehn Planeten (einschliesslich Sonne und Mond), den sog, "Häusern" und Aspekten zusammen.

Astromedizin. Die astrologische Medizin stellt Beziehungen zwischen den Tierkreiszeichen und den verschiedenen Körperteilen und Organen her. Dem ersten Tierkreiszeichen Widder entspricht der Kopf. Von diesem aus geht es den Körper abwärts bis zu den Füssen, dem das Tierkreiszeichen Fische zugeordnet wird. Astromediziner verordnen Heilmittel entsprechend den Tierkreiszeichen oder anderen Horoskopfaktoren wie z.B. den Planeten. (Siehe auch unter Astrologie.)

Aszendent (lat.: ascendere =aufsteigen). In der Astrologie das Tierkreiszeichen im Horoskop, das zum Zeitpunkt der Geburt am Horizont aufgeht. Der Aszendent wird aus dem Geburtsort und der Geburtszeit berechnet. Der Aszendent spielt in der Deutung des Horoskops eine wichtige Rolle, da er den Charakter und den Lebensweg stark beeinflusst.

Atembewusstheit. Die Fähigkeit, den Atem durch verschiedene Entspannungstechniken und Meditation zu vertiefen und in bestimmte Körperbereiche zu lenken.

Atlantis. Sagenumwobener, vor rund 10.000 Jahren versunkener Kontinent. Bei dem griechischen Philosophen Platon finden sich Hinweise auf Atlantis, aus denen hervorgeht, dass Atlantis hinter dem heutigen Gibraltar lag. Nach dieser Überlieferung wurde der Kontinent innerhalb kürzester Zeit durch Naturkatastrophen vernichtet. Die bisherigen Forschungsexpeditionen, die nach Überresten des versunkenen Kontinents suchten, konnten jedoch noch keine eindeutigen Ergebnisse erzielen.

Aura. Begriff für den in verschiedenen Farben strahlenden feinstofflichen Körper (Astralkörper), der den physischen Körper umgibt. Mit dem fototechnischen Verfahren der Kirlian-Fotografie kann die Aura-Abstrahlung sichtbar gemacht werden.

Ausserkörperliche Erfahrung (kurz: AKE). Erfahrung ausserhalb des physischen Körpers wie z.B. das Nahtoderlebnis, bei dem sich ein Sterbender bei vollem Bewusstsein über seinem physischen Körper schweben sieht, oder der Schamanenflug. Eine AKE kann auch im Zusammenhang mit Luzidiät stehen und durch bestimmte Rituale oder Drogen herbeigeführt werden.

Aussersinnliche Wahrnehmung (kurz: ASW). Wahrnehmung, die nicht durch die fünf Sinne zustande kommt, wie Hellsichtigkeit und Telepathie.

Autogenes Training. Methode der Selbst-Hypnose und Entspannung für das Nervensystem, mit deren Hilfe man eine Tiefenentspannung des Körpers herbeiführen kann. Das Autogene Training wurde von dem deutschen Arzt Johannes H. Schultz (gest. 1870) begründet und von W. Luthe weiterentwickelt. Das Autogene Training eignet sich vor allem bei negativem (krankmachendem) Stress, Spannungen, Nervosität und psychosomatischen Beschwerden.

Autosuggestion. Alle Methoden, die zu einer Art Selbsthypnose oder Beeinflussung von Körperfunktionen führen.

Avatar. Im Hinduismus eine Inkarnation (Verkörperung) des Gottes Vishnu. Die Anhänger eines Gurus betrachten ihren Meister als einen zum Mensch gewordenen Gott und bezeichnen ihn daher häufig als Avatar.

Ayurveda-Medizin (sanskrit: "ayur" = Leben; "veda" = Wissen). Aus Indien stammende und wahrscheinlich älteste medizinische Schule (1000 v. Chr.). Die Methoden der Ayurveda-Medizin werden heute noch als Gesundheitsvorsorge praktiziert. Dabei werden alle Aspekte des Lebens bei der Behandlung berücksichtigt. Ziel der Ayurveda-Medizin ist die Vorbeugung von Krankheiten. Daher werden auch Behandlungen verwendet, durch die das Immunsystem gestärkt wird. (Siehe auch unter Alternative Medizin und Holismus.)

Ätherisch. Siehe Feinstofflich.

Ätherkörper (auch: Ätherleib). Siehe Astralkörper.

Esoterik

Bach-Blütentherapie. Von dem englischen Arzt und Homöopathen Dr. Edward Bach (1886-1936) entwickelte Behandlungsmethode auf der Basis von Blütenessenzen, die aus wildwachsenden Pflanzen gewonnen und unter Berücksichtigung des psychologischen Zustands des Patienten verordnet werden. Bach erkannte, dass das gefühlsmässige Empfinden oder der mentale Zustand (z.B. Unruhe oder Hoffnungslosigkeit) zu Krankheitszuständen führt. Zur Vorbeugung und Harmonisierung werden Psyche und Körper mit Blütenessenzen gestärkt. In der Bach-Blütentherapie gibt es insgesamt 38 Blütenessenzen, die nach einer speziellen Methode hergestellt werden.

Bailey, Alice (1880-1949). Ein Medium, das in insgesamt 18 Büchern Material des tibetanischen spirituellen Meisters Djwhal Khul niederschrieb. Dieser kommunizierte mit Alice Bailey auf telepathischem Weg. Die Botschaften von Djwhal Khul wollen die Menschheit lehren, den Weg des spirituellen Wachstums im Interesse des ganzen Planeten zu gehen.

Bahaviorale Kinesiologie. Neue Wissenschaft, mit der sich zeigen lässt, dass man an der Funktion von Muskeln erkennen kann, wie sich Umwelteinflüsse, Nahrung, Kleidung, Musik und Gedanken auf den Menschen auswirken.

Bewussteinserweiterung. Veränderte Wahrnehmung, die über das normale Alltagsbewusstsein hinausgeht, so dass unbewusste Inhalte bewusst werden. Bewussteinserweiterung wird u.a. durch bestimmte psychologische Übungen, durch Meditation u.ä. herbeigeführt.

Bilokation. Fähigkeit von Meistern, Heiligen und Zauberern, zur selben zeit an zwei verschiedenen Orten zu erscheinen.

Blodynamische Therapie. Von der Norwegerin Gerda Boyesen entwickelte psychotherapeutische Methode, in der das Zusammenwirken von Körper und Psyche betont wird. Dabei wird eine spezielle Massage verwendet, genannt "peristaltische Massage", mit der die physiologischen Prozesse, die das Verdauungssystem regulieren, beruhigt und entspannt werden. Gerda Boyesen fand heraus, dass das Verdauungssystem besonders stark auf Stress und Angst reagiert und wichtige Hinweise auf psychische Störungen liefert.

Bioenergetik. Von Alexander Lowen und John Pierrakos entwickelte Körpertherapie, die auf Theorien Wilhelm Reichs basiert und Psychotherapie mit verschiedenen Atem- und anderen Körperübungen verbindet. Eine bekannte Übung ist das sog. "grounding", bei dem ein fester Kontakt zum Boden (engl.: ground) hergestellt wird. Die Bioenergetik berücksichtigt die Ganzheit von psychischen und körperlichen Funktionen, in die auch die Sexualität, miteinbezogen wird.

Biofeedback. Methode zur Erlangung von Selbstkontrolle über körperliche Vorgänge mit Hilfe eines elektronischen Geräts. Mit dem Biofeeback kann man z.B. erlernen, den Blutdruck willentlich zu beeinflussen.

Biogenetics. Von der Amerikanerin Norma Shealy entwickeltes Trainingsprogramm. Dabei wird in 90 Tagen des Energieniveau gehoben und das allgemeine Wohlbefinden gestärkt. Der Teilnehmer an einem Biogenetics-Programm erlernt eine Selbsthilfemethode mit mentalen, körperlichen und psychischen Übungen zur Entspannung und Körperkontrolle.

Biorhythmus ("Lebensrhythmus"). Ablauf der Lebensprozesse von Geburt an. Anhand von drei verschiedenen Rhythmen kann man die positiven und kritischen Aspekte im körperlichen, emotionellen und intellektuellen Bereich errechnen.

Bodhisattva. Ein Buddha, der sich noch einmal auf der Erde als Mensch verkörpert, um als Lehrer und Vorbild zu dienen. Anhänger von Gurus betrachten ihren Meister als Bodhisattva.

Boyesen, Gerda. Begründerin der sog. Biodynamischen Psychologie, die mit Hilfe von bestimmten Techniken eine Harmonie zwischen Geist und Körper herstellt.

Buddhismus. Von Siddharta Gautama, genannt "Buddha" ("der Erleuchtete"), im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründete Religion, die in Asien bis heute lebendig und weit verbreitet ist. Der Buddhismus lehrt weder blinden Glauben noch Gehorsam, sondern vielmehr, wie man durch Selbsterkenntnis und Meditation zur Wahrheit findet, das Leid des sterblichen Lebens überwindet, um schliesslich aus dem Kreislauf der Wiedergeburt erlöst zu werden und in den Zustand der Erlösung (Nirwana) einzugehen.

Esoterik


Capra, Fritjof. Der Physiker Fritjof Capra beschäftigt sich mit den Parallelen zwischen der modernen Physik und den östlichen Weisheitslehren. 1975 veröffentlichte er sein berühmt gewordenes Buch "Das Tao der Physik". Auch seine späteren Werke gehören zur Pflichtlektüre des New Age.

Capuera. Von entlaufenen schwarzen Sklaven in Brasilien entwickelte, unbewaffnete Kampkunst, die wie die asiatischen Kampfkünste Wert auf die Schulung des Geistes legt. Capuera wird bei rhythmischer Musik trainiert.

Cayce, Edgar (1877-1945). Ein berühmtes Medium, das als der "schlafende Prophet" bekannt wurde. Die Botschaft, die Edgar Cayce übermittelte, handeln von der Bestimmung der Menschheit. Cayce stellte in Trance jedoch auch Diagnosen und gab detaillierte Behandlungsanweisungen. Den meisten seiner Patienten aus aller Welt ist er niemals begegnet. (Siehe auch unter Fernheilen).

Chakra (sanskrit: Rad). Nach der indischen Vorstellung ein Energiezentrum im Astralkörper. Entlang der Wirbelsäule bis zur Spitze des Kopfes befinden sich insgesamt sieben Chakren, durch die Energie in den Körper gelangt.

Channeling (engl.: to channel = kanalisierten). Eine moderne, mediale Technik, bei der Informationen aus dem transzendenten Bereich von Verstorbenen, geistigen Führern oder anderen Wesenheiten an den Empfänger übermittelt werden. (Siehe auch unter Medium.)

Chant (engl.: Singsang). Monotoner Gesang. Die Indianer verwenden Chants, z.B. zur Anrufung der Geister. (Siehe auch unter Schamanismus.)

Chi (auch jap.: Ki). Das chinesische Wort für die Lebensenergie, die in den sog. Meridianen durch den Körper fliesst.

Chinesische Astrologie. Die auf dem Mondkalender (im Unterschied zur westlichen Astrologie, in der die Sonne den Tierkreis beherrscht) basierende chinesische Form der astrologischen Charakter- und Schicksalsdeutung. Die chinesische Astrologie verwendet zwölf von Tieren symbolisierte Grundtypen der Persönlichkeit.

Chirologie (Handlesekunst). Die Chirologie besteht aus der Chirognomik, der Lehre vom Ausdruck der Hand, und der Chiromantie, dem Wahrsagen aus den Handlinien.

Chiropraktik. Von Daniel D. Palmer (1845-1913) begründete Behandlungsmethode zur Ausrichtung der Wirbelsäule und Korrektur von Skelettverschiebungen, die häufig die Ursache von Erkrankungen wie Migräne, Rückenschmerzen bis hin zu Asthma sind.

Christliche Meditation. Eine Form der westlichen Meditation, die vor allem auf Ignatius von Loyola (1491-1556) zurückzuführen ist. Die christlichen Meditationen bestehen aus gedanklichen Übungen und gehen oft in Kontemplation (innere Versenkung) über.

Chua K'a. Mongolische Massagemethode, die von Oscar Ichazo (siehe unter Arica) wiederbelebt wurde. Die Methode basiert auf der Annahme, dass sich traumatische Erfahrungen aus der Vergangenheit in den Muskeln ablagern und durch Massage freigesetzt werden können.

Core-Energien. Behandlungsmethode von John Pierrakos, die auf der Bioenergetik basiert. Die Aktivierung der Core-Energien soll das Lebenskraftzentrum (Hara) des Menschen stärken und die Kreativität fördern. Dabei werden die Energieblockaden gelöst, so dass ein ungehinderter Fluss der Lebensenergie möglich wird.

Co-Counselling (engl.; dtsch. soviel wie "gegenseitige Beratung"). Eine Methode zur Persönlichkeitsentwicklung, die in den fünfziger und sechziger Psychotherapeuten Harvey Jackins entwickelt wurde. Co-Counselling zielt darauf ab, Gefühlsblockaden und unterdrückte Ängste zu lösen, die den freien Selbstausdruck und die Selbstverwirklichung behindern. Normalerweise wird Co-Counselling zu zweit praktiziert. Die Techniken können in einem vierzig Stunden umfassenden Grundkurs und in verschiedenen Workshops erlernt werden. Die Co-Counselling-Therapeuten nennen sich "Counseller" (dtsch.: "Berater").

COEX-System. Ein Programm mit Musik zur Wiedererweckung von Träumen. Das COEX-System wurde von dem tschechischen Psychologen Stanislav Grof entwickelt, der heute in den USA arbeitet. Der Begriff COEX leitet sich von dem englischen "condensed experiences" ab, was soviel bedeutet wie "verdichtete Erfahrungen". COEX ist auch unter dem Begriff "Holotrophie" bekannt. Das System geht von drei Ebenen der menschlichen Persönlichkeit aus:
1. dem psychodynamischen Niveau, mit dem sich die traditionelle Psychoanalyse beschäftigt, 2. der perinatalen Phase (die Phase als Fötus im Mutterleib einschliesslich der Geburt), von der die Persönlichkeit geprägt wird, 3. dem transpersonalen Bereich, in dem sich die Persönlichkeit über die Ich-Grenzen hinaus und in die spirituelle Dimension hinein erweitert.

Course In Miracles (engl.; deutsch soviel wie "Kurs für Wunder"). Ein von der amerikanischen Professorin Helen Schucman entwickelter Kurs, der auf die Veränderung und Entwicklung der Persönlichkeit abzielt.

Esoterik

Darshan. Der Anblick und das stille Zusammensitzen mit einem Guru in der östlichen Tradition. Der Darshan ist ebenso wichtig wie die direkte Unterweisung durch den Meister.

Delphinforschung. Interdisziplinäre Wissenschaft von den Delphinen. Delphinforscher gehen davon aus, dass Delphine über Emotionen, Sprach- und Denkfähigkeiten verfügen.

Derwisch. Der Meister der Sufis. Besonders bekannt sind die "Derwisch-Tänze", bei denen sich der Tänzer lange Zeit im Kreis bewegt, um einen veränderten Bewusstseinszustand herbeizuführen. Diese Form des Tanzes wird im Westen auch als Whirling bezeichnet und praktiziert.

Deva (sanskrit: Himmlisches Wesen). Geistwesen, die nach der Lehre der Theosophie helfen, das Universum aufrechtzuerhalten. Sie werden auch die "Erbauer der Formen" genannt. Devas wurden durch die Geschehnisse in der Gemeinde von Findhorn bekannt.

Do-In (Chin. do = Weg). Chinesische Technik zur Selbststimulierung, die in den sechziger Jahren von dem Japaner Michio Jushi in den USA wiederbelebt wurde. Do-In ist eine Kombination aus Bewegung, Massage, Meditation und Visualisation. Durch die Stimulation der Haut werden die inneren Organe durch eine Art Reflexübertragung angeregt.

Drittes Auge. Das sechste Chakra, das sich auf der Stirn zwischen den Augenbrauen befindet. Das Dritte Auge wird mit der Intuition und der spirituellen Erkenntnis in Verbindung gebracht und gilt als Wahrnehmungsorgan für das Paranormale.

Druide. Keltischer Priester, Wahrsager und Heiler.

Dürckheim, Karlfried Graf (1896-1988). Der Philosophieprofessor, Existentialpsychologe und Zen-Meditationsmeister begründete die Initiatische Therapie. Mit seiner Frau Dr. Maria Hippius rief er die Existential-Psychologische Begegnungsstätte in Todtmoos-Rütte im Schwarzwald ins Leben. Dort schrieb er auch 16 Bücher. Sein Werk basiert auf der westlichen Mystik Meister Eckeharts und der japanischen Lehre des Zen-Buddhismus.

Esoterik

EAS (Energetisches Ausgleichssystem.) Behandlungsmethode und Selbsthilfetechnik durch örtliches gezieltes Handauflegen oder streichende Berührung mit der Hand oder den Fingerspitzen. EAS soll die Energie im gesamten Körper ausgleichen. (Siehe auch unter Magnetopathie und Reiki.)

Eckankar. Glaubenslehre, die der geheimen Schule der sog. Eck-Meisterentstemmt und von Paul Twitchell (1908-1971) ins Leben gerufen wurde. Durch eine ununterbrochene Kette von Weisheitslehren wird nach der Vorstellung von Eckankar die kosmische Strömung aufrechterhalten. Im Mittelpunkt der Lehre steht die Selbsterkenntnis und die Zusammenarbeit mit Gott. Die Mitglieder von Eckankar üben sich auch in der Kunst der Astralreisen.

Ego. In der Esoterik bedeutet das Wort "Ego" das beschränkte Ich des Menschen, das sich an kleinliche, egoistische Ziele klammert und die Weiterentwicklung der Seele zum Höheren Selbst behindert.

Einweihung (auch: Initiation). Die Aufnahme in eine esoterische Gemeinschaft und das Erlangen von Geheimwissen. Die Einweihung vollzieht sich in verschiedenen Stufen oder "Graden" und ist mit verschiedenen Ritualen verbunden.

Empowerment Workshop. Kurs zur Persönlichkeitsentwicklung, der in den USA von den Therapeuten David Gershon und Gail Straub entwickelt wurde. In den Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie Arbeit, Sexualität, Geld und Energie.

Encounter-Gruppen ("Begegnungs-Gruppen"). Methode der Psychotherapie und in den 60ger Jahren eine weitverbreitete Form der Gruppentherapie.

Energie. Grundlage aller Lebensformen und materiellen Manifestationen im Universum. Bei den Chinesen als Chi bekannt. Die Yogis sprechen von derselben Urenergie als "Prana", die sich durch die Energiekanäle (Nadis), die bei den Chinesen Meridiane heissen, im Körper verteilt.

Energiemassage (auch: "traditionelle japanische Massage"). Die Energiemassage hat ihren Ursprung im 9. Jahrhundert in Japan. Bei der Massage wird schneller Druck auf die Akupunktur-Punkte an den Meridianen ausgeübt. Auch die Rücken und Schultermuskulatur mit speziellen Hand- und Fingertechniken behandelt.

Engel (griech.: angelos = Bote). Astralwesen, die keinen physischen Körper haben. Engel erscheinen den Menschen. Sie sind die Mittler zwischen Gott und dem Menschen. Jeder Mensch hat seinen persönlichen "Schutzengel", der ihn beschützt und z.B. in Form der "inneren Stimme" mit ihm kommuniziert. Die Welt der Engel soll einer hierarchischen Ordnung folgen. Der Neuplatoniker Dionvsius Areopagita stellte im 5. Jahrhundert eine Engelhierarchie auf, an deren Spitze die Seraphim stehen. Darauf folgen die Cherubim, Throne, Herrschaften, Fürstentümer, Mächte, Kräfte, Erzengel und Engel. Auch Rudolf Steiner beschrieb diese Hierarchie. Bei ihm heissen die Seraphim "Wärmegeister". Darauf folgen die Geister der Harmonien, die Geister des Willens, die Geister der Weisheit, die Geister der Bewegung, die Geister der Form, die Geister der Persönlichkeit, die Feuergeister und die Söhne des Zwielichts oder des Lebens.

Enlightenment Intensive (engl.; dtsch. soviel wie "intensive Erleuchtung"). Von dem Amerikaner Charles Berner entwickelte Gruppentherapie, die in Europa von Jeffe Loce verbreitet wurde. Enlightenment Intensive arbeitet mit Grossgruppen von bis zu 90 Teilnehmern. In den Gruppen wird nach der Tradition des Zen-Buddhismus in vier Stadien über paradoxe Fragen diskutiert (siehe auch unter Koan). Ziel der Gruppen ist, sich von der Fixierung auf die eigene Person zu lösen.

Enneagramm (griech.: ennea = neun; grammos = Punkt). Das Enneagramm ist ein jahrtausend altes Symbolsystem zur Persönlichkeitsanalyse Ursprünge im dunkeln liegen. Einigen Quellen zufolge soll es aus dem Sufismus stammen. Auch G.I. Gurdjieff erwähnte das Eneagramm und verwendete es in seiner Lehre. Oscar Ichazo, der Leiter des Arica-Instituts lehrt die Bedeutung und Interpretation des Enneagramms. Das Enneagramm ist ein offenes Neuneck aus je drei Triaden, dem neun Persönlichkeitstypen zugeordnet werden. Die neun Typen sind wiederum in drei Triaden unterteilt - die Gefühls-Triade, die Handlungs-Triade und die Beziehungs-Triade. Jeder Typus resultiert aus einer Dialektik, die aus These, Antithese und Synthese der psychologischen Eigenschaften, die diese Triade kennzeichnen, besteht. Die Entdeckung des eigenen Persönlichkeits-Grundtyps in einer Triade bildet den Anfang eines Prozesses der Selbsterkenntnis.

Entspannungstechniken. Geistige und körperliche Übungen, die zur Entspannung von Körper und Geist führen und die innere Harmonie wiederherstellen, wie Autogenes Training. Biofeedback und bestimmte Yoga-Übungen.

Erleuchtung. Die Erfahrung des Einswerdens mit dem Kosmos oder mit Gott. Im Zustand der Erleuchtung lösen sich die Grenzen des Ichs auf und die endgültige und absolute Wahrheit offenbart sich. (Siehe auch unter Nirwana.)

Erscheinung. Das Auftauchen von Verstorbenen oder Engeln aus dem Nichts. Auch durch das Phänomen der Bilokation kann ein Meister als Erscheinung wahrgenommen werden.

Esalen-Institut. Ein bekanntes Zentrum für Persönlichkeitsentwicklung in Big Sur, Kalifornien, das 1962 von Michael Murphy und Richard Price gegründet wurde. Wichtiger Konferenzort für New-Age-Pioniere und Vertreter der transpersonalen Psychologie mit reichhaltigem Seminarangebot.

Esalen-Massage. Am Esalen-Institut entwickelte "sanfte" Streich-Massage, bei der langsam über den Körper gestrichen wird.

Esoterik (griech.: esoterikos = innerlich). Das Geheimwissen, das ursprünglich nur einem "inneren" Kreis von Eingeweihten (siehe Einweihung) zugänglich war. Ein Entwicklungsprozess des menschlichen Bewusstseins, der nur erfahrbar und erlebbar ist und nicht gelehrt werden kann. Die sog. esoterischen Lehren werden durch Schriften (die "exoterisch", das heisst nach aussen gerichtet, sind) verbreitet. Sie sind aber stets mit Übungen und bestimmten Lebensweisen verbunden.

Essener. Sekte und Gemeinschaft, die zu Lebzeiten Christi am Toten Meer lebte und deren Lehre auf einem biogenischen (griech.: lebensspendend) Lebensstil beruht. Der lakto-vegetabilen Ernährung (Milchprodukte, Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse) kam eine besondere Bedeutung zu.

EST (Erhard Seminar Training; bedeutet im Lateinischen auch "es ist"). Von Werner Erhard (geb. 1935; bürgerlicher Name: Jack Rosenberg), entwickelte und 60 Stunden dauernde Kurztherapie. Beim EST-Training werden Methoden der Denkmuster-Zerstörung mit darauf folgendem Wiederaufbau der Persönlichkeit verwendet.

Eutonie ("harmonische Spannung"). Von der Dänin Gerda Alexander (geb. 1908) entwickelte körperliche und geistige Übungen zur Harmonisierung von Körper und Psyche. Eutonie ist ein westlicher Weg zur Erfahrung der körperlich-geistigen Einheit des Menschen. Durch die bewusste Erfahrung der eigenen Körperlichkeit wird die Kreativität entfaltet und die soziale Kontaktfähigkeit verbessert. Der ausgeglichene Spannungszustand, der durch die Übungen der Eutonie bewirkt wird, steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit.

Eurythmie ("harmonische Bewegung"). Siehe unter Steiner, Rudolf und Tanz.

Evolution. Die allmähliche Weiterentwicklung des Menschen und seines Bewusstseins.

Exorzismus. Die Austreibung von Dämonen aus einem Besessenen oder von Poltergeistern aus Häusern, in denen es spukt. Als Exorzisten betätigen sich nicht nur Vertreter der katholischen Kirche, sondern auch Medien oder Geistheiler.

Esoterik

Fakir (arab.: fagir = der Bescheidene). Ursprüngliche Bezeichnung für einen Sufi. Heute ist ein Fakir meist ein indischer Wundertätiger, der über aussergewöhnliche körperliche Fähigkeiten verfügt. Die bekanntesten Demonstrationen eines Fakirs sind das sitzen auf dem Nagelbrett und das Barfusslaufen über glühende Kohlen. (Siehe auch unter vegetative Veränderungen.)

Farbtherapie. Methode der Psychotherapie, bei der Farben eingesetzt werden. In den 40iger Jahren entwickelte Dr. Max Lüscher den sog. Lüscher-Test. Die Vorliebe eines Menschen für eine bestimmte Farbe gibt Aufschluss über seine Persönlichkeit. Darüber hinaus hat die Forschung gezeigt, dass Farben auch physiologische Wirkungen haben. Rot beispielsweise erhöht den Blutdruck und den Herzschlag.

Feinstofflich. Begriff aus dem esoterischen Jargon, der übertragen "nichtstofflich" bedeutet. Mit den feinstofflichen Energien sind Strukturen gemeint, die weniger dicht sind als materielle Energien. Die Lebensenergie Chi zum Beispiel kann als feinstoffliche Energie bezeichnet werden.

Feldenkrais-Technik. Von dem ehemaligen Ingenieur und Atomphysiker Moshé Feldenkrais (1904-1984) entwickelte Körpertechnik, die Bewusstheit durch Bewegung lehrt. Ähnlich der Alexander-Technik wird in der Feldenkrais-Methode die Wechselbeziehung von Körper und Geist betont. Die Technik besteht aus dem funktionalen Integrieren durch vorsichtige Manipulationen des Körpers mittels Bewegung. Darüber hinaus wird eine Koordinierung der Gedanken angestrebt und eine Veränderung im motorischen Zentrum im Gehirn bewirkt. Heute wird die Feldenkrais-Methode auch in der Rehabilitation von Menschen mit neurologischen Störungen und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit eingesetzt.

Fernheilen (auch: Geistheilen). Heilung mittels Gedankenkraft ohne die persönliche Anwesenheit des Patienten. Fernheilung wird von sog. Geistheilern praktiziert, die Patienten auf der ganzen Welt mittels Fernheilung helfen können. Aus Experimenten geht hervor, dass der Patient bei der Fernheilung eine messbare Physiologische Reaktion zeigt.

Findhorn. Nach einem schottischen Fluss benannte New-Age-Gemeinschaft an der Küste Nordschottlands, die in den sechziger Jahren von Peter und Eileen Caddy auf grund einer spirituellen Botschaft gegründet wurde. Auf Anweisung von Naturgeistern, den Devas, begann die Gemeinschaft, auf der unwirtlichen Halbinsel einen Garten anzulegen, der sich in kurzer Zeit zu einem erstaunlichen Erfolg entwickelte. Findhorn zieht seither Besucher aus aller Welt an, die kommen, um die üppig wachsenden Pflanzen in dem magischen Garten zu bestaunen.

Fischer-Hoffman-Prozess (auch: Quadrinity Process). Eine besondere Form der Gruppentherapie aus der Transpersonalen Psychologie. Der Fischer-Hoffman-Prozess baut auf vier Aspekten des Menschen (Körper, Wissen, Intellekt und Spiritualität) und deren Harmonisierung auf. (Siehe auch unter Quadrinity-Prozess.)

Fit For Life (engl.; dtsch. "fit fürs Leben"). Von den amerikanischen Therapeuten Herbert M. Shelton und Harvey Diamond entwickeltes Lebensführungssystem. Die Methode basiert auf dem positiven Denken und misst der Ernährung eine wichtige Bedeutung bei.

Floating (engl.: Treiben, Schweben). Baden in temperiertem Salzwasser in einem geschlossenen Isolationstank (Samadhi-Tank). Floating führt eine Tiefenentspannung herbei. Die Methode wurde von dem amerikanischen Arzt John C. Lilly in den fünfziger Jahren entwickelt.

Esoterik

Gala-Hypothese (nach der griech. Erdgöttin "Gala"). Von dem Chemiker und Klimatologen Dr. James Lovelock und der Mikrobiologin Lynn Margulis formulierte wissenschaftliche These, nach der man die Erde als ein sich selbst regulierendes Ökosystem und als lebendigen Organismus betrachten kann.

Ganzheitlich. Begriff aus dem New-Age-Jargon, der auf der Vorstellung basiert, dass "das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile." (Siehe auch unter Holismus.)

Gedankenlesen. Populärer Ausdruck für Telepathie.

Geführte Imagination. In den fünfziger Jahren von dem Psychologen Hanscarl Leuner entwickelte Visualisations-Technik zur Selbsterforschung, bei der die Klienten aufgefordert werden, bestimmte Bilder in ihrer Vorstellungen zu erzeugen, die Aufschluss über psychische Inhalte geben.

Geistheilen. Siehe unter Fernheilen und Geistheiler.

Geistheiler. Heiler mit übernatürlichen Kräften, die über grosse Entfernungen hinweg oder ohne körperliche Intervention am Patienten Krankheiten heilen können. (Siehe auch unter Fernheilen.)

Geistige Führer. Nicht verkörperte Wesenheiten, die sich z.B. in Form der inneren Stimme, in Träumen oder durch medial übermittelte Botschaften bemerkbar machen. Auch Schutzengel (siehe Engel) und verstorbene spirituelle Lehrer können als geistige Führer wirken.

Geller-Effekt. Nach dem Israeli Uri Geller benannter Effekt, bei dem seich Löffel und andere Besteckteile mit Hilfe von Gedankenkraft verbiegen. (Siehe auch unter Psychokinese und Verbiegungen.)

Geomantie. Die Lehre von den kosmischen Beziehungen von Orten oder Bauwerken auf der Erde. In früheren Jahrhunderten wurden sakrale Bauwerke häufig an sog. Kraftorten (siehe unter Ort der Kraft) errichtet. Früher war die Geomantie auch eine Form des Wahrsagens, wobei bestimmte Gegenstände auf den Boden geworfen und ihre Lage gedeutet wurde.

Gesprächstherapie. Von dem Psychologen Carl Rogers entwickelte und aus der humanistischen Psychologie stammende psychotherapeutische Methode, die als klientenzentriere Gesprächstherapie bekannt ist. Durch die Technik des "aktiven Zuhörens" und die völlige Akzeptanz des Klienten übernimmt der Therapeut die Funktion eines "Spiegels." Mit Hilfe dieser Methode kann der Klient seine Gefühle und sein Verhalten erkennen, ergründen und verändern.

Gestalttherapie. Von dem Psychologen Fritz Perls entwickelte psychotherapeutische Methode. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch für seine Handlungen voll verantwortlich ist. Ziel ist es, die Menschen dazu zu bringen, in der Gegenwart zu leben, indem offene "Gestalten" (Wechselbeziehungen zwischen Menschen und ihrer Umgebung) aus der Vergangenheit geschlossen werden. Sog. "unerledigte Geschäfte" (ungeklärte Beziehungen oder Konflikte, die nicht ausgetragen werden konnten), werden zu einem Abschluss gebracht.

Glastonbury. Stadt in der englischen Grafschaft Sommerset, die von einem sagenumwobenen Hügel überragt wird. Glastonbury hat eine jahrhundertealte Bedeutung als spirituelles Zentrum. Überlieferungen zufolge soll es sich bei diesem Ort um das legendäre Avalon aus der Arthus-Sage handeln.

Graphologie (Handschriftenanalyse). Die Charakteranalyse eines Menschen aufgrund seiner Handschrift.

Gurdjieff, Georg Iwanowitsch (1873-1949). Russischer Esoteriker griechisch-armenischer Abstammung und spiritueller Lehrer. Gurdjieff suchte nach einer einzigen Weltreligion und verband den Sufismus mit der Esoterik. Sein Werk zielt darauf ab, die wahre Essenz des Selbst zu erkennen. 1922 gründete Gurdjieff im Schloss Avon bei Fontainebleau in Frankreich das "Institut zur harmonischen Entwicklung des Menschen," wo er bis zu seinem Tod lehrte und umfangreiche Werke verfasste.

Guru (sanskrit: Lehrer). In der östlichen Tradition der spirituelle Lehrer oder Meister.

Esoterik

Hahnemann, Samuel H. (1755-1843). Arzt und Vater der Homöopathie. Hahnemann war von den Praktiken und Erfolgen der Schulmedizin enttäuscht, weshalb er seine Praxis aufgab und sich der Forschung widmete. Anhand von Experimenten und Selbstversuchen mit Chinin entdeckte er schliesslich die Homöopathie. Seine Veröffentlichungen gelten auch heute noch als Standardwerk der Homöopathen.

Hakomi. Von Ron Kurtz entwickelte Methode, die aus körperlichen und geistigen Übungen besteht, um die Leistungsfähigkeit zu steigern.

Hara (jap.: Bauch). Der anatomische Mittelpunkt des Körpers, der nach den östlichen Lehren gleichzeitig auch der Ort ist, an dem sich die Lebenskraft sammelt. Daher spricht man auch davon, dass man "in seine Mitte kommt" oder sich "zentriert". Die Körpermitte oder das innere Zentrum des Menschen spielt vor allem im Zen-Buddhismus und in der östlichen Kampfkunst eine wichtige Rolle.

Hatha Yoga (sanskit: Ha = Sonne, tha = Mond). Einer der vier Hauptzweige des Yoga. Nach der Yoga-Lehre fliesst die Sonnenenergie durch die rechte, die Mondenergie durch die linke Körperhälfte. Im Hatha Yoga, der auch im Westen weit verbreitet ist, werden bestimmte Stellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Körperübungen praktiziert, um Ruhe und Harmonie herzustellen.

Hellerwork. Eine Bindegewebsmassage in elf Behandlungen. Dabei werden die Muskelverspannungen im Nacken, Rücken und Schultergürtel gelöst. Hellerwork beseitigt negativen Stress und fördert die Blutzirkulation.

Hellsichtigkeit (auch: "Hellsehen"). Eine mediale Fähigkeit und Erscheinungsform der aussersinnlichen Wahrnehmung. Beim Hellsehen sieht das Medium Ereignisse voraus oder nimmt Verstorbene wahr, mit denen es kommunizieren oder Botschaften empfangen kann. Hellsichtigkeit tritt spontan auf, kann aber auch unter Hypnose oder im Trancezustand herbeigeführt werden.

Hermetik. Spirituelle Tradition, auf der die europäische Esoterik seit der griechischen Antike aufbaut. Der Name leitet sich von dem griechischen Gott Hermes Trismegistos ab. Ein wesentlicher Bestandteil der Hermetik ist das analoge Denken (das Denken in Analogien), wobei die verschiedenen Phänomene der Welt in ihrer Wechselbeziehung zueinander betrachtet werden.

Hexe. Weise Frau, Priesterin und Heilerin. Heute wird das Hexenwesen durch die Bemühungen um die weibliche Spiritualität wiederbelebt. Moderne Hexen knüpfen an die Naturreligion ihrer Vorgängerinnen an, die Wicca genannt wird.

Höheres Selbst. Begriff für den Teil der menschlichen Gesamtpersönlichkeit, der mit der spirituellen Dimension verbunden ist. Aus dem Höheren Selbst kann der Mensch Erkenntnisse und Lehren für seine Bewusstseinsentwicklung beziehen. Die innere Stimme ist zum Beispiel eine Möglichkeit, um mit dem Höheren Selbst zu kommunizieren.

Holismus (Ganzheitslehre). Von J.C. Smuts geprägter Begriff. Im Gegensatz zum Reduktionismus, der die Funktionsweise der Einzelteile eines Systems ergründet, besagt der Holismus, dass der Kosmos aus vollkommenen Systemen oder Ganzheiten besteht. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile - daraus entsteht eine umfassendere Wirklichkeit. Dieses Prinzip ist auch als Synergie bekannt. Arthur Koestler erklärte den Holismus damit, dass man "das Wesen einer Kathedrale nicht erfassen kann, indem man ihre Bausteine analysiert."

Holistische Medizin. Die holistische Medizin betrachtet Körper, Geist und Psyche als eine Einheit. Sie geht von der Vorstellung aus, dass Gesundheit von der Harmonie dieser drei Komponenten und der harmonischen Beziehung des Einzelnen zu seinen Mitmenschen und der Umwelt abhängig ist. Krankheit ist in der Sichtweise der holistischen Medizin eine Störung der Harmonie. Deshalb macht die Wiederherstellung der Gesundheit viel umfassendere bzw. ganzheitlich orientierte Behandlungsmethoden erforderlich, als sie in der herkömmlichen Schulmedizin verwendet werden. Heute gibt es bereits viele Schulmediziner, die eine holistische medizinische Perspektive entwickeln. sie kombinieren die Schulmedizin mit verschiedenen alternativen Heilmethoden. (Siehe auch unter Alternative Medizin.)

Homöopathie (griech.: homoios = ähnlich; pathos = Krankheit). Von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert entdeckte Heilmethode, die sich in vieler Hinsicht von der Allopathie unterscheidet. Die Homöopathie behandelt nämlich den Menschen und nicht die Krankheit. Sie geht davon aus, dass dieselbe Krankheit bei verschiedenen Menschen in unterschiedlicher, individueller Form zum Ausdruck kommt. Deshalb berücksichtigt der Homöopath bei der Behandlung und der Wahl der Mittel die Persönlichkeit des Patienten. Ein weiteres Hauptprinzip der Homöopathie lautet, Gleiches mit Gleichem zu heilen. Nach dieser Methode heilten bereits Hippokrates und Paracelsus. Der Homöopath wählt das Mittel, das den im Krankheitsbild auftauchenden Symptomen entspricht. Hahnemann kam auf den genialen Gedanken, Kranke mit genau jenem Mittel zu behandeln, das bei Gesunden dieselben Symptome auslösen würde wie die, an denen der Kranke leidet. Die homöopathischen Mittel werden in verschiedenen Verdünnungen (Potenzen) verabreicht. Dabei wird die Wirkung oft grösser, je höher die Verdünnung ist. Bei den homöopathischen Mitteln besteht keine Gefahr von Nebenwirkungen. Sogar in der Tiermedizin wird die Homöopathie mit Erfolg angewendet.

Horoskop. In der Astrologie verwendetes und aus den Geburtsdaten eines Menschen berechnetes Diagramm zur Deutung der Persönlichkeit und des Lebenswegs. Horoskope können auch für Länder, Verträge u.ä. erstellt werden.

Humanistische Psychologie. > Maslow, Abraham.

Huna. Huna leitet sich von "Kahuna" ab, dem traditionellen Priester und Magier auf Hawaii. Unter dem Namen "Huna" oder "Huna-Magie" wird heute die geheime Lehre der Kahunas unterrichtet. Sie wurde angeblich von dem Engländer Max F. Long entschlüsselt, ohne dass er selbst jemals in diese Lehren eingeweiht worden war.

Hydrotherapie. Heilbehandlung mit Quellwasser. Die Hydrotherapie geht auf eine Methode des 19. Jahrhunderts zurück, die von Vincent Priessnitz entweickelt wurde. Neben dem Trinken von Heilwasser werden Bäder und feuchte Wickel verwendet. Ein weiterer Vertreter der Hydrotherapie war Pfarrer Kneipp, der verschiedene Kurbäder in Deutschland und Österreich gründete. Heilquellen enthalten Mineralstoffe und Salze, die auch durch die Haut vom Körper aufgenommen werden. Die heilsame Wirkung von Wasseranwendungen war bereits den Griechen und Römern bekannt.

Hypnose (griech.: hypnos = Traum). Eine Art Trance, die bereits in Ägypten bekannt war und im 18. Jahrhundert von Franz Mesmer wiederentdeckt wurde. Die Hypnose ist ein Zwischenstadium zwischen Schlafen und Wachen, in dem die normale Kritikfähigkeit erhalten bleibt. Unter Hypnose verliert man jedoch die Selbstkontrolle, weshalb die hypnotisierte Person sehr stark beeinflussbar ist. Hypnose wird durch Entspannungstechniken und verbale Suggestion herbeigeführt. Die Ansprechbarkeit auf Hypnose ist jedoch individuell verschieden. Hypnose kann zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden, aber auch zur Rückerinnerung an frühere Leben. (Siehe auch unter Rückführung.)

Esoterik

I Ging (chin.: "Das Buch der Wandlungen"). Vor über 3000 Jahren in China von König Wen Wang und seinem Sohn Chou verfasstes Weisheits- und Orakelbuch. Um das Orakel zu befragen, werden Schafgarbenstengel oder Münzen geworfen. Aus den Kombinationen ergeben sich 8 Trigramme (Zeichen mit drei Strichen) und 64 Hexagramme (Zeichen, die sich aus zwei Trigrammen zusammensetzen. Jedes Zeichen wird zur Deutung verwendet, wobei es eine bestimmte Lebenssituation symbolisiert.

Individuation. Von Carl Gustav Jung geprägter Begriff aus der Analytischen Psychologie, dessen zentrale Bedeutung die Selbstverwirklichung oder der Weg zum wahren Kern des Wesens, dem Selbst, ist. Die Individuation ist der lebenslange Prozess der Reifung und Ganzwerdung des Individuums.

Initiation (lat.: Einweihung). Rituelle Einführung in eine esoterische Gemeinschaft.

Inkarnation (lat.: Fleischwerdung). Die Verkörperung der Seele als Mensch. Eine Inkarnation ist das Leben oder die Zeit, die die Seele in einem bestimmten Körper zubringt.

Intuition (von lat.: intueri = betrachten). die Fähigkeit der unmittelbaren Einsicht oder Erkenntnis ohne bewusste Reflexion. Die Intuition macht sich häufig in Form der inneren Stimme bemerkbar. Die intuitive Wahrnehmung geschieht über das Unbewusste, das heisst über Erkenntnisblitze oder Einsichten unbewussten Ursprungs.

Invokation (lat.: Anrufung). Die Anrufung eines Geistes oder einer Gottheit. Die Invokation ist häufig Teil eines Rituals.

Irisdiagnose. Diagnosemethode, die in der Naturheilkunde verwendet wird. Aus der Färbung und Klarheit der Augen, insbesondere der Iris, lassen sich aktuelle Krankheiten sowie Krankheitsdispositionen erkennen. Dabei wird eine von dem Arzt Bernhard Jensen entwickelte Augendiagnosetafel verwendet. Jensen unterteilte das Auge in über fünfzig Sektoren, die den verschieden Organen und Körperteilen zugeordnet sind. Die Irisdiagnostik war bereits bei Hippokrates bekannt. Im Jahre 1881 wurde sie von dem ungarischen Arzt Ignaz von Peczely bekannt gemacht.

Esoterik

Jenseits. Ausdruck für den körperlosen Zustand der Seele, in dem sich die Verstorbenen befinden. Medien empfangen Botschaften aus dem Jenseits. Menschen, die eine Nahtoderfahrung oder eine Astralreise machen, werfen einen Blick ins Jenseits.

Jin Shin. Eine hochentwickelte Form der Akupressur, bei der man mit dem Finger auf bestimmte Druckpunkte des Körpers presst. Jin Shin setzt Spannungen frei und stellt die Harmonie zwischen allen Körperbereichen wieder her.

Jin Shin do. Von der Amerikanerin Iona Marsa Teeguarden entwickelte Akupressur-Methode. Jin Shin Do enthält ausserdem Meditationstechniken, Ernährungsrichtlinien und Körperübungen.

Jin Shin Jyutsu. Akupressur-Methode, die Anfang dieses Jahrhunderts von Jiro Mural entwickelt wurde. Jin Shin Jyutsu ist eine Art Energieausgleich mit Akupressur. Die Energieströme in den Meridianen und Akupunktur-Punkten werden mit den Händen ertastet und stimuliert. Jin Shin Jyutsu kann auch als Selbsthilfemethode praktiziert werden.

Jung, Carl Gustav (1875-1961). Schweizer Tiefenpsychologe und Begründer der Analytischen Psychologie, dessen Werk der heutigen Esoterik den Weg bereitet hat. Die Psychologie Jungs geht weit über den üblichen Rahmen der Psychologie hinaus. Jung bezog die spirituelle Dimension mit ein und befasste sich u.a. mit Alchemie, Astrologie, der Symbolik der Mantras, dem I Ging, östlichen Religionen und der Interpretation von Träumen und Mythen. Die Aktualität der Jungschen Psychologie liegt für viele Denker und Psychologen des New Age darin, dass sie die transpersonale Dimension berücksichtigt und den Menschen in einem lebenslangen Prozess der Reifung und Ganzwerdung (Individuation) begreift.

Esoterik

Kabbala (hebr.: Überlieferung). Die Geheimlehre des Judentums, die ursprünglich mündlich und erst ab dem 7. Jahrhundert schriftlich überliefert wurde. Das bedeutendste Buch der Kabbala, der Sohar (Buch des Glanzes), schlüsselt den Mystizismus der Lehre auf. Im kabbalistischen Weltverständnis führt der Weg zu Gott über die zehn Sephirot (Strahlen) oder Energiemanifestationen, durch die Gott sich in der Welt verwirklicht und die als "Baum des Lebens" dargestellt werden. Der Baum des Lebens symbolisiert die sich stufenweise vollziehende Vervollkommnung des Menschen. Dieses Ideal ist als Adam Kadmoni, der ewige Adam, in fast allen esoterischen Schulen bekannt.

Kahuna. Eine ursprünglich von den Philippinen, später aus Hawaii stammende Behandlungsmethode mit den Händen. Kahuna wird zur Stimulation des Energieflusses im Körper verwendet.

Kampfkunst (im Westen auch: "Kampfsport"). Die heute bekannten Kampfkunstarten wurden wahrscheinlich von dem buddhistischen Mönch Bodhidharma um 500 v. Chr. von Indien nach China gebracht. Die Legende besagt, dass Bodhidharam die Mönche des Shao-Lin-Klosters in einer unbewaffneten Selbstverteidigungstechnik unterreichtet, die den Ursprung für viele der auch heute noch praktizierten Kampfsportarten bildet. (Siehe auch Aikido, Capuera, Tai Chi). Die östlichen Kampfsportarten haben einen spirituellen Hintergrund, weshalb man sie nicht nur als "Sport" betrachten kann. Vielmehr sind sie eine Methode, um Körper und Geist in Einklang miteinander zu bringen und die geistige und körperliche Konzentration zu schulen.

Karma (sanskrit: wirken). Begriff aus dem Hinduismus und Buddhismus. Karma ist die Auswirkung von Handlungen eines früheren Lebens (Inkarnation) auf ein späteres. Es ist die Summe aller Taten, Gedanken und Gefühle in diesem und allen vergangen Leben. Das Karma bestimmt die nächste Wiedergeburt, da der Mensch durch sein Handeln in diesem Leben die Voraussetzungen und Bedingungen seines nächsten Lebens bewirkt. (Siehe auch unter Reinkarnation).

Ki-Training (jap.: Ki = Lebensenergie). Das Ki-Training besteht aus verschiedenen körperlichen und mentalen Übungen aus der chinesischen und japanischen Philosophie und Medizin. Durch die Aktivierung und Steigerung der Lebensenergie werden u.a. geistige Blockierungen gelöst und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. (Siehe auch unter Chi.)

Kirlian-Fotografie. Von dem russischen Ingenieur Semjon Kirlian zwischen 1939 und 1958 entwickeltes Hochfrequenz-Fotografie-Verfahren, mit dem man die Aura oder das Energiefeld auf einer Fotoplatte sichtbar machen kann. P. Mandel entwickelte daraus die "Energetische Terminalpunkt-Diagnose." Damit soll es möglich sein, anhand der Aura-Abstrahlung Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der fotografierten Person zu ziehen. Viele Forscher halten diese Methode jedoch für umstritten.

Klartraum. Ein Traum, in dem der Träumende weiss, dass er träumt und in dem er das Traumgeschehen beeinflussen kann. Klarträume werden auch als luzide Träume bezeichnet, ein Begriff der bereits 1913 von Frederik van Eeden geprägt wurde. Klarträume unterscheiden sich von anderen Träumen. Die Grenze zu ausserkörperlichen Erfahrungen ist in Klarträumen fliessend. (Siehe auch unter Luzidität).

Koan. Frage oder Ausspruch im Zen-Buddhismus. Ein Koan wird meist als Dialog zwischen Meister und Schüler formuliert. Der Inhalt eines Koans ist schwer verständlich oder erscheint rationell betrachtet verwirrend oder unlogisch. Ein viel zitiertes Beispiel ist die Frage: "Wie hört sich das Klatschen einer Hand an?" Der tiefere Sinn eines Koans besteht darin, die normalen Grenzen des rationellen Denkens zu überschreiten und feste Denkmuster auf zubrechen.

Kontemplation (lat.: contemplari = betrachten). Eine Form der christlichen Meditation. Die Kontemplation ist eine Vertiefung in das Innere, ohne Bilder, Gedanken und Vorstellungen vor dem geistigen Auge aufsteigen zu lassen. Beispiele für diese Art von Versenkung sind das Schweigen, die Herzensbitten und die Jesus-Gebete.

Kornkreise. Kreisförmige oder geometrische Figuren in Getreidefeldern, die in den letzten Jahren besonders in England beobachtet wurden und viele Rätsel aufgeben. In der Umgebung von Kornkreisen sind keinerlei Spuren eines Verursachers zu finden.

Körperarbeit. Überbegriff für alle Therapien, die den Körper in den psycho-physischen Heilprozess einbeziehen. Der Vater der modernen Körpertherapien ist der Psychiater Wilhelm Reich. Reich entdeckte, dass sich z.B. Ängste im Körper festsetzen und sich in Form von Verspannungen, dem sog. Muskelpanzer, ausdrücken. Bei der Körperarbeit werden daher u.a. Atem- und Massagetechniken verwendet. Dadurch wird sowohl die Lockerung des Muskelpanzers als auch eine Freisetzung von unterdrückten Emotionen bewirkt. Zu den bekanntesten Methoden der Körperarbeit zählen die Alexander-Technik, Bioenergetik, Feldenkrais-Methode, Rebirthing und Rolfing, um nur einige unter zahlreichen Techniken zu nennen.

Kräuterheilkunde (Phytotherapie). Heilmethode, bei der Heilkräuter als Arzneimittel verwendet werden. In der anthroposophischen Medizin (siehe Anthroposophie) spielen Heilkräuter eine wichtige Rolle, ebenso in der modernen Naturheilkunde und alternativen Medizin. Eine weltberühmte Kräuterheilkundige ist Maria Treben, deren Heilerfolge die Wirksamkeit der Phytotherapie belegen.

Krishnamurti, Jiddu (1895-1986). Der indische Weisheitslehrer J. Krishnamurti wurde als junger Mann von den Theosophen (siehe Theosophie) als ihr neuer Messias betrachtet. Die Theosophen gründeten für ihn den Orden "Star of the East." Doch Krishnamurti wählte einen anderen Weg und weigerte sich, ein religiöser Lehrer zu werden. 1929 löste er den Orden der Theosophen wieder auf. Statt dessen lehrte er später in Indien, Amerika und der Schweiz. Das Kernprinzip seiner lehre besagt, dass der Mensch sich von allen Glaubensvorstellungen und den Fesseln des Egos, das eine Ansammlung von Gedanken, Erinnerungen und Wunschvorstellungen ist, befreien muss. Auf diese Weise soll man die Wahrheit über sich selbst erkennen.

Kristalle. Bereits die ägyptischen Priester wussten um die Macht und Heilkraft von Kristallen. Auch die Azteken und Inkas benutzten Halbedelsteine zur Weissagung. In der New-Age-Bewegung erwachte das Interesse an Kristallen und Edelstein erneut, und zwar besonders in Hinsicht auf Heilung und die spirituelle Entwicklung. Die verschiedenen Kristalle und Edelsteine besitzen bestimmte Heileigenschaften und werden deshalb bei körperlichen und emotionellen Leiden eingesetzt. Dabei werden sie entweder am Körper getragen oder auf die entsprechende Körperstelle gelegt, um die Heilung zu unterstützen.

Kübler-Ross, Elisabeth. Die in der Schweiz geborene und heute in den USA lebende, mit 18 Ehrendoktortiteln ausgezeichnete Ärztin Dr. Elisabeth Kübler-Ross ist eine führende Persönlichkeit in der Beratung von Sterbenden und deren Angehörigen. Sie tritt in ihren Büchern und Seminaren, die sie in allen Teilen der Welt durchführt, für eine Humanisierung des Sterbens ein. Inzwischen widmet sich Dr. Kübler-Ross AIDS-Kranken und hat in Amerika eine Farm gegründet, auf der an AIDS erkrankte Kinder leben.

Kult. Ausübung einer Religion innerhalb bestimmter Regeln und Rituale.

Kundalini (sanskit: Schlange). In den heiligen Schriften der Hindus als zusammengerollte Schlange dargestellte Energie, die an der Basis der Wirbelsäule verborgen ist und durch Meditation oder Yoga-Übungen geweckt werden kann. Bei der Erweckung der Kundalini steigt die Energie entlang der Wirbelsäule nach oben auf und aktiviert die sieben Chakren, bis sie das oberste oder Scheitelchakra erreicht, wo sie das Erlebnis der Erleuchtung oder das Transzendieren des Bewusstseins bewirkt. Dieser Effekt sollte aber nicht unvorbereitet oder ohne Lehrer herbeigeführt werden, da er sonst gefährliche Auswirkungen haben kann.

Kunsttherapie. In verschiedenen Schulen für die Persönlichkeitsentwicklung wird die Kunst, besonders das Malen, verwendet, um verborgene Wesensanteile zum Ausdruck zu bringen. Eine Therapiemethode, in der die Kunst eine wichtige Rolle spielt, ist beispielsweise die Psychosynthese.

Esoterik

Landmarkierungen. Linienverbindungen zwischen prähistorischen Stätten, die A. Watkins (1855-1935) als erster zwischen den Megalithen in Grossbritannien entdeckte. Untersuchungen lieferten immer mehr Beweise dafür, dass die prähistorischen Steinmonumente in einer geometrischen Beziehung zueinander errichtet wurden. Die Linien bilden ein geometrisches Netz, das den ganzen Erdball umspannt. Der Zweck der Landmarkierungen ist unklar.

Laterales Denken. Methode der Gedankenstrukturierung von dem Psychologen de Bono. Dabei werden Problemlösungen erarbeitet, indem sog. "Mind Maps" (engl.: geistige Landkarten) angelegt werden. Die Denkvorgänge werden in einer speziellen "Kartentechnik" geordnet.

Lebensbaum. Symbol aus der Kabbala, das die zehn Urenergien der Schöpfung und ihre Wechselbeziehung zueinander darstellt.

Levitation. Durch paranormale Kräfte hervorgerufenes freies Schweben in der Luft. Die heilige Theresa von Avila soll diese Fähigkeit besessen haben. Ein weiterer katholischer Mönch, der Heilige Joseph von Copertino (1603-1663) wurde sogar als der "fliegende Mönch" bekannt. Auch im Zusammenhang mit Poltergeistphänomenen wird die Levitation sowohl bei Mensch als auch bei Gegenständen beobachtet. In der transzendentalen Meditation wird die Fähigkeit zur Levitation durch stetige Übung in der Meditation erlangt.

Logurgie (auch: "Geistchirurgie"). Operationen, die von Geistheilern wie dem philippinischen Heiler Tony Agpaoa durchgeführt werden. Der Geistoperateur behandelt den physischen Körper (nicht den feinstofflichen oder Astralkörper!), indem er mit blossen Händen und ohne Instrumente operiert.

Losanov-Methode (auch: Superlearning). Nach ihrem Begründer, dem Bulgarischen Psychiater Georgi Losanov benannte, spielerische Lernmethode. Beim Lernen nach der Losanov-Methode wird Visualisation, Entspannung und Musik verwendet, um die Aufnahmefähigkeit und die Gedächtnisleistung zu erhöhen.

Lotussitz. Eine Sitzhaltung, die besonders bei der Meditation eingenommen wird. Man sitzt mit gekreuzten Beinen, wobei der rechte Fuss auf dem linken und der linke Fuss auf dem rechten Oberschenkel ruht.

Lourdes. Wallfahrtsort in Frankreich am Fusse der Pyrenäen. Lourdes zieht Tausende von Pilgern an, die dort auf eine Wunderheilung hoffen. Der Ort verdankt seinen Ruf der Marienerscheinung der vierzehnjährigen Schafhirtin Bernadette Soubrious im Jahre 1858.

Loving Relationship Training (kurz: "LRT"; dtsch. soviel wie Training für die liebevolle Beziehung). Von der Psychologin Sondra Ray entwickelte und inzwischen weltweit bekannte Methode zur Persönlichkeitsentwicklung. Das Training beschäftigt sich mit allen Lebensbereichen. Durch die Suche nach den Ursprüngen negativer Prägungen aus der Vergangenheit wird eine Selbstbefreiung und Problemlösung angestrebt.

Luzidität. In den sechziger Jahren von der Psychologin Celia Green geprägter Begriff für Klarträume. Der Träumende ist sich im Traum bewusst, dass er träumt. Die Luzidität kann dazu benutzt werden, beim Träumen kein passiver Beobachter zu bleiben, sondern das Traumgeschehen aktiv zu gestalten. Im Yoga, in früheren Kulturen und bei Naturvölkern wie dem malaysischen Urwaldstamm der Senoi sind luzide Träume bekannt und werden seit jeher benutzt, um sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die man auch im Wachzustand positiv verändern will.

Esoterik

Magie (griech.: Zauberei). Das Wissen um die spirituellen Naturkräfte und deren Anwendung. Die Gefahr der Magie liegt in der Manipulation, weshalb man zwischen "weisser" und "schwarzer" Magie unterscheidet. In den Kulturen früherer Epochen war Magie ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Auch die Schamanen verwenden magische Rituale, um beispielsweise veränderte Bewusstseinzustände herbeizuführen. Das Wahrnehmungsvermögen eines Magiers bezieht die astralen Ebenen mit ein.

Magnetopathie (auch: "Magnetotherapie"). Die Magnetopathie basiert auf der Vorstellung von der Lebensenergie (Chi), die in den Meridianen durch den Körper strömt. Heiler können durch Handauflegen Heilenergie auf einen Kranken übertragen. Die Energie-Übertragung in der Magnetotherapie kann sogar stattfinden, ohne dass der Heiler den Kranken berührt. Mit Methoden wie EAS und Reiki kann man die Energie in Eigenregie aktivieren, so dass man sich selbst behandeln kann. Bei Reiki ist dies möglich, sobald durch einen Meister der eigene Energiekanal geöffnet worden ist.

Magnum Opus (lat.: das Grosse Werk). Begriff aus der Alchemie. Magnum Opus sind alle Bemühungen, die darauf abziehen, das "geheime Gold", den "Stein der Weisen" oder das "Lebenselixier" zu gewinnen. Heute ist damit die spirituelle Vervollkommnung gemeint.

Mahikari. Eine weltweit verbreitete, von dem Japaner Kotama Okada begründete Bewegung zur Vorbereitung einer neuen Zivilisation. Nach einer dreitägigen Initiation kann man Mitglied der Bewegung werden. Die Mitglieder tragen ein heiliges Amulett, genannt "Omitama". Zu den Regeln der Bewegung gehören Reinigungsübungen (Okiyome), die eine Heilung auf allen Ebenen der Persönlichkeit bewirken soll. Ziel der Mahikari-Bewegung ist die Arbeit am Karma des Menschen, um den Weg für den neuen Menschen zu bereiten.

Makrobiotik (griech.: macro = gross; bios = Leben). Von dem japanischen Philosophen George Oshawa geprägter Begriff für eine Ernährungsweise, die auf dem chinesischen Prinzip von Yin und Yang basiert. Dabei werden die verschiedenen Nahrungsmittel in Yin und Yang unterteilt. Yin und Yang sind die zwei gegensätzlichen, sich ergänzenden Energiemanifestationen. Früchte und Blattgemüse sind Yin, Wurzelgemüse Yang. Yin-Nahrungsmittel wachsen in heissem, trockenem Klima über der Erde und haben einen hohen Wassergehalt. Yang-Nahrungsmittel gedeihen bei feuchtem, kühleren Wetter und sind trockener und härter. Das wichtigste Nahrungsmittel in der Makrobiotik ist das Getreide, das mit Gemüse kombiniert wird. Bestimmte Nahrungsmittel wie Zucker und Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Tomaten (Yin), Fleisch und Eier (Yang) werden hingegen gemieden, weil sie zu extrem yin- oder yang- betont sind.

Mandala (sanskrit: Kreis). Begriff aus den östlichen Religionen. Mandalas sind symbolhafte Zeichnungen mit symmetrischen Mustern, die zur Meditation verwendet werden und die zeitlose Einheit allen Seins widerspiegeln. Auch die Rosettenfenster gotischer Kathedralen weisen die Grundstruktur eines Mandalas auf.

Mantra (sanskrit: Spruch). Begriff aus dem Buddhismus und Hinduismus. Mantras sind heilige Verse oder Silben, die gesprochen oder gesungen werden. Sie werden entweder laut oder im Geiste ständig wiederholt. Dies soll dazu dienen, die geistige Ruhe und Konzentration zu vertiefen, die für einen meditativen Zustand notwendig ist. Das bekannteste und heiligste Mantra ist die Silbe Om.

Marma. Eine Diagnosemethode aus der Ayurveda-Medizin. Bei dieser Methode werden 108 Punkte, die den Akupunktur-Punkten der chinesischen Medizin entsprechen, zur Diagnose herangezogen.

Materialisation. Das Auftauchen eines Gegenstands oder einer Person aus dem Nichts. die Materialisation gehört zu den paranormalen Phänomenen. Viele Meister können Gegenstände materialisieren. Dass es sich dabei um keinen Trick handelt, wurde bei dem indischen Guru Sai Baba nachgewiesen, der unaufhörlich "heilige Asche" aus seinen Händen rieseln lassen kann.

Maslow, Abraham (1908-1976). Begründer der humanistischen Psychologie. Die humanistischen Psychologen stellen die gesunden und nicht die neurotischen Anteile des Menschen in den Vordergrund und fördern sein potential. Maslow entwickelte das Konzept von der "Bedürfnispyramide", der zufolge sich der Mensch erst um die Selbstverwirklichung und -erkenntnis bemühen kann, wenn er seine körperlichen, emotionellen und sozialen Bedürfnisse befriedigt hat. Ein weiterer von Maslow geprägter Begriff ist das "Gipfelerlebnis", mit dem er ein spontanes Glücksgefühl beschreibt, das sich einstellt, wenn sich die Persönlichkeit gesund und harmonisch entfalten kann.

Massage. Heilmethode durch Berührung mit den Händen (in der Ayurveda-Medizin auch mit den Füssen) zur Entspannung und Lockerung von Muskelverspannungen. Es gibt viele verschiedene Massagetechniken wie zum Beispiel Kneten, Streichen und Druckmassage. Gerade die östlichen Massagetechniken wie Jin Shin oder Shiatsu erweisen sich als Ganzkörperbehandlung oder innerhalb der Körperarbeit als besonders wirkungsvoll. Zu den Massagetechniken, die im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt werden, zählen ausserdem Rolfing und die Polarity- Therapie.

Maya (altind.: Macht, Kraft). Begriff aus den östlichen Lehren für die alltägliche Realität, die unser Verstand irrtümlich für wirklich hält, obwohl es sich dabei nur um eine Illusion handelt. Viele buddhistische oder hinduistische Praktiken zielen daher darauf ab, die Illusion zu durchschauen, die oft als "Schleier der Maya" bezeichnet wird.

Mazdaznan. Aus Persien stammende Körperübungen zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.

Medialität. Begabung für aussersinnliche Wahrnehmungen wie Hellsehen oder Hellhören, die sich in Trance oder einem veränderten Bewusstseinszustand einstellen können.

Meditation (lat.: Besinnung). Die geistige Sammlung und Versenkung. In allen Weltreligionen besteht das Ziel der Meditation darin, einen Zustand des inneren Friedens und der Harmonie herzustellen, um sich des wahren Wesenskerns bewusst zu werden. Im christlichen Glauben ist Meditation eine Möglichkeit, eine intensive Beziehung zu Gott herzustellen. Im Hinduismus und Buddhismus ist Meditation eine Übung, mit deren Hilfe man versucht, die Erleuchtung oder den Zustand der Erlösung (Nirwana) zu erreichen. Hilfsmittel bei der Meditation sind z.B. Mantras. In der modernen Psychologie, der Psychosynthese oder der initiatischen Therapie von Graf Dürckheim wird Meditation in den therapeutischen Prozess integriert. In der New-Age-Bewegung gilt die Meditaion als eine Übung, die zu spirituellem Wachstum verhilft. Meditation hat jedoch auch messbare physische Wirkungen, indem sie eine tiefe Entspannung herbeiführt. Dadurch wird die Atem- und Herztätigkeit sehr deutlich günstig beeinflusst und der Blutdruck gesenkt.

Medium. Ein medial veranlagter Mensch, der hellsichtig ist oder mit nicht verkörperten Wesenheiten Kontakt aufnehmen und Botschaften aus der Astralebene übermitteln kann. (Siehe auch unter Astralwesen.) Bei den Spiritisten halten Medien sog. spiritistische Sitzungen oder Seancen ab, bei denen sich Geistwesen u.a. durch Klopfzeichen bemerkbar machen. Manche Medien nehmen das Verhalten des Wesens oder des Verstorbenen an, mit dem sie im Trancezustand in Kontakt stehen.

Meister. Ein hochentwickelter spiritueller Lehrer. Das indische Wort für den Meister lautet Guru.

Meridian. Begriff aus der chinesischen Medizin. Kanal im Körper, durch den Energie strömt. Die östlichen Schulen gehen von der Annahme aus, dass der freie Energiefluss in den insgesamt zwölf Meridianen notwendig ist, um die Harmonie im Körper und damit die Gesundheit zu erhalten. Daher arbeiten z.B. die Akupunktur und die Akupressur mit dem System der Meridiane.

Metamorphische Methode. Eine Weiterentwicklung der Reflexzonen-Therapie und der "pränatalen Therapie" von Robert St. John. Der Theorie der metamorphischen Methode zufolge hängen bestimmte Reflexzonen an den Füssen sowohl mit der Wirbelsäule als auch mit vorgeburtlichen (pränatalen) Prägungen zusammen. Durch die Behandlung der Füsse, Hände und des Kopfes sollen sich diese Prägungen direkt beeinflussen lassen, wodurch Energien freigesetzt werden. Dadurch kann eine innere und äussere Wandlung der Persönlichkeit bewirkt werden.

Mind Mirror (eingl.; dtsch. soviel wie "Spiegel des Geistes"). Ein tragbares EEG-Gerät, mit dem man die Gehirnwellen der beiden Gehirnhälften messen und aufzeichnen kann. (Siehe auch unter Biofeedback.)

Morphogenetisches Feld (griech.: morphe = Form; genesis = Entstehung). Hypothese von dem Biologen Rupert Sheldrake (geb. 1940). Sheldrake geht davon aus, dass die Form, die Entwicklung und das Verhalten von Dingen und Lebewesen von sog. morphogenetischen Feldern geprägt werden. Wenn eine kritische Zahl von Mitgliedern einer Art ein bestimmtes Verhalten erlernt, springt dieses automatisch auf alle Vertreter dieser Spezies über, selbst wenn zwischen diesen kein räumlicher und zeitlicher Kontakt besteht. Dieses Phänomen bezeichnet Sheldrake als "morphische Resonanz". (Siehe auch unter Unified Field.)

Mudra. Rituelle Gesten mit den Händen im Hinduismus. Jeder Gottheit waren bestimmte Hand- und Fingerhaltungen zugeordnet. Mudras haben auch eine heilende Wirkung, da jede Haltung einen speziellen Energiefluss im Körper bewirkt.

Musiktherapie. Die Heilwirkung von Musik war bereits in vielen alten Kulturen, wie zum Beispiel bei den Indern und Griechen, bekannt. Heute findet die Musik in verschiedenen Therapieformen Verwendung, wobei die Musik entweder aktiv oder passiv eingesetzt wird. (Der Klient macht entweder selbst Musik oder er ist Zuhörer.) Musiktherapie eignet sich auch zur Behandlung von geistig oder körperlich behinderten Menschen.

Mystik (griech.: Geheimlehre). Mystik ist die zentrale Erfahrung, die allen Religionen gemeinsam ist. Im Christentum ist die sog. mystische Erfahrung die Kommunion mit Gott. Auch im Yoga findet sich in der Vereinigung mit dem Göttlichen eine ähnliche Entsprechung. Allgemein beschreibt die mystische Erfahrung das Einswerden des Menschen mit der Schöpfung. Die Erkenntnisse der modernen Quantenphysik zeigen, dass die Grenze zwischen der mystischen Weltsicht und der Physik fliessend ist, wie es Fritjof Capra und Peter Russel in ihren Theorien dargelegt haben.

Mythos (griech.: Erzählung). Ein Mythos ist eine bildhafte Erzählung, die in ihrer Symbolik die verschiedenen Dimensionen der menschlichen Seele widerspiegelt. Daher ist in Mythen häufig eine tiefere Weisheit verborgen.

Esoterik

Nahtod-Erlebnis. Eine ausserkörperliche Erfahrung in Todesnähe. Menschen, die bereits klinisch tot waren, jedoch reanimiert werden konnten, berichten von ähnlichen Erlebnissen, bei denen sie sich über ihrem Körper schwebend sahen, sich wie im Zeitraffer an ihre verschiedenen Lebensstationen erinnerten oder einen dunklen Tunnel erblickten, an dessen Ende ein strahlendes Licht leuchtete. Sie berichten auch von Begegnungen mit verstorbenen Freunden oder Verwandten, Engeln und anderen Astralwesen. Das Nahtod-Erlebnis ist mit einem unbeschreiblichen Glücksgefühl verbunden.

Natürliche Geburt (auch: "sanfte Geburt"). Eine Geburtsbethode, die von dem Frauenarzt und Geburtshelfer Frédérick Leboyer in Zusammenarbeit mit Michel Odent auf der ganzen Welt verbreitet wurde. Hintergrund der Idee einer sanften Geburt ist der Gedanke, dass das Kind auf sanfte Weise in eine geborgene Atmosphäre hineingeboren werden soll. Auch die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt ist von grosser Wichtigkeit. Bei der Geburtsvorbereitung werden Yoga und Meditation verwendet. Der Geburtsvorgang wird durch Atemtechniken und Körperübungen erleichtert, die Mutter während der Schwangerschaft erlernt hat. Das Kind wird bei gedämpftem Licht und nicht in der grellen Beleuchtung eines Kreissaals geboren. Beim sogenannten "rooming-in", bei dem das Kind nach der Geburt im Zimmer der Mutter bleibt, wird für eine warme, liebevolle Atmosphäre gesorgt.

Naturgeister. Sammelbegriff für alle Geistwesen in der Natur. Devas gehören zu den Naturgeistern. Schamanen arbeiten eng mit den Naturgeistern zusammen.

Naturheilkunde. Bereits vor 2000 Jahren lehrte Hippokrates, dass die Natur über Heilkräfte verfügt. Damit formulierte er das Grundprinzip der Naturheilkunde. In der Naturheilkunde wird der Patient holistisch behandelt (siehe auch unter Holismus), wobei die Ursachen der Krankheit geheilt werden, anstatt - wie die Schulmedizin - nur die Symptome zu betrachten.

Netzwerk. Eine Interessensgruppe aus verschiedenen Bereichen, die Verbindungen zu Gleichgesinnten und den Informationsaustausch zwischen ihren Mitgliedern herstellt. Das Netzwerk ist eine neue Form der sozialen Organisation auf globaler Ebene.

Neuer Mensch. Begriff für den Menschen der zukünftigen Bewusstseinsstufe. Der Psychologe Carl Rogers (siehe auch unter Gesprächstherapie) hat den Neuen Menschen in einem sog. Qualitätenkatalog definiert und eine Utopie aus psychologischer Sicht entworfen.

Neue Wissenschaften. Wissenschaften die Grenzen des herkömmlichen Weltbilds überschreiten und die Aspekte des Holismus in ihre Betrachtungsweise integrieren. Zu den Neuen Wissenschaften zählen u.a. die transpersonale Psychologie, Parapsychologie und die moderne Quantenphysik.

Neurolinguistisches Programmieren (NLP). Von dem Linguisten John Grinder und dem Gestalttherapeuten Richard Bandler entwickelte Methode zur Erweiterung des Wahrnehmungsvermögens. Im NLP spielt die Kommunikation und die Kontaktaufnahme, besonders in nonverbaler Form (ohne Sprache) eine grosse Rolle. Durch NLP wird die Sensitivität für die Sprache, das Verhalten und die Körpersprache gesteigert. Ein Grundprinzip bei NLP lautet: "Wenn das, was du machst, nicht funktioniert, mach etwas anderes!" Neue Denkmuster werden im NLP durch Wiederholung und sog. "Verankern" erlernt. NLP wird in der Persönlichkeitsentwicklung, Psychotherapie und im Managementtraining angewendet.

New-Age (engl.: Neues Zeitalter). Moderne Bezeichnung für das Neue Zeitalter (auch Wassermann-Zeitalter genannt), das von dem Neuen Menschen und einem Holistischen und spirituell orientierten Weltbild geprägt wird.

New-Age-Musik. Überbegriff für Musik, die sich zur Meditation, Tiefenentspannung und Visualisation eignet. Vorwiegend elektronische Musik mit Naturgeräuschen (Wasser, Vogelgezwitscher, Wind), teilweise mit asiatischen Klängen untermalt.

Nirwana (sanskrit: Erlöschen). Im Hinduismus das Verschmelzen mit dem göttlichen Bewusstsein, das Zerreissen der "Schleier der Illusion" (Maya) in der Erkenntnis der absoluten Wahrheit und die Befreiung aus dem "Rad der Wiedergeburt". (Siehe auch unter Erleuchtung.)

Nostradamus (lat. Name für Michel de Notre Dame, 1503-1566). Französischer Arzt, Astrologe und Hofastrologe der Katharina von Medici. Nostradamus hinterliess der Nachwelt die sog. "Centuries" (Zenturien). Dabei handelt es sich um Prophezeiungen, die er in verschlüsselten Vierzeilern niederschrieb. Mit der Entschlüsselung seiner Prophezeiungen beschäftigen sich Nostradamus-Forscher auch heute noch.

Numerologie. Die Lehre von der Bedeutung der Zahlen, auch Zahlenmagie genannt. Mit Hilfe der Numerologie lassen sich beispielsweise Geburtsdaten, Hausnummern oder auch Namen deuten, wobei den Buchstaben Zahlen zugeordnet werden. Die einzelnen Ziffern werden solange addiert, bis man eine einstellige Zahl erhält, die sog. "Quersumme". Jeder Zahl von 1 bis 9 werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben.

Esoterik

Obertöne. Die höheren Töne, die in einem erklingenden Einzelton mitschwingen. In der indischen, chinesischen, balinesischen, japanischen und afrikanischen Musik schwingt in jedem Einzelton jeder andere Ton mit. Nach der Theorie Joachim Berendts stellen die Obertöne einen Zusammenhang zwischen Musik und dem neuen Bewusstsein her. (Siehe auch unter Neuer Mensch und New-Age.)

Odische Kraft (auch: "Od"). 1840 von dem deutschen Naturforscher Carl Freiherr von Reichenbach (1788-1869) geprägter Begriff für die feinstoffliche Energie, die sich in Sonnenstrahlen, Kristallen, Pflanzen und Menschen nachweisen lässt. Medien nehmen die odische Kraft als sog. Aura wahr. Mit Hilfe von Objekten, die mit der odischen Kraft aufgeladen sind, kann man diese Energie grundsätzlich auch auf Menschen übertragen. (Siehe auch Kirlian-Fotografie.)

Offenbarung. Eine Botschaft Gottes an die Menschen. Von ihren Empfängern wird sie plötzlich erkannt, nicht aber planmässig erarbeitet oder erlernt.

Okkultismus (lat.: occultus = verborgen). Lehre von den geheimen Zusammenhängen des Kosmos.

Ökologie. Nach James Lovelocks Gaia-Hypothese kann man die Atmosphäre, die Kontinente, die Meere und alle Lebensformen auf der Erde als Teil eines ganzheitlichen Biosystems betrachten, in dem unter normalen Umständen ein gesundes Gleichgewicht herrscht. Durch die moderne Zivilisation, Industrie und Technik wird die Harmonie der Umwelt beeinflusst. Die ökologische Bewegung basiert auf der Vorstellung, dass die Erde ein lebendiger Organismus ist, dem man Achtung und Wertschätzung entgegenbringen muss. Inzwischen gibt es viele Parteien und Organisationen auf der ganzen Welt, deren Arbeit auf dem ökologischen Bewusstsein basiert.

Om (auch "Aum"). Die heilige Silbe der Buddhisten und Hinduisten. In den heiligen Schriften der Hindus, den Veden, wird Om als der kosmische Klang der Schöpfung und als mächtigstes Mantra beschrieben.

Omega. In der Evolutionstheorie von Teilhard de Chardin ist Omega der Punkt, auf den jede Bewusstseinsentwicklung hinzielt. Wenn der Punkt Omega erreicht ist, findet die Geburt des planetarischen Bewusstseins statt, das sich seiner Göttlichkeit bewusst ist. Moderne Theorien der Bewusstseinsentwicklung, wie z.B. das Modell von Ken Wilber, basieren auf der Vorstellung von dem Punkt Omega.

Omen (lat.: Vorzeichen). Ein Ereignis, das einen Hinweis auf eine zukünftige Entwicklung gibt.

Orakel. Eine Methode, in die Zukunft zu schauen. Orakel, die auch heute noch verwendet werden, sind das I Ging und das Tarot.

Orden. Eine spirituelle oder religiöse Gemeinschaft.

Orgon-Therapie. Der Psychologe Wilhelm Reich (1897-1957) prägte den Begriff "Orgon" für die kosmische Urenergie, aus der die mechanische Energie, die Materie und alle lebenden Organismen hervorgehen. Sog. Orgonakkumulatoren, in denen diese Energie gespeichert wird, können laut Reich zu therapeutischen Zwecken verwendet werden.

Ort der Kraft. Ein Ort in der Natur, von dem eine spürbare Kraft ausgeht. Im Schamanismus spielen Orte der Kraft eine wichtige Rolle. Sie werden zur Visionssuche, Meditation oder zum Gebet aufgesucht, oder um Rituale abzuhalten.

Osteopathie. Von dem Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) begründete Therapie, die davon ausgeht, dass zwischen der Wirbelsäule und dem allgemeinen Gesundheitszustand ein Zusammenhang besteht. Durch eine Schädigung der Wirbelsäule werden die Nervenstränge im Rückgrat unterbrochen, was wiederum dazu führt, dass die Organe ungenügend versorgt werden. In der Osteopathie wird die Wirbelsäule wieder ausgerichtet (z.B. durch ruckartiges Strecken), um damit verbundene Erkrankungen zu heilen. (Siehe auch unter Chiropraktik)

Oui-ja-Brett (aus franz. "oui" und dtsch. "ja"). Hilfsmittel, um mediale Botschaften zu übermitteln. Bei Séancen werden Karten mit den Buchstaben des Alphabets ausgelegt. In die Mitte des dazu benutzten Bretts wird ein umgestülptes Glas gestellt, das sich auf die einzelnen Buchstaben zubewegt, wenn eine Botschaft aus dem Jenseits buchstabiert werden soll.

Ouspensky, Peter D. (1878-1947). Mathematiker Philosoph und Schüler von G.I. Gurdjieff. Nach Gurdjieffs Tod führte Ouspenksy dessen Werk weiter und verbreitete seine Lehre vor allem in Grossbritannien und den USA weiter.

Esoterik

Paradigma (griech.: Beispiel, Vorbild). Weltanschauung einer Wissenschaftlergemeinschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bisher war das naturwissenschaftliche Weltbild das vorherrschende Paradigma. Im Zuge des Bewusstseinswandels im New-Age findet jedoch ein sog. Paradigmenwechsel, zu einer holistischen Weltsicht statt. (Siehe auch unter Holismus.)

Paranormal (griech.: para = neben). Begriff aus der Parapsychologie, um rational nicht erklärbare Ereignisse zu beschreiben. Paranormale Phänomene ereignen sich "neben" der sichtbaren, "normalen" Realität. Sie entziehen sich den physikalischen Gesetzen, wie z.B. die Phänomene der Hellsichtigkeit, Telepathie und Psychokinese.

Parapsychologie. Wissenschaft und Erforschung paranormaler Phänomene, wie z.B. Hellsichtigkeit, Telepathie und Psychokinese. Die Anfänge der parapsychologischen Forschung gehen auf die Experimente von J.B. Rhine in den dreissiger Jahren zurück, der sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der aussersinnlichen Wahrnehmung beschäftigte. Heute gibt es an einigen Universitäten in Europa und den USA parapsychologische Forschungsprojekte.

Past-Life-Therapie (engl.: past life = vergangenes Leben; auch: "Rückführung"). Therapiemethode zur Rückführung in frühere Leben. Die Past-Life-Therapie basiert auf der Vorstellung von der Wiedergeburt. (Siehe auch unter Reinkarnation). Sie geht davon aus, dass die Erfahrungen und Erlebnisse aus früheren Leben (Inkarnationen) das derzeitige Leben beeinflussen. Durch eine von dem Psychologen Morris Netherton entwickelte spezielle Entspannungstechnik wird das Wiedererleben vergangener Inkarnationen und das anschliessende Verarbeiten traumatischer Erlebnisse ermöglicht. Eine Rückführung kann auch in der Hypnose herbeigeführt werden, wie sie z.B. von dem Hypnotherapeuten Thorwald Dethlefsen verwendet wird.

Pendeln. Zum Pendeln wird eine kette mit einem Anhänger aus Holz, Metall oder Kristall oder einem anderen Gewicht zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Dieses sog. Pendel funktioniert ähnlich wie eine Wünschelrute (siehe unter Radiästhesie), indem es entweder im oder gegen den Uhrzeiger ausschlägt, nachdem man eine bestimmte Frage gestellt hat. Mit dem Pendel kann man "Ja" und "Nein" Antworten auf bestimmte Fragen, die man vorher formuliert hat, erhalten. Welche Richtung des Pendels "ja" und welche "nein" bedeutet, ist individuell verschieden.

Pentagramm (auch. "Drudenfuss"). Altes, magisches Symbol in Form eines fünfzackigen Sterns, das als Schutzzeichen gegen schädliche Einflüsse verwendet wird. Ein Zacken des Pentagramms muss nach oben zielen, sonst gilt es als Zeichen des Teufels.

Phantasiereisen. Geführte Vorstellungen durch die inneren Welten zur Entfaltung des kreativen Potentials. (Siehe auch unter Visualisation.)

Philosophia perennis (lat.: die ewige Philosophie). In der mystischen Vorstellung die Philosophie der immer gleichbleibenden Grundwahrheiten des Lebens.

Polarity-Therapie. Ganzheitliche Behandlungsmethode, bei der die individuelle Persönlichkeit, die Ernährung und die physiologischen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt werden, wodurch die Harmonie der Körperenergien wiederhergestellt werden soll. Die Polarity-Therapie wurde von Randolph Stone (1890-1983) begründet, der darin Naturheilkunde mit Elementen aus der Akupunktur, Kräuterheilkunde, dem Shiatsu, der Ayurveda-Medizin und dem Yoga integriert. Seine Theorie geht von einer Polarität der verschiedenen Organe und Körperteile mit fünf Energiezentren aus, welche wiederum den fünf chinesischen Elementen Äther, Wasser, Feuer, Erde und Luft zugeordnet sind.

Poltergeist. Astralwesen, das der Urheber eines Spukphänomens ist (Siehe unter Psychokinese).

Positives Denken. Der Vater des positiven Denkens war der Geistliche Norman Vincent Peale, der in den fünfziger Jahren durch seinen Bestseller "Die Kraft des positiven Denkens" weltberühmt wurde. Jeder Gedanke hat die Tendenz, sich in der materiellen Welt zu verwirklichen. Daher besitzen Gedanken eine Eigendynamik und es ist von besonderer Wichtigkeit, optimistisch zu denken, wenn man sein Leben positiv gestalten will. Mit Hilfe des positiven Denkens kann man eine neue Lebenseinstellung gewinnen. Dies wird nicht nur durch eine Veränderung der Denkmuster bewirkt, sondern auch mit Autosuggestionsmethoden wie Affirmationen und Visualisation.

Präkognition. Vorauswissen durch einen plötzlichen Einblick in ein zukünftiges Ereignis. Präkognition findet häufig in Träumen statt. Auch die Prophezeiung ist eine Form des Vorauswissens.

Prana (sanskrit: Lebenshauch, Atem). Indischer Begriff für die universelle Lebenskraft. Vergleichbar mit der chinesischen Bezeichnung für die Lebensenergie Chi.

Primärtherapie. > Urschrei-Therapie.

Prophezeiung. In der Bibel besitzen die Propheten die Fähigkeit der Weissagung und Voraussage zukünftiger Ereignisse. Auch bei den Schamanen gibt es eine alte Tradition der Weissagung. Die Schamanen versetzen sich hierzu in einen veränderten Bewusstseinszustand. Auch medial veranlagte Menschen (siehe unter Medium), die das sog. zweite Gesicht besitzen, machen Prophezeiungen. Die im Westen berühmtesten Prophezeiungen stammen von Nostradamus (1503-1566), der seine Visionen in verschlüsselter Form niederschrieb.

PSI (Ableitung von dem griech. Buchstaben, mit dem das Wort "Psyche" beginnt). Überbegriff für alle paranormalen Fähigkeiten und Phänomene, wie z.B. aussersinnliche Wahrnehmung, Hellsichtigkeit, Präkognition, Telepathie und Psychokinese.

Psychodrama. Von dem venezianischen Psychiater Jacob L. Moreno (1892-1974) entwickelte Therapiemethode, in der Konflikte innerhalb der Gruppe ausagiert werden. Das Psychodrama verwendet das "Solo", wobei jeder "Schauspieler" seine Gefühle spielt, den "Rollentausch", wobei man in die Rolle einer anderen Person schlüpft, und den "Spiegel", wobei das eigene Verhalten von einem anderen Gruppenteilnehmer oder dem Therapeuten nachgeahmt wird. Dabei werden folgende Phasen durchlaufen: 1. Aufwärmen - die Sammlung in der Gruppe und das Herausarbeiten eines Problems. 2. Dramatisieren - die Aktionsphase, in der die Rolle oder das Problem gespielt wird. Am Schluss findet eine Diskussion statt (genannt "sharing"; dtsch. soviel wie "sich austauschen".).

Psychokinese. Paranormale Fähigkeiten, mit denen z.B. Gegenstände bewegt oder verändert werden können. Die vielleicht bekannteste Demonstration von psychokinetischen Fähigkeiten gab Uri Geller im Fernsehen, als er Uhren zum Stillstand brachte und Löffel verbog. Auch bei Poltergeist-Aktivitäten und Spuk können Möbelstücke verrückt oder Gegenstände durch die Luft gewirbelt werden. (Siehe auch unter Geller-Effekt und Verbiegungen.)

Psychometrie. Die mediale Begabung, die Geschichte eines Gegenstandes zu sehen. Manche Medien können Informationen über den oder die früheren Besitzer oder auch den augenblicklichen Besitzer eines Gegenstandes (z.B. eines ringes) machen, wenn sie ihn in der Hand halten.

Psychosomatische Medizin (aus griech.: psyche = Seele und soma = Körper). Zweig der Medizin, der die Wechselwirkung von Psyche und Körper berücksichtigt. Inzwischen gehen auch die Schulmediziner davon aus, dass ein Grossteil aller körperlichen Erkrankungen eine psychische Ursache haben. Der Psychologe Thorwald Dethlefsen und der Arzt Rüdiger Dahlke gehen davon aus, dass jede Krankheit eine Botschaft der Psyche ist. Jedes Krankheitssymptom ist mit einem psychischen Inhalt gekoppelt, der sich durch das körperliche Symptom bemerkbar machen oder sich ausdrücken will. (Siehe auch unter Alternative Medizin und Holismus.)

Psychosynthese. Therapiemethode aus der Transpersonalen Psychologie. Das Konzept der Psychosynthese geht auf das 15. Jahrhundert zurück, wo es in China zum ersten Mal dokumentiert wurde. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Methode von dem italienischen Psychologen Roberto Assagioli (1888-1974) wiederentdeckt und verbreitet, konnte sich aber erst 1965 durchsetzen. Die Psychosynthese begreift den Menschen als in einem ständigen Wachstumsprozess begriffenes Individuum. Die Therapie bezieht daher auch die spirituellen Bereiche der Psyche mit ein. Weitere in der Psychosynthese verwendete Techniken sind Meditation, Musiktherapie, Phantasiereisen, Katathymes, Bilderleben und Elemente aus der Gestalttherapie.

Pyramidenforschung. Die Erforschung der ägyptischen Pyramiden. Etliche Pyramidenforscher gehen davon aus, dass es mit der Ausrichtung, Konstruktion und den Abmessungen der Pyramiden eine spezielle Bewandtnis hat. In Experimenten wurde nachgewiesen, dass Blumen unter einer Pyramide wesentlich langsamer verwelken, Lebensmittel bleiben länger frisch und Pflanzen gedeihen besser. Das Geheimnis der Pyramiden liegt aber immer noch im dunklen.

Esoterik

Qi Gong. Altes chinesisches System von Gesundheitsübungen, die den freien Fluss der Lebensenergie durch den Körper bewirken.

Qi Yi. Von der Amerikanerin Nancy Zi auf der Basis der chinesischen Weisheitslehren entwickelte Gedankenübungen.

Quadrinity-Prozesse. Von Siegfried Fischer und Robert Hoffman begründete transpersonale Gruppentherapie in sieben Tagen. Der Name "Quadrinity" (der Begriff leitet sich von Lateinisch "vier" ab) bezieht sich auf vier Aspekte des Menschen: Körper, Wissen, Intellekt und Spiritualität. Im Quadrinity-Prozess werden diese vier Elemente in Einklang miteinander gebracht. (Siehe auch unter Fischer-Hoffman-Prozess.)

Quantensprung. Begriff aus der Quantenphysik, der im New-Age-Jargon als Metapher verwendet wird. Hier bedeutet der Quantensprung eine radikale Veränderung im Denken oder eine sprunghafte Bewusstseinsentwicklung.

Quodoushka. Eine indische Liebeslehre, deren Ziel die Befreiung der Sexualität ist. Nach dieser Lehre wird die Sexualität als Katalysator für alle menschlichen Aspekte betrachtet. Quodoushka ist der Name für "freiwerdende Energie". Die Liebeslehre wird in Kursen vermittelt, in denen die Teilnehmer auch einen "Energietanz" zwischen den Liebenden erlernen.

Esoterik

Radiästhesie (griech.: Sensitivität für Strahlungen). Von dem französischen Wünschelrutengänger Abbé Mermet geprägte Bezeichnung für Wünschelrutengehen und Pendeln. Die Radiästhesie wird heute vorwiegend in der Archäologie, im Gartenbau und in der Diagnostik verwendet.

Rajneesh, Bhagwan Shree (1931-1990). Indischer Philosophieprofessor und einer der anerkanntesten und gleichzeitig umstrittendsten spirituellen Meister dieses Jahrhunderts. Seine Schüler kommen aus aller Welt und nennen sich Sannyasins. In der 150 km von Bombay entfernten Stadt Poona gründete er einen Ashram, der wegen seiner revolutionären Therapie- und Meditationsmethoden bekannt wurde. Bhagwan vereinte in seiner Lehre die verschiedensten Elemente östlicher Weisheitslehren wie Sufismus, Tantra, Taoismus, Yoga und Zen-Buddhismus sowie den christlichen Mystizismus. Bhagwans Vision vom Neuen Menschen ist "Sorbas, der Buddha", die Verbindung des erdverbundenen Alexis Sorbas (eine Romanfigur von Nikos Kazantzakis) mit dem erleuchteten Buddha.

Raumkolonien. Alternatives Zukunftsmodell des New-Age. Der ehemalige Universitätsprofessor und als "Drogenpapst" bekannt gewordene Timothy Leary (ge. 1920) vertrat bereits in den sechziger Jahren die Idee von der Auswanderung der Menschheit ins All und der Gründung von selbstbestimmten Kleingruppen in den Raumkolonien.

Raum-Zeit. Begriff, der sich aus der Ralativitätstheorie entwickelt hat. Der dreidimensionale Raum existiert demnach nicht getrennt von der Zeit, sondern muss als sog. Raum-Zeit-Kontinuum betrachtet werden, in dem Raum und Zeit sich gegenseitig durchdringen. In der östlichen Mystik findet sich eine ähnliche Vorstellung im Mahayana-Buddhismus. Hier wird der Zustand des Nirwana oder der Erleuchtung als das Bewusstsein einer gegenseitigen Durchdringung von Raum und Zeit beschrieben.

Rebirthing (engl.: wiedergeboren werden). Von dem Psychotherapeuten Leonard Orr entwickelte Therapiemethode, die davon ausgeht, dass Ängste und Gefühlsblockaden auf das Geburtstrauma zurückzuführen sind. (Siehe auch unter sanfte Geburt). Mit Hilfe von speziellen Atem- und Körpertechniken wird die Geburt noch einmal durchlebt, wodurch eine Befreiung entritt. Dadurch kann man noch einmal neu geboren werden, und zwar in eine Welt, die einen annimmt und auf liebevolle Weise empfängt, was die Voraussetzung für eine wesensgemässe Selbstverwirklichung ist. Rebirthing wird von Therapeuten praktiziert, die zum Rebirther aus gebildet wurden.

Recurrent Spontaneous Psychokinesis (kurz: "RSPK"). Moderner Fachbegriff für sich wiederholende spontane Psychokinese. Dieses Phänomen ist allgemein als Spuk bekannt.

Reflexzonen-Therapie. Eine von Eunice D. Ingham Stopfel in den dreissiger Jahren entwickelte Druckmassage an den Füssen, die auf der chinesischen Zonentherapie basiert. Die Füsse werden von sehr empfindlichen Nervenenden, den Reflexzonen, durchzogen, die eine exakte Landkarte des Körpers darstellen. Durch die Stimulation der Reflexzonen an den Füssen wird der Energiefluss in der entsprechenden Körperregion angeregt. Die Reflexzonen sind über die Meridiane mit den verschiedenen Körperteilen und Organen verbunden, was die Wirkung der Reflexzonen-Therapie erklärt. (Siehe auch unter Akupressur und Shiatsu.)

Reich, Wilhelm (1897-1957). Psychiater und Mitarbeiter von Sigmund Freud, der als Begründer der Körperarbeit gilt. Reich entwickelte eine Theorie über die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche und prägte den Begriff "Charakterpanzer". Damit ist der Muskelpanzer des Körpers gemeint, in dem sich Gefühlsblockaden im Körper manifestieren. Die Therapie Reichs ist der Vorläufer der Bioenergetik. Ein weiteres Thema, mit dem sich Reich befasste, war die Lebensenergie, die er "Orgon" nannte. (Siehe auch unter Orgon-Therapie.)

Reiki (jap.: universelle Lebenskraft). Wahrscheinlich mehr als 8000 Jahre alte Selbsthilfe-Technik zur Befreiung der universellen Lebenskraft. Das japanische Heilsystem stammt ursprünglich aus Tibet. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es von dem Japaner Dr. Mikao Usui wiederentdeckt. Reiki ist eine natürliche Methode zur Aktivierung von Energie in einer Genau festgelegten Vorgehensweise, die sogar von Kindern erlernt werden kann. Beim Reiki wird durch Handauflegen und durch mentale Methoden Lebensenergie übertragen. Das Reiki nach Dr. Usui wird als "offizielles Reiki" bezeichnet. Es wurde von der ausgebildeten Reiki-Meisterin Dr. Barbara Ray dem Westen zugänglich gemacht. Die Reiki-Ausbildung umfasst vier Grade. Dr. Ray gründete 1980 eine internationale Reiki-Vereinigung.

Reinkarnation (lat.: Wiederfleischwerdung). Die Lehre von der Wiedergeburt der Seele ist Bestandteil vieler Religionen. Der Hinduismus verwendet den Begriff vom "Rad des Leben", dem ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Die Seele des Menschen verkörpert sich nach dem Tode wieder. Daher bleibt die Individualität der Seele erhalten, während sich die Persönlichkeit verändert und wandelt. Durch spirituelles Wachstum kann man sein Karma abtragen und sich schliesslich aus dem Kreislauf der Wiedergeburt befreien. Auch im Christentum war der Glaube an die Wiedergeburt vorhanden, bis er von der katholischen Kirche um Jahre 553 n. Chr. verworfen wurde. In der heutigen Zeit ist das Interesse an der Reinkarnation wieder erwacht. Reinkarnationsforscher untersuchten und bewiesen Fälle von Reinkarnation, die sich mit grosser Genauigkeit nachvollziehen liessen. In der Past-Life-Therapie oder Rückführung ist ein Wiedererinnern an frühere Leben möglich.

Retrokognition. Das hellseherische Wissen um vergangene Ereignisse.

Rimpoche. Respektvolle Anrede für einen tibetischen Priester oder "Lama". Sie wird dem Familiennamen nachgestellt.

Ritual. Abfolge von Kulthandlungen, die nach strengen Regeln vollzogen werden.

Rolfing. Die Biochemikerin Ida Rolf (gest. 1982) beschäftigte sich 40 Jahre lang mit der Strukturellen Integration. Sie fand heraus, dass eine Fehlhaltung des Körpers den Menschen in krankmachende Stellungen zwingt und ihn daran hindert, eine erfüllte und damit "integrierte" Persönlichkeit zu entwickeln. Rolfing ist eine Methode der Körperarbeit, in der eine Art Tiefenmassage verwendet wird, um verklebte Bindegewebsstrukturen aufzulösen und den Körper in seine Idealstruktur zu bringen. Rolfing ist nicht nur eine Befreiung des Körpers von Haltungsschäden und Muskelverspannungen, sondern auch eine Selbsterfahrung und ein Weg, um sich über die Befreiung des Körpers für die Spiritualität zu öffnen.

Rosenkreuzer-Orden. Nach Christianus Rosencreutz (1378-1484) benannte Bruderschaft. Christianus Rosencreutz reiste im Alter von 16 Jahren, als Mönch verkleidet, nach Indien, Persien und Arabien, wo er mit den Lehren der Weisen vertraut wurde. Nach seiner Rückkehr gründete er 1425 den geheimen Orden der Rosenkreuzer, die auch heute noch eine geheime Bruderschaft sind. Nach dem Glauben der Rosenkreuzer gehen alle Kulturen und Religionen auf eine gemeinsame Quelle zurück, die sie in Atlantis vermuten. Die Rosenkreuzer verbinden dem eigenen Anspruch nach das Gedankengut der Hermetik mit sozialreformerischen Ideen.

Roshi. Respektvolle Anrede für den meister im Zen-Buddhismus. Sie wird dem Familiennamen nachgestellt.

Rubenfeld-Synergie-Methode. Methode nach Ilana Rubenfeld, in der die Philosophie und Praxis der Gestalttherapie, Alexander-Technik und Feldenkrais-Methode miteinander kombiniert werden.

Rückführung. Siehe unter Past-Life-Therapie und Reinkarnation.

Runen. Runen waren ursprünglich eine Art Mantra. Zu einer bestimmten Körperhaltung wurde ein bestimmter Laut angestimmt. Später wurden sie als Schutzzeichen in Gebrauchsgegenstände geritzt. Heute werden Runen als germanische Buchstaben betrachtet und als Orakel und für Rituale verwendet.

Esoterik

Saint Germain, Compte de (1710-1784). Berühmter Okkultist, der von den Theosophen als aufgestiegener Meister betrachtet wird. Angeblich übermitteln einige Medien unserer Zeit Botschaften von Saint Germain.

Samadhi. Buddhistische Bezeichnung für den Zustand der Erleuchtung.

Samadhi-Tank. Der Samadhi-Tank wurde 1954 von dem amerikanischen Arzt John C. Lilly erfunden. Dabei handelt es sich um eine mit warmem Salzwasser gefüllte, verschliessbare, schall- und lichtisolierte Wanne. Durch die völlige Abgeschlossenheit wird eine Tiefenentspannung herbeigeführt, die zu einer einzigartigen Selbsterfahrung in einem veränderten Bewusstseinszustand führen kann.

Sannyasin. Begriff aus dem Hinduismus. ein Sannyasin ist ein Mönch oder ein Schüler, der der Welt entsagt und sich auf die Suche nach der spirituellen Wahrheit begibt.

Satori. Bezeichnung im Zen-Buddhismus für die Erleuchtung.

Séance. Eine spiritistische Sitzung, bei der ein Medium versucht, Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen. (Siehe auch unter Spiritismus.)

Seher (auch: "Hellseher"). Ein Medium oder Wahrsager, der Ereignisse voraussehen und Prophezeiungen machen kann. Ein Seher besitzt das sog. zweite Gesicht. Berühmte Seher der Vergangenheit waren Emanuel Swedenborg (1688-1772) und Edgar Cayce (1877-1945). (Siehe auch unter Hellsichtigkeit und Zweites Gesicht.)

Sekte. Religiöse oder spirituelle Gemeinschaft mit oft recht zweifelhaften oder sogar kriminellen Methoden. Die Anhänger mancher Sekten werden durch eine Art Gehirnwäsche gefügig und abhängig gemacht, was in vielen Fällen zu schweren psychischen Schäden führt. Mit den Praktiken dieser Organisationen befassen sich das Europa-Parlament und die verschiedenen Sektenbeauftragten der Kirchen.

Selbstverwirklichung. Das Bestreben des Menschen, seine Persönlichkeit zu erfahren, sein inneres kreatives Potential zu erkennen und zu entfalten, so dass er sich seinem Wesen gemäss verwirklichen kann. Abraham Maslow beschäftigte sich mit diesem Drang, den er ebenso als primäres Bedürfnis betrachtete wie den Hunger. Auch C.G. Jung beschreibt die Selbstverwirklichung als Individuationsprozess. (Siehe auch unter Individuation.)

Seminar (auch engl.: Workshop). Lehr- oder Arbeitsgruppe aus allen Bereichen des New Age.

Seth. Name einer Wesenheit, die der medial veranlagten Schriftstellerin Jane Roberts in Trance spirituelle Texte diktierte. Jane Roberts veröffentlichte das sehr aufschlussreiche Seth-Material in mehreren, inzwischen berühmt gewordenen Büchern.

Shiatsu. Von Tokujiro Namikoshi entwickelte, sehr wirkungsvolle japanische Druckmassage mit den Fingerspitzen, die heilsam und vorbeugend wirkt. Shiatsu stärkt die Abwehrkräfte und fördert den Selbstheilungsprozess des Körpers. Shiatsu führt zu einer Tiefenentspannung, bewirkt eine Lösung des Muskelpanzers und bringt den gesamten Organismus wieder in Harmonie. Im Jahre 1925 gründete Namikoshi das erste Shiatsu-Institut in Hokkaido und später die Japanische Shiatsu-Schule. Shiatsu ist heute auch im Westen weit verbreitet.

Shin-Shin-Toitsu Do. Eine von dem Japaner Koichi Tohei entwickelte Methode. Shin-Shin-Toitsu Do wird zur Koordinierung und Harmonisierung von Körper, Geist und Psyche verwendet. Dabei werden verschiedene geistige und körperliche Übungen praktiziert.

Silva-Mind-Methode (auch: "Silva Mind Control"). Von dem Texaner José Silva entwickeltes Bewusstseinstraining (Mentaltraining) und eine Methode zur Erforschung des geistigen Potentials. In der Silva Mind Control lernt man, einen "Alpha-Zustand" (siehe unter Alphawellen) herzustellen, in dem man paranormale Fähigkeiten entwickeln kann, wie Hellsichtigkeit und Fernheilen.

Simonton, Carl und Stephanie. Der Arzt und Krebsspezialist Dr. Carl Simonton litt selbst an dieser Krankheit und ist heute davon geheilt. Er fand heraus, dass die plötzliche Besserung des Gesundheitszustands durch eine positive Lebenseinstellung (siehe auch unter positives Denken) bewirkt wird. Aufgrund seiner Erkenntnisse entwickelte er ein Lernprogramm für Krebspatienten, bei dem Entspannung und Visualisation verwendet wird. Seine Frau Stephanie, die als Psychotherapeutin tätig ist, arbeitet mit ihm zusammen in einem Krebszentrum in Fort Worth, Texas.

Smaragdene Tafel. > Tabula Smaragdina.

Sonnenzeichen. Umgangssprachlich das Sternzeichen, unter dem man geboren ist. In der Astrologie bedeutet es das Tierkreiszeichen, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt steht. Da das Geburtshoroskop noch viele andere Faktoren enthält, die die Gesamtpersönlichkeit eines Menschen ausmachen, sind Menschen, die unter demselben Sonnenzeichen geboren sind, trotzdem individuell verschieden. (Siehe auch unter Astrologie.)

Spiritismus. Im 19. Jahrhundert in Amerika entstandene Lehre von der Unsterblichkeit der Seele und dem Kontakt mit dem jenseits. Medien spielen im Spiritismus eine wichtige Rolle, da sie mit den Verstorbenen oder anderen Wesenheiten kommunizieren können. Die Spiritisten entwickelten verschiedene Techniken, um in ihren Séancen den Kontakt mit dem Jenseits herzustellen, wie das Oui-ja-Brett.

Spiritualität. Die Orientierung auf die geistige, spirituelle Welt hin. Spiritualität ist eine Lebenseinstellung des Menschen. Sie lässt sich nicht durch eine Lehre vermitteln.

Spuk. Phänomene, bei denen Geister erscheinen, Geräusche ertönen oder Gegenstände bewegt oder durch die Luft gewirbelt werden. Für den Spuk gibt es heute den modernen Fachsudruck Recurrent Spontaneous Psychokinesis (kurz: "RSPK"), was zu Deutsch "sich wiederholende spontane Psychokinese" bedeutet. (Siehe auch unter Poltergeist und Psychokinese.)

Sufismus. Die mystische Lehre des Islam. Der Sufismus ist ein spiritueller Weg der Läuterung und Wahrheitssuche. Es gibt Hinweise darauf, dass der Sufismus bereits vor Mohammed bestand. Zu den berühmtesten Sufi-Meistern zählen Maulana Dschelaleddin Rumi und Ibn Arabi. Die Sufis leben traditionell in Ordensgemeinschaften. (Siehe auch unter Derwisch.) Das Wort "Sufi" leitet sich von den wollenen Kleidungsstücken ab, die die Moslems während der Nachtwache in der Wüste weben. Dabei befinden sie sich in einem Zustand der Meditation und wenden sich der Suche nach der direkten Gotteserfahrung zu.

Superlearning. > Losanov-Methode.

Swami. Im Hinduismus eine Mönch oder Adept. Auch die Anrede der männlichen Anhänger von Bhagwan Shree Rajneesh. (Die Anrede für die weiblichen Anhänger lautet "Ma").

Symbol. Ein Ausdruck für etwas im wesentlichen Unbekanntes.

Symbolisches Denken. Das symbolische Denken ist nicht-linear und wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Es ist komplementär zum logischen, linearen Denken der linken Gehirnhälfte.

Synchronizität (griech.: Gleichzeitigkeit). Von dem Psychoanalytiker C. G. Jung und dem Physiker Wolfgang Pauli geprägter Begriff für das Prinzip des "sinnvollen Zufalls". Dieses Prinzip beschreibt das scheinbar unzusammenhängende, "zufällige" Zusammentreffen von Ereignissen oder Ereignissen und psychischen Vorgängen, die in einem offensichtlichen Sinnzusammenhang stehen. Die Synchronizität liefert eine mögliche Erklärung für Phänomene wie Hellsichtigkeit sowie die Astrologie und Orakel.

Synergie (griech.: zusammen mit Energie). Das Zusammenwirken mehrerer Faktoren, so dass das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile. Die Synergie ist das unvorhersehbare Neue, das entsteht, wenn verschiedene Einzelfaktoren miteinander in Beziehung treten. Eine synergetische Wirkung entsteht beispielsweise beim Zusammentreffen von Gruppen und Netzwerken. (Siehe auch unter Holismus.)

Schamane (sanskrit: Schramana = Asket). Die anthropologische Bezeichnung für den Medizinmann in Nordasien und Amerika. Auch bei den nordischen Völkern wie z.B. den Lappen gibt es Schamanen. (Siehe auch unter Schamanismus und Yggdrasil.)

Schamanenflug. Schamanen versetzen sich mit Hilfe von Bewusstseinsveränderungen Drogen und Ritualen in Trance. In diesem Zustand machen sie ausserkörperliche Erfahrungen und erleben ihre Visionen. (Siehe auch unter Visionssuche)

Schamanismus. Uralter Weg des Lernens und Handelns, um sich selbst, die Gemeinschaft und die Umwelt zu heilen. Im Schamanismus geht es jedoch nicht nur um die Heilung von Krankheiten. Schamanismus ist in der Hauptsache ein spiritueller Weg, der sog. "heilende Weg des Herzens". Im Schamanismus werden lebensnahe Symbole in Gebeten, Gesängen, Tänzen und den verschiedenen schamanistischen Ritualen und Zeremonien verwendet.

Schattenboxen. > Tai Chi.

Schröpfen. Das Schröpfen wurde bereits vor 5000 Jahren bei den Ägyptern und später auch bei den Griechen verwendet, um Rheuma, Arthritis, Asthma und andere Erkrankungen zu behandeln. Heute wird das Schröpfen von Heilpraktikern und in der chinesischen Medizin praktiziert. Beim Schröpfen setzt man Schröpfgläser auf die Haut, in denen vorher ein Vakuum erzeugt wurde, damit sie sich festsaugen können. Damit wird Blut in die oberste Hautschicht gesaugt. Schröpfen soll ein Gefühl der Erleichterung hervorrufen.

Schwitzhütte. Indianische Reinigungszeremonie. Bei der Zeremonie wird ein einem Iglu ähnelndes Zeit errichtet. In dessen Mitte wird eine Grube ausgehoben, in die im Feuer erhitzte Steine gelegt werden. Während der Zeremonie werden die Steine mit Wasser übergossen. Die Teilnehmer der Schwitzhüttenzeremonie kauern um die Grube. Die Schwitzhüttenzeremonie erfolgt nach festen Regeln und wird von Gesängen begleitet.

Steiner, Rudolf (1861-1925). Österreichischer Philosoph, Okkultist und Begründer der Anthroposophie. Steiner besass bereits als Kind eine hellseherische Begabung. In seinen Visionen offenbarte sich ihm, wie die spirituellen Kräfte wirken. 1897 schloss er sich den Theosophen an, trennte sich aber 1913 wieder von ihnen, um seine eigene Bewegung zu gründen. Johann Wolfgang von Goethe hatte einen grossen Einfluss auf Steiners komplexe Kosmologie. Seine Sichtweise der Wechselwirkung zwischen der spirituellen und physischen Welt, zwischen Mensch und Natur, Erde und Kosmos, bezieht sich auf aller Lebensbereiche, angefangen bei der Landwirtschaft bis hin zur Pädagogik.

Strukturelle Integration. > Rolfing.

Esoterik

Tabula Smaragdina (lat.: die smaragdene Tafel). Der legendäre Gott des Wissens, Hermes Trismegistos, soll die Gesetze des Kosmos in eine Tafel aus Smaragd eingraviert haben. Diese Botschaft gilt als Quelle der abendländischen Esoterik.

Tai Chi (auch: Tai chi Chuan oder "Schattenboxen"). Eine Bewegungs-Meditation, die von dem taoistischen Mönch Chang Sanfeng im 13. Jahrhundert n. Chr. in China entwickelt wurde. Tai Chi wird auch zur Selbstverteidigung und Gesundheitsvorsorge verwendet. Es besteht aus langsamen, fliessenden Übungen, wobei der Praktizierende immer in Bewegung und im Gleichgewicht ist. Tai Chi aktiviert den Fluss der Lebensenergie (chin. Chi) und basiert auf der taoistischen Lehre, dass das Harte durch das Sanfte überwunden werden kann. (Siehe auch unter Kampfkunst)

Talisman. Ein Gegenstand, der als Glücksbringer dient oder eine magische Wirkung haben soll.

Tantra (altind.: Gewebe). Eine buddhistische und hinduistische Lehre aus dem 5. Jahrhundert v. chr., die in Texten, den sog. Tantras, niedergelegt ist. Die Anhänger der Bewegung werden "Tantriker" genannt. Sie betrachten die Sinneswahrnehmung und die Emotion als stärkste Triebkraft des Menschen. Im Tantra führt der Weg zur Erleuchtung über die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau.

Tantriker. > Tantra.

Tanz. Die berühmte Tänzerin Isadora Duncan bezeichnete den Tanz als "Inkarnation der Musik". Der mystische Sinn und die Heilkraft des Tanzes wird in Ritualen, der Meditation, Magie und Therapie offensichtlich. Rudolf Steiner entwickelte die sog. Eurythmie, eine besondere Form von Tanz mit festen Bewegungsabläufen. Er wies darauf hin, wie wichtig Tanz für die Entwicklung des Kindes ist. Tanztherapeuten wie Trudi Schoop sind der Ansicht, dass Tanz in der Psychotherapie von grossem Nutzen sein kann. Bei den Schamanen wird der Gruppentanz als magisches Ritual verwendet.

Tao. Begriff aus der chinesischen Philosophie und Grundbegriff der Lehre des chinesischen Weisen Lao-Tse. Tao bezeichnet das göttliche Gesetz, dem alles Sein im Kosmos folgt. Es ist die Ursache allen Seins, das sich im Universum in den verschiedensten Formen manifestiert. Laut den taoistischen Lehren (dem Taoismus) ist es aber unmöglich, das wahre Wesen des Tao zu beschreiben.

Taoismus. > Tao.

Tao-te-Ching (das Buch vom Weltgesetz und seinem Wirken). Angeblich von Lao-Tse um 300 v. Chr. verfasstes chinesisches Weisheitsbuch über den Ursprung aller Wesen und allen Seins. (Siehe auch unter Tao).

Tarot. Ein von den Zigeunern stammendes Kartenspiel mit 78 Karten, auf denen verschiedene Symbole abgebildet sind. Die archetypische Symbolik und die Reihenfolge der Karten spiegelt den spirituellen Weg des Menschen bis zu seiner Vollendung wieder. Die Karten sind in zwei Gruppen unterteilt. Die sog. "Grossen Arkana" (Geheimnisse) enthalten 22, die "Kleinen Arkana" 56 Karten. Die grossen Arkana versinnbildlichen die Begegnung des Menschen mit der göttlichen oder spirituellen Dimension, die kleinen Arkana die Stufen der irdischen Entwicklung. Tarot-Karten werden als Orakel zur Zukunftsdeutung verwendet. Die Bedeutung der verschiedenen Arten, das Tarot zu legen, reicht aber viel weiter. In der Esoterik werden die Tarot-Karten auch dazu benutzt, sich Klarheit über eine Situation oder Problematik zu verschaffen. Früher sollen die Symbole der Tarot-Karten eine wichtige Rolle bei der Einweihung gespielt haben.

Teilhard de Chardin (1881-1955). Jesuitenpriester und Wissenschaftler, der die Evolution als Bewusstseinsentwicklung interpretierte. De Chardin geht von einem Weltbild aus, nach dem es die sog. "Biosphäre", den Bereich des beseelten Lebens, und die sog. "Noosphäre" gibt, der Bereich des Bewusstseins, der die Erde mit seiner spirituellen Energie umhüllt. Er schuf den Begriff des "Superorganismus". Dieser ist eine Vision vom Menschen, der aus der spirituellen Energie schöpft und damit das Überleben der Erde und seiner Bewohner gewährleisten könnte. Teilhard de Chardin lebte 20 Jahre lang in China und später in Amerika. Die Kirche bezeichnete seine Lehren als Ketzerei. In der Esoterik gelten sie jedoch als eine wichtige Quelle der Inspiration.

Telekinese. Begriff aus der Parapsychologie. Telekinese ist ein physikalisches Phänomen, bei dem sich Gegenstände ohne erklärbare Einwirkung von aussen bewegen, in der Luft schweben oder herumgewirbelt werden. (Siehe auch unter Poltergeist, Psychokinese und Spuk.)

Telepathie (auch: "Gedankenlesen" oder "Gedankenübertragung"). Eine Form der aussersinnlichen Wahrnehmung. Telepathie ist die Fähigkeit, Gedanken zu lesen. Das Phänomen der Telepathie tritt spontan auf. Häufig haben Menschen, die sich sehr nahe stehen, eine telepathische Verbindung. Auch bei Zwillingen findet man häufig eine telepathische Begabung.

Thanatologie (griech.: thanatos = Tod; auch: "Sterbeforschung"). Forschungsgebiet, das sich mit sog. Nahtod-Erlebnissen befasst. Dabei werden die Berichte von reanimierten klinisch Toten analysiert und ausgewertet.

Theosophie (griech.: Gottesweisheit). Von dem Medium Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) begründete Lehre, die Einsichten in die Ursprünge, die Natur und die Bestimmung des Menschen vermitteln will. Madame Blavatsky bereiste 20 Jahre lang den Osten und gründete 1875 gemeinsam mit Colonel Olcott in Madras, Indien, die "Theosophische Gesellschaft". Gemäss der Theosophie ist der Mensch ein spirituelles Wesen, das über mediale Fähigkeiten verfügt. Auch die Reinkarnation ist ein wesentlicher Bestandteil der theosophischen Lehre. Die Theosophen glauben, dass die Menschen von spirituellen Meistern geführt werden, die auf einer höheren Bewusstseinsebene wirken. Mit Hilfe der Theosophie soll der Kontakt zu diesen Meistern ermöglicht werden, so dass man mit ihnen zusammenarbeiten kann. (Siehe auch unter Krishnamurti.)

Therapeutic Touch (engl.: therapeutische Berührung.) Von Dolores Krieger entwickelte Heilmethode, bei der die Hände als eine Art Wünschelrute benutzt werden. Auf diese Weise sollen Störfelder im Körper diagnostiziert und die Energie wieder in Harmonie gebracht werden. Die Methode bewirkt eine Tiefenentspannung, lindert Schmerzen und fördert den Heilungsprozess.

Tibetanische Medizin. Die tibetanische Medizin verbindet die Ayurveda-Medizin mit dem Buddhismus und der Bon-Religion, einer nordasiatischen Form des Schamanismus. Die indische Stadt Dharamsala, in der auch der 1959 aus Tibet geflohene Dalai Lama lebt, ist heute ein Zentrum der tibetischen Medizin. In der tibetischen Medizin wird Krankheit als ein Fehlen der Harmonie betrachtet, wobei es keine Grenzen zwischen körperlichen, geistigen und psychische Krankheiten gibt. Krankheit ist nach dieser Lehre eine Folge einer falschen geistigen Einstellung.

Tiefenentspannung. Ein Zustand, in dem man alle begrifflichen Vorstellungen von Körper und Geist loslässt und sich dem natürlichen Fluss der Lebensenergie hingibt.

Tierkreiszeichen (umgangssprachl. auch: "Sternzeichen"). Die scheinbare Bahn der Sonne am Sternenhimmel wird in der Astrologie in zwölf Sektoren unterteilt. Diese tragen den Namen eines Sternbildes, das sich in der Anfangszeit der Astrologie in dem betreffenden Sektor befand. Jedem Tierkreiszeichen werden bestimmte Eigenschaften und ein besonderes Potential zugeschrieben. Die Tierkreiszeichen sind ein wesentlicher Bestandteil des Horoskops und der astrologischen Charakteranalyse. Die zwölf Tierkreiszeichen der westlichen Astrologie sind: Widder, Stier, Zwillinge, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Auch die chinesische Astrologie verwendet Tierkreiszeichen. Diese sind: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Eber.

Totenbuch. Ein Werk, das den Weg der Seele nach dem physischen Tod beschreibt. Das Totenbuch wird neben dem Verstorbenen gelesen, um ihn auf seiner Reise ins Jenseits zu begleiten und ihn dort vor Verirrungen zu schützen. Bekannt sind das Tibetanische Totenbuch (Bardo Thödol) und das Ägyptische Totenbuch.

Touch For Health (dtsch. soviel wie: "heilsame Berührung"). Eine Form der Angewandten Kinesiologie, die in der Chiropraktik verwendet wird. Ursprünglich wurde die Methode von dem Amerikaner John Thie entwickelt.

Tragering (auch: Trager-Massage oder Trager Psychophysical Integration). Von dem amerikanischen Arzt, ehemaligen Boxer und Akrobaten Milton Trager (geb. 1908) entwickelte Massage. Bei den Trager-Massagen werden rhythmische und rollende Bewegungen verwendet, um die Nervenenden zu stimulieren. Trager erfand auch eine spezielle Entspannungsmeditation, die "Hook-Up" heisst.

Trance. Ein veränderter Bewusstseinszustand, der durch Hypnose, Singen, Tanz, trommeln oder spezielle Entspannungstechniken herbeigeführt werden kann. Im Trance-Zustand wird die Aufmerksamkeit der Sinne weitgehend von der Aussenwelt abgezogen und nach innen gelenkt. Medien verwenden die Trance, um mit dem Jenseits und anderen Wesenheiten Kontakt aufzunehmen. Bei den Schamanen dient die Trance ebenfalls als Mittel, um mit den Geistern in Verbindung zu kommen. In vielen Trance-Kulten wie dem Voodoo auf Haiti gilt die Trance als Voraussetzung für eine Besessenheit durch Geister oder Götter.

Trance-Therapie. Von dem Brasilianer D. Akstein entwickelte Methode zur Herbeiführung der Trance mit Hilfe von Trommeln und Musik.

Transaktions-Analyse (kurz: "TA"). In den fünfziger Jahren von dem Psychologen Eric Berne (1920-1970) entwickelte psychotherapeutische Methode. Die Transaktions-Analyse befasst sich mit der Grundeinstellung der Persönlichkeit und dem daraus resultierenden Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen. Berne unterteilte die Persönlichkeit in Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich und Kindheits-Ich. Er beschrieb vier grundlegende Lebenseinstellungen: 1. Ich bin o.k. - du bist o.k. 2. Ich bin o.k. - du bist nicht o.k. 3. Ich bin nicht o.k. - du bist o.k. 4. Ich bin nicht o.k. - du bist nicht o.k. Dieses sog. "Lebensskript" wurde laut Berne in der Kindheit entwickelt. Die Transaktions-Analyse, die wegen ihrer guten Verständlichkeit ein breites Publikum fand, wird in vielen Gruppentherapien mit einbezogen.

Transformation (lat.: Umwandlung). Modewort aus dem New-Age. Es bedeutet den Wandel, der im neuen Zeitalter auf allen Ebenen stattfinden soll.

Transkommunikation. Im Spiritismus und beim Channeling der Kontakt mit Geistern und überirdischen Wesen. Bei der Transkommunikation äussern sich Geistwesen über materielle Prozesse wie Tisch- und Glasrücken, als Stimmen auf Tonband, im Radio oder am Telefon (Transaudio), im Fernsehen oder auf Video (Transvideo) oder über Computer (Transtext).

Transpersonale Psychologie (lat.: die Person überschreitend). Psychologische Richtung, die sich aus der humanistischen Psychologie (siehe unter Maslow, Abraham) entwickelte. Die Transpersonale Psychologie bezieht auch die Erfahrungsbereiche der menschlichen Psyche mit ein, mit denen sich die Esoterik auseinandersetzt. Daher befasst sie sich mit den transzendenten Bedürfnissen des Menschen im Zusammenhang mit seiner Selbstverwirklichung. C.G. Jung wird als Vater der Transpersonalen Psychologie betrachtet. Ein weiterer Pionier auf diesem Gebiet war Roberto Assagioli mit seinen Theorien über die Psychosynthese. Die Transpersonale Psychologie gewinnt im Weltbild des New-Age immer mehr an Bedeutung. Im Jargon des New Age wird die Transpersonale Psychologie daher oft auch als "spirituelle" oder "transzendentale" Psychologie bezeichnet.

transzendent (lat.: überschreitend, darüber hinausgehend). Alle Bereiche, die über die dreidimensionale, raum-zeitlich gebundene und mit den normalen Sinnen erfahrbare Realität hinausgehen.

Transzendentale Meditation (kurz: "TM"). Eine von dem Inder Maharishi Mahesh Yogi speziell für den Westen entwickelte Meditation. In dieser Technik werden die Elemente der östlichen Meditation mit den Erkenntnissen der westlichen Psychologie kombiniert. Bei der TM, die täglich 20 Minuten lang praktiziert wird, wiederholt der Meditierende ständig dasselbe Mantra. Dieses Mantra ist ein Wort, das für ihn keine Bedeutung hat und keine Assoziationen in ihm hervorruft. Durch die TM sollen die beiden Gehirnhälften in Harmonie gebracht und die Kreativität gesteigert werden. Maharishi Mahesh Yogi gestattete Wissenschaftlern, die positiven Begleiterscheinungen seiner Meditationsmethode zu erforschen. Auf diese Weise konnte nachgewiesen werden, dass Meditation eine heilsame Wirkung auf den gesamten Organismus hat. In der TM-Bewegung wird eine weitere Meditationstechnik geübt, die sog. Siddhi-Meditation. Siddhis sind paranormale Kräfte, die spirituell hoch entwickelte Menschen besitzen. Bei der Siddhi-Meditation soll der Meditierende die Fähigkeit der Levitation (d.h. des freien Schwebens) erlernen. Maharishi Mahesh Yogi setzte sich auch für die Verbreitung der Ayurveda-Medizin ein. In Noida nördlich von New Delhi gründete er ein Zentrum für Ayurveda-Medizin.

Transzendente Funktion. Von dem Tiefenpsychologen C.G. Jung geprägter Begriff für das ausgleichende "Dritte", das in Form eines Symbols oder einer neuen Perspektive aus dem Unbewussten aufsteigt, nachdem die in Konflikt miteinander stehenden Gegensätze bewusst gemacht worden sind.

Traum. Träume liegen im Grenzbereich der wissenschaftlichen Erklärbarkeit. In vielen Kulturen, z.B. bei den Schamanen, spielen Träume eine wichtige Rolle. Im Westen beschäftigte sich als erster der Psychiater Sigmund Freud mit der Traumdeutung als dem Weg ins Unterbewusstsein. Freud sah Träume als Botschafter der Vergangenheit. C.G. Jung ging noch weiter und fand in der Traumarbeit ein enormes Potential, das nicht nur dem persönlichen sondern auch dem kollektiven Unbewussten entspringt. Andere Kulturen beschäftigen sich mit dem tieferen Inhalt der Träume und nutzen sie für ihren Alltag, wie zum Beispiel der Stamm der Senoi in Malaysia. Die Psychologin Patricia Garfield besuchte die Senoi und erforschte deren Methode, mit Träumen zu arbeiten. Sie fand heraus, dass das friedliche und geordnete Leben diese Volkes darauf basiert, dass die Senoi durch die Traumarbeit mit bestimmten Techniken ihre Ängste und Probleme bewältigen lernen. Auch einige moderne Therapieformen verwenden ähnliche Methoden. Eine besondere Form des bewussten Träumens stellen die sog. Klarträume dar. (Siehe unter Luzidität.) Auch ausserkörperliche Erfahrungen sind im Traum möglich, wie z.B. Astralreisen. Es gibt auch Fälle von Präkognition im Traum. Dabei wird in einem sog. Wahrtraum ein Ereignis vorhergesehen, das später tatsächlich eintritt.

Esoterik

UFO ("Unbekanntes Flugobjekt"). Über UFOs, die im Volksmund auch "Fliegende Untertassen" genannt werden, wurden schon viele absurde Spekulationen angestellt. Es gibt jedoch auch unzählige seriöse Berichte und sogar Filmmaterial über UFOs, die Anlass für eine intensive, bislang jedoch nicht sehr ergiebige UFO-Forschung sind.

Unified Field (dtsch. soviel wie: "gemeinsames Feld"). Begriff aus der Transzendentalen Meditation. "Unified Field" bedeutet, dass ein Prozent der Personen in einem Kollektiv durch gemeinsame Gedanken und Meditation eine nachweisbare Änderung im Kollektiv bewirken können. (Siehe auch unter Morphogenetisches Feld.)

Unterwassergeburt. Entspannende und schmerzlindernde Geburtsmethode, die in den Bereich der natürlichen (sanften) Geburt fällt. Bei der Unterwassergeburt wird das Kind im Wasserbecken entbunden. Fürsprecher und Pioniere dieser Entbindungsmethode sind Igor Tjarkovskij und Michel Odent.

Unus Mundus (lat.: eine Welt). Begriff aus der Alchemie für einen Zustand der Ganzheit, in dem das Ich-Bewusstsein und das Unbewusste harmonisch zusammenwirken.

Urschrei-Therapie (auch: "Primärtherapie"). Therapiemethode von dem Psychologen Arthur Janov. Janov bezeichnet den ersten Schrei, den der Säugling nach der Geburt loslässt, als "Urschrei". In der Urschrei-Therapie durchlebt der Klient das Geburtstrauma noch einmal wieder. Im "Urschrei" verleiht er seinem Schmerz Ausdruck und kann sich davon befreien.

Übersinnlich. Mit den normalen Sinnen nicht wahrnehmbar, wie z.B. Astralwesen.

Esoterik

Vegetarismus. Ausschliessliche oder überwiegend pflanzliche Ernährungsweise.

Vegetative Veränderungen. Yogis, und Fakire können bestimmte Körperfunktionen kontrollieren, die normalerweise nicht dem Willen unterliegen. Solche Funktionen sind beispielsweise der Herzschlag, der Blutdruck, Blutungen und Schmerzen. Diese Körperkontrolle wird durch besonders entwickelte geistige Fähigkeiten erlangt. Inzwischen ist erwiesen, dass das vegetative Nervensystem mit Methoden der Autossuggestion oder Hypnose beeinflusst werden kann. Das moderne Verfahren des Biofeedback zeigt, dass jeder eine gewisse Körperkontrolle erlernen kann.

Veränderter Bewusstseinszustand. Bewusstseinszustand, in dem eine Veränderung oder Erweiterung des normalen Wachbewusstseins eintritt, wie z.B. die Trance.

Verbiegungen (auch: "Geller-Effekt"). Das Verbiegen von Löffeln und anderen Besteckteilen mittels Gedankenkraft bzw. psychokinetischen Fähigkeiten. Verbiegungen solcher Art wurden durch den Israeli Uri Geller (geb. 1946) weltweit bekannt. Gellers Demonstrationen prägten den Begriff "Geller-Effekt". (Siehe auch unter Psychokinese.)

Vierte-Welt-Musik. Von den beiden Musikern Brian Eno und Jon Hassell geprägter Begriff für eine Musikform mit planetarem Charakter. Das bedeutet, dass ethnische und elektronische Musik miteinander kombiniert werden, um die Einheit von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen.

Vierter Weg Bezeichnung für die Lehren von G.I. Gurdjieff.

Vipassana. Eine buddhistische Meditation, deren Ursprünge in Birma, Sri Lanka und Thailand liegen. In der Vipassana-Meditation konzentriert sich der Meditierende auf einen Gegenstand oder einen Text. Mit diesen Konzentrationsübungen soll eine Kontrolle über die Gedanken das psychische Befinden und die Körperfunktionen erreicht werden.

Vision (von lat.: videre = sehen). Ein Bild oder eine Bilderfolge vor dem "geistigen" Auge. Eine Vision kann während des Erlebens als völlig real empfunden werden.

Visionssuche. In manchen Kulturen, wie z.B. bei den Schamanen der nordamerikanischen Indianer, wird eine Vision gezielt angestrebt. Bei der Visionssuche begibt sich der Betreffende nach einer Vorbereitungszeit (dazu zählt z.B. die Reinigungszeremonie in der Schwitzhütte) ohne Essen und Trinken in die Wildnis, wo er darauf wartet, dass ein Inneres Bild in ihm aufsteigt. In der Vision wird ihm seine Aufgabe o.ä. offenbart. Die Vision gilt als eine Botschaft aus der Geisterwelt.

Visualisation. Eine von Elmer Green entdeckte Technik, mit der bewusst ein inneres Bild erzeugt wird. Green fand heraus, dass Visualisieren wie eine Computersprache funktioniert. Das geistige Bild wird in das neurologische System des Körpers "einprogrammiert". Die Visualisation wird dazu benutzt, ein bestimmtes Ziel im Geist zu erschaffen, damit es sich verwirklichen kann. Als Selbsthilfe-Methode wird die Visualisation auch zum Heilen mit Erfolg angewendet, wie z.B. in der Krebstherapie. (Siehe auch unter Simonton, Carl und Stephanie.) Die Visualisation eignet sich auch zur Entfaltung des kreativen Potentials. Deshalb spielt sie z.B. in der Silva-Mind-Methode eine wichtige Rolle.

Voodoo (franz.: vauderie = Zauberei; auch "Voodou" geschrieben). Kult auf Haiti, in dem durch Trance eine Besessenheit von Geistern oder Gottheiten bewirkt werden soll.

Esoterik

Wahrsagen. Methode der Zukunftsprognose mit verschiedenen Hilfsmitteln. Der Wahrsager liest beispielsweise aus dem Kaffeesatz (Kaffeedomantie), aus Teeblättern bzw. Teetassen (Tasseographie), tierischen Eingeweiden (Hauspizium), dem Vogelflug (Ornithomantie) oder aus der berühmten Kristallkugel (Kristallomantie).

Wahrtraum. > Traum.

Wassermann-Zeitalter. Astrologische und esoterische Bezeichnung aus dem New-Age-Jargon für das kommende Zeitalter (auch als New-Age bekannt). Das Wassermann-Zeitalter wird von Tierkreiszeichen Wassermann beherrscht. In der Esoterik soll es deshalb von Humanität, Toleranz, Spiritualität, Brüderlichkeit, aber auch schnellem Wandel, Unruhe und starken Umbrüchen geprägt werden.

Wesenheit (auch: "Entität"). Ein nicht verkörpertes Astralwesen oder die Seele eines Verstorbenen.

Whirling (engl.: das Herumwirbeln). Ein Derwisch-Tanz, bei dem sich der Tänzer lange Zeit zur Musik im Kreis dreht. Das Whirling soll einen ekstatischen Bewusstseinszustand herbeiführen.

Wicca. Eine Naturreligion, die heute wiederbelebt wird und an die alte Tradition der Hexen anknüpft. Im Wicca werden Rituale an besonderen Tagen wie den Sonnenwenden in der freien Natur abgehalten. Wicca-Anhänger/innen glauben an ein Leben nach dem Tod, die Reinkarnation und an die Naturgeister.

Wiedergeburt. > Reinkarnation.

Wissenschaft von der kreativen Intelligenz. Die Lehre der transzendentalen Meditation von Maharishi Mahesh Yogi. Die "Wissenschaft von der kreativen Intelligenz" geht davon aus, dass es eine ursprüngliche, reine, kreative Intelligenz gibt.

Workshop (engl.: Werkstatt). Eine Gruppenveranstaltung, die meist einige Tage dauert. Bei einem Workshop werden neue Erkenntnisse gesammelt und Erfahrungen innerhalb der Gruppe gemacht.

Wünschelrute. Ursprünglich eine Astgabel (meist ein gegabelter Haselnusszweig), die sich nach oben und unten bewegt, wenn man sie zwischen den Händen hält. Moderne Wünschelruten sind meist aus Metall.

Wünschelrutengehen. Wünschelrutengänger sind in der Lage, mit Hilfe der Wünschelrute Wasseradern, Metall oder archäologische Fundstätten im Boden zu lokalisieren. Darüber hinaus lassen sich Magnetfelder, z.B. in Häusern und Wohnungen, feststellen, die auf schädliche Erdstrahlungen zurückzuführen sind. Manche Rutengänger können die Wünschelrute auch zu medizinischen Diagnosezwecken verwenden. Das Wünschelrutengehen gibt es in Europa schon seit Jahrhunderten. In diesem Jahrhundert wurde das Wünschelrutengehen von Henry de France wieder populär gemacht. De France gründete 1933 in Grossbritannien die erste Wünschelrutengängervereinigung. Einer der bekanntesten Wünschelrutengänger war der französische Priester Abbé Mermet. Mermet führte in den zwanziger Jahren sogar diagnostische Versuche mit der Wünschelrute unter ärztlicher Aufsicht durch, wobei er grossen Erfolg hatte. (Siehe auch unter Pendeln und Radiästhesie.)

Esoterik

Xenoglossie (griech.: unbewusstes Reden in einer unbekannten Fremdsprache). Die Fähigkeit, eine Sprache zu sprechen, die dem Betreffenden nicht geläufig ist. Xenoglossie taucht bei Personen auf, die sich in Trance, unter Hypnose oder in einer Rückführung befinden. Auch beim Channeling kommt dieses Phänomen vor. Fälle von Xenoglossie können bewiesen werden, da der Sprecher häufig alte Sprachen spricht, die heute nicht mehr verwendet bzw. erlernt werden.
 

Yggdrasil. Im Jahre 1982 wurde eine Vereinigung der nordischen Schamanenkunde mit dem Namen "Yggdrasil" gegründet. Die Vereinigung vermittelt ekstatische Techniken und veranstaltet Kurse und Zeremonien. (Siehe auch unter Schamane und Schamanismus.)

Yin und Yang. Nach der chinesischen Philosophie des Taoismus bedeuten Yin und Yang die beiden gegensätzlichen Energiemanifestationen der Lebensenergie (Chi). Die Polarität dieser beiden Gegenpole zeigt sich in allen Lebensformen. Yin symbolisiert den weiblichen Pol, die dunkle, passive, nach innen gerichtete Seite. Yang ist der männliche Pol und repräsentiert die helle, aktive und nach aussen gerichtete Seite. Yin ist beispielsweise das Wasser, die Erde, der Winter, die Intuition. Yang ist das Feuer, der Himmel, der Sommer, der rationelle Verstand. Die Harmonie hängt vom Gleichgewicht von Yin und Yang ab, sei es im Menschen, auf der Erde oder im ganzen Kosmos.

Yoga (sanskrit: Joch). Eine holistische Lehre, die auf alten hinduistischen Texten beruht - den Sutren Patanjalis und der Bhagavad Gita. Der Yoga ist eine Disziplin, die als Weg der Befreiung von der Illusion betrachtet wird. Ziel des Yoga ist das Einswerden des menschlichen Geistes mit dem göttlichen Bewusstsein. Der Weg des Yoga vollzieht sich in acht Stufen. Die erste Stufe (yama) behandelt fünf ethische Regeln für das soziale Leben und die Gesetze der Moral. Darauf folgt "niyama", fünf ethische Regeln für die persönliche Lebensführung. "Asana" bedeutet die Körperhaltung. Dabei werden die verschiedenen Yoga-Stellungen (Asanas) praktiziert, um die Energien im Körper auszubalancieren. "Pranayama" beinhaltet die speziellen Atemübungen des Yoga. Dadurch wird eine Kontrolle des Atems erlernt. "Pratyahara" lehrt, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken. "Dharana" ist die Übung der vollständigen Konzentration, "dhyana" die Übung der Meditation. Die letzte Stufe ist "samadhi", die Erleuchtung. Im Buddhismus spricht man daher auch von "dem achtfachen Pfad". Zu den wichtigsten Richtungen des Yoga zählen der Karma-Yoga (Integration durch Pflichterfüllung), der Raja-Yoga ("der Königsweg" zur Integration, der alle Yoga-Formen enthält), der Bhakti-Yoga (Integration durch Liebe und Hingabe), der Insana-Yoga (Integration durch Wissen; eine intellektuelle Yoga-Form), der Kundalini-Yoga (Erweckung der Kundalini) und der auch im Westen verbreitete Hatha-Yoga (Integration durch Körperbeherrschung).

Yogi. Jemand, der Yoga praktiziert.

Esoterik

Za-Zen. Die traditionelle Meditation im Zen-Buddhismus. Der Meditierende sitzt dabei im Lotussitz. Alle aufsteigenden Gedanken und Gefühle sollen registriert, aber nicht weiter beachtet werden. Meist beschäftigt sich der Meditierende beim Za-Zen mit einem Koan.

Zeitalter (auch: "astrologisches Zeitalter"). Die Astrologie geht davon aus, dass ein Weltenjahr etwa 25.000 Jahre dauert. In dieser Zeit bewegt sich die gedankliche Verlängerung der Erdachse einmal (rückwärts) durch den Tierkreis. Daraus errechnet sich ein Weltenmonat, aus dem sich ein etwa 2000 Jahre dauerndes astrologisches Zeitalter ergibt. Derzeit befinden wir uns am Übergang vom Fische-Zeitalter ins Wassermann-Zeitalter. In der Astrologie werden die vergangenen Zeitalter folgendermassen interpretiert: Das Löwe-Zeitalter (etwa 10.000-8.000 v. Chr.) entspricht der Zeit der Höhlen- und Felsmalerei (Kreativität). Das Krebs-Zeitalter (etwa 8.000-6.000 v. Chr.) bezeichnet den Übergang vom Nomadenleben (Jäger und Sammler) zu festen Siedlungen und Ackerbau (Sesshaftigkeit, Häuslichkeit). Das Zwillinge-Zeitalter (etwa 6.000-4.000 v. Chr.) beinhaltet die Erfindung der Schrift, des Rades und anderer Geräte (Intellekt, Kommunikation). Das Stier-Zeitalter (etwa 4.000-2.000 v. Chr.) wird vom Bau der Tempel und Pyramiden geprägt, die Jahrtausende überdauern (Beständigkeit, Bewahren). Ins Widder-Zeitalter (etwa 2.000 v. Chr. -0) fällt die Entstehung von Weltreichen wie dem Römischen Imperium (Kampf, Krieg, Tatkraft). Im Fische-Zeitalter (etwa 0-2.000 n. Chr.) entstand und verbreitete sich das Christentum (Religiosität). Das anbrechende Wassermann-Zeitalter soll von Idealismus, Fortschritt und Spiritualität geprägt sein.

Zeitreisen. Manche Medien oder Menschen, die über psychokinetische Kräfte verfügen, behaupten, Zeitreisen unternehmen zu können. Dies soll durch die Aussendung des Astralkörpers - die sog. Astralprojektion möglich sein.

Zen-Buddhismus. Ein Zweig des Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in China und im 12. Jahrhundert in Japan verbreitete. Das Wort "Zen" ist eine Übersetzung des chinesischen "Ch'an" und des Sanskrit-Wortes "dyana", was soviel wie konzentrierte Meditation bedeutet. Die Praxis des Zen-Buddhismus basiert auf Einfachheit, Strenge und Ausdauer. Die Disziplin wird auch in den Zen-Künsten geübt. Dazu gehören das Bogenschiessen, der Schwertkampf, das Blumenstecken und die Tee-Zeremonie.

Zen-Schlag. Beim Za-Zen in Zen-Klöstern geht ein Mönch mit einem Stock in der Hand zwischen den Meditierenden auf und ab. Wenn er entdeckt, dass die Achtsamkeit eines Schülers nachlässt, schlägt er ihn auf die Schulter. Der Zen-Schlag wird als Belehrung verstanden. Der Schüler verneigt sich nach dem Zen-Schlag, um sich für die Belehrung zu bedanken.

Zener-Karten. Die Zener-Karten werden bei sog. PSI-Tests verwendet. Dabei werden die Fähigkeiten der aussersinnlichen Wahrnehmung (ASW) und die telepathische Begabung einer Person getestet. Das Kartendeck besteht aus 25 Symbolkarten. Die fünf Symbole sind Kreuz, Quadrat, Kreis, Stern und Wellenlinien.

Zweites Gesicht. Vom "zweiten Gesicht" spricht man bei Menschen, die die Fähigkeit zur Präkognition oder Telepathie besitzen. Im Volksmund heisst es daher auch, jemand habe "das zweite Gesicht". Menschen mit dieser Begabung können Ereignisse voraussehen oder die Gedanken eines anderen lesen. Das "zweite Gesicht" haben medial veranlagte Personen, die als Medium, Seher oder Wahrsager bezeichnet werden. Zu den bekanntesten Sehern mit dem zweiten Gesicht gehört Emanuel Swedenborg (1688-1772), der "Wissenschaftler, der zum Seher wurde". Swedenborg sah einen Grossbrand in Stockholm voraus, den er in allen Einzelheiten beschrieb. Ein weiterer bekannter Seher, der unter anderem den Tod von zwei amerikanischen Präsidenten verkündete, war Edgar Cacye (1877-1945). Eine der bekanntesten modernen Zukunftsseherinnen ist Jeane Dixon (geb. 1918). Sie prophezeite die Ermordung von John F. Kennedy und Martin Luther King. (Siehe auch unter Hellsichtigkeit.)

 

 

   

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